Basel-Stadt hat ein System geschaffen, das immer mehr Leistungsdruck auf Schülerinnen und Schüler ausübt. Dabei hätten Pädagogen ganz anderes vor.


Manchmal ist Kerstin* alles zu viel. Dann weint sie und sagt: «Wie soll ich das alles nur schaffen?» Die Neunjährige steht in der Schule unter Druck. Immer wieder müssen ihr die Eltern bei den Hausaufgaben helfen. An einem Wochenende habe Kerstin fünf Stunden gearbeitet, um eine Aufgabe zu erledigen, erzählt die Mutter. «Am Sonntag um 17 Uhr habe ich zu ihr gesagt: Komm wir gehen noch eine Stunde raus – bei dem schönen Wetter!» So war der Sonntag aus Kindersicht immerhin nicht ganz verloren.

Am Elternabend erklärten die Lehrpersonen, es wäre gut, wenn die Eltern ihren Kindern beim Lernen von Vokabeln helfen könnten. Gute Fremdsprachenkenntnisse seien wichtig, um in das beliebte P-Niveau an der Sekundarschule und später ans Gymnasium zu wechseln. 

Die Mutter sagt: «Meine Tochter will es gut machen, die Erwartungen erfüllen – wie es wahrscheinlich alle Kinder möchten.» Durch die Schule sei Kerstin «wahnsinnig beschäftigt», das führe zu Stress.

Es ist eine Extremsituation, die diese Mutter beschreibt. Andere Eltern, die die TagesWoche anfragte, gaben an, dass ihre Kinder vielleicht eine halbe Stunde Hausaufgaben pro Tag erledigten – wieder andere hatten gar keine. Doch in einem Punkt sind sich fast alle Eltern, Lehrpersonen und Experten, die mit der TagesWoche sprachen, einig: Der Leistungsdruck an Basler Primarschulen nimmt zu. Manche finden: moderat. Andere sagen: gewaltig.

Wie kommt es, dass die Schulen wieder mehr auf Auswendiglernen und Leistung setzen, wo Pädagogen seit Jahrzehnten die Schule vom Stress befreien wollen?

Die Frage ist nicht einfach zu beantworten. Denn die Institution Schule ist so vielfältig, wie die Menschen, die in den Klassenzimmern stehen und unterrichten. Was eine Lehrperson macht, geht bei einer anderen gar nicht. Was sich aber im System zeigt: Schülerinnen und Schüler werden immer früher bewertet, standardisierte Tests nehmen zu. Anders gesagt: Die Anreize für Lehrpersonen Leistungsdruck aufzubauen, sind da.

Beispiele aus einem Lernbericht für das 1. Kindergartenjahr.

So gibt es in Basel-Stadt seit 2013 Bewertungsbögen und Selbsteinschätzungen für Kinder im ersten Kindergartenjahr. Die Lehrpersonen müssen einen siebenseitigen Bewertungsbogen für die Vierjährigen ausfüllen, die Fachbereiche wie Sprache, Mathematik und Natur-Mensch-Gesellschaft beinhalten. Zum Beispiel steht dort: «- verfügt über einen differenzierten Wortschatz». Oder: «- kann kulturelle und religiöse Grunderfahrungen erleben, reflektieren und mit gestalten». Die Lehrperson muss dann ankreuzen: einen, zwei, drei oder vier Sterne.

Auf der letzten Seite werden Ziele formuliert, die das vierjährige Kind erreichen soll – inklusive offenen Felder für «Verantwortlichkeit» und «Terminüberprüfung», die im Verlauf der Kindergartenjahre ausgefüllt werden sollen.

Bei der Selbsteinschätzung muss das Kind gemeinsam mit der Lehrperson Kreuzchen machen bei Kategorien wie «Ich kann singen» oder «Ich verstehe, was andere sagen».

Eltern fragen sich: «Wie kriegen wir das Häkchen im nächsten Jahr ein Feld weiter nach links?»

Eine Mutter, die ebenfalls anonym bleiben will, hat die Bewertung und Selbsteinschätzung bei ihrer Tochter im ersten Kindergartenjahr erlebt. «Wir hatten Glück: Die Lehrperson unserer Tochter hat kein grosses Tamtam daraus gemacht. Trotzdem finde ich die Bewertungen nicht gut.» Wenn das Häkchen bei einem oder zwei Sternen stehe, frage man sich als Eltern natürlich schon: «Warum ist das so? Und wie kriegen wir das Häkchen im nächsten Jahr ein Feld weiter nach links?»

Dabei bräuchten diese Kinder einfach Zeit für andere Dinge als Lernen, sagt die Mutter. Die Lernberichte seien hinderlich, weil sie den Fokus auf das Falsche richteten. «Etwas mehr Gelassenheit täte auf dieser Stufe sicher gut.»

Die Lernberichte und Selbsteinschätzungen im Kindergarten und in der Primarschule gibt es erst, sei der Regierungsrat 2012 die Schullaufbahnverordnung anpasste. Seither gibt es auch Noten ab der 5. Klasse; früher geschah das ab der 8. Klasse. Die Politik entschied sich damals für ein leistungsorientiertes Modell – was paradox ist, weil Bildungsreformen wie Lehrplan 21 genau in die gegenteilige Richtung tendieren.

Der neue Lehrplan, der in Basel-Stadt seit 2015 in Kraft ist, arbeitet mit Kompetenzen, also hauptsächlich mit nicht abfragbarem Wissen. Die Kompetenzen sind auf mehrjährige Zyklen ausgelegt, also haben ein Schüler oder eine Schülerin mehrere Schuljahre Zeit, eine bestimmte Kompetenz zu erlernen. So müssen sie zum Beispiel in Deutsch irgendwann zwischen der 3. und 6. Klasse lernen, die Struktur von Sachtexten zu erkennen und Informationen herauszulesen.

«Durch die Lernberichte sehen viele Eltern nicht, was das Kind kann, sondern nur, was es nicht kann.» Gaby Hintermann

Gaby Hintermann von der Kantonalen Schulkonferenz, der Vertretung der Basler Lehrer, sagt: «Lehrpersonen sollen immer mehr auf Individualisierung des Unterrichts achten, da ist es schon ein wenig absurd, immer mehr und immer früher alle über einen Kamm zu scheren und Leistungen zu bewerten.» Schülerinnen und Schüler brauchten auch einfach ein bisschen Zeit, etwas richtig lernen zu dürfen, ohne gleich bewertet zu werden, findet Hintermann.

Sie kritisiert eine «ungewollte Wirkung der Lernberichte» in den ersten Primarstufen und im Kindergarten: «Durch die Lernberichte sehen viele Eltern leider nicht, was das Kind kann, sondern nur, was es nicht kann.» Für Eltern mit Migrationshintergrund sei das Problem noch gravierender, weil in diesen Familien der Druck, ans Gymnasium zu kommen, noch grösser sei, als bei Eltern, die das hiesige Bildungssystem gut kennen. «Diese Eltern wissen häufig nicht, dass ihr Kind auch mit einer Lehre und Berufsmatur später noch studieren kann. Sie haben den Eindruck, nur auf dem direkten Weg ins Gymnasium können es ihre Kinder schaffen.» Für manche beginne so der Druck bereits, wenn die Kinder ihre ersten Lernberichte und Zeugnisse nach Hause bringen. Hier brauche es noch «viel Umdenken», so Hintermann.

Gegen die Lernberichte und Selbsteinschätzungen wächst Widerstand. Die kantonale Schulkonferenz führte diesen Sommer eine Befragung bei Primarlehrpersonen durch. Die Antwort darauf war vernichtend: 86 Prozent gaben an, dass die neuen Vorgaben der Laufbahnverordnung nicht den Lernprozess der Kinder förderten. 75 Prozent der Befragten fanden auch, dass sie die Beurteilung nach Prädikaten – zum Beispiel «hohe Anforderungen erreicht» oder «Grundanforderungen nicht erreicht» – in der 1. und 2. Klasse als «nicht stufengerecht» empfinden.

Die Primarlehrerin, Mirjam Madöry, kennt den Umgang mit den Lernberichten und Prädikaten aus der täglichen Praxis. «Gerade für lernschwache Kinder ist es sehr problematisch, wenn sie laufend mit schlechten Beurteilungen konfrontiert werden.» Sie habe schon oft erlebt, dass ein Kind schwer daran zu kauen hatte. «Ich muss die Kinder nach einer schlecht ausgegangenen Lernkontrolle dann aufpäppeln, sagen, du hast nicht versagt, du hast noch Zeit, das zu lernen.»

Ein Schüler sagt: «Schau Mama: Für dieses Ton-Töpfchen habe ich ‹mittlere Anforderungen erreicht› erhalten.»

Nach jedem Schuljahr macht Madöry im Zeugnis pro Fach bei einem der vier möglichen Prädikate ein Kreuzchen. Die Beurteilungen müssen rekursfähig sein. Das heisst: Madöry muss mindestens drei Lernkontrollen pro Frach durchführen; der Durchschnitt davon ergibt dann den Eintrag im Zeugnis. Drei Lernkontrollen pro Fach: Das ergibt mindestens 18 Tests pro Schuljahr.

So könne es zur absurden Situation kommen, dass ein Kind in Handarbeiten ein Ton-Töpfchen gestaltet und dieses an Ostern zusammen mit einem Prädikat nach Hause bringt: Schau Mama: Dafür habe ich «mittlere Anforderungen erreicht» erhalten. Im Fach Gestalten würden deshalb einige Lehrpersonen davon absehen, jede Zeichnung und jedes Töpfchen zu beurteilen.

Madöry, die den erweiterten Konferenzvorstand der Primarschulen Basel leitet, sagt: «Man kann nicht eine integrative Schule aufbauen und gleichzeitig die Schwachen ständig damit konfrontieren, dass das, was sie leisten, nicht genügt.» Sie findet die permanente Überprüfungs-Kultur unnötig, weil sie Schülerinnen und Schüler sowie Eltern verunsichert und für Lehrpersonen keinen Mehrwert bringt.

Die Primarlehrerinnen und -lehrer am Gotthelf-Schulhaus sahen das ähnlich. In Absprache mit den Eltern entschieden sie vor Kurzem, keine Lernberichte und Zeugnisse in der 1. Klasse auszustellen. Als das Erziehungsdepartement (ED) davon erfuhr, wurden die Lehrpersonen sogleich angewiesen, das Experiment zu beenden. Die Berichte und Zeugnisse sind in der Laufbahnverordnung gesetzlich festgeschrieben.

Das ED will die Verordnung nun unter dem Druck der Lehrerschaft anpassen und hat eine Arbeitsgruppe eingesetzt, die neue Vorschläge vorbereitet. Der Leiter der Basler Volksschulen, Dieter Baur, verwahrt sich aber gegen grundsätzliche Kritik an den Lernberichten und Zeugnissen in der Primarschule. «Die Lernberichte können durchaus auch im Sinne eines Feedbacks verstanden werden», sagt Baur.

«Fragen Sie mal einen Sportler. Dort ist Leistungsdruck fördernd, um ein Maximum aus sich rauszuholen.» Dieter Baur

Der Leistungsdruck steige nicht, bloss weil die Lehrperson Beurteilungen mache. Neben dem formalisierten Bericht gebe es auch ein Gespräch mit den Eltern. Dort könnten etwaige Ängste oder Stress aufgefangen werden, sagt Baur: «Es kommt darauf an, ob die Lehrperson konstruktiv damit umgeht. Ist das der Fall, so bin ich überzeugt, dass die Lernberichte Schülerinnen und Schüler in ihrer Entwicklung fördern.»

Leistungsdruck sei auch nicht grundsätzlich als etwas Negatives zu verstehen, erklärt Baur weiter: «Fragen Sie mal einen Sportler. Dort ist Leistungsdruck fördernd, um ein Maximum aus sich rauszuholen.» Diesen Charakter könne der Druck auch in der Schule erhalten. «Wenn Sie einem Kind keine Herausforderungen stellen, kann es auch nicht daran wachsen. Eine adäquate Förderung, verbunden mit altersgerechtem Leistungsdruck kann durchaus auch als sinnvoll und fördernd für die Schulkinder sein.»

Was den Druck bis auf die unteren Stufen weiter erhöht, ist das neue Schulsystem, das seit 2015 in Kraft ist. Neu werden die Schülerinnen und Schüler nach der 6. Klasse in drei Leistungsniveaus A, E und P eingeteilt. Früher kam die Selektionierung in Weiterbildungs-Schule oder Gymnasium erst nach der 7. Klasse.

Die Kinder sind also ein Jahr jünger, wenn sie mit der Wahl Gymnasium oder Lehre konfrontiert werden. Manche sind sogar zwei Jahre jünger, weil das ED ab 2013 auch den Stichtag für die Einschulung um drei Monate nach hinten verschob.

Der Druck, in die guten Niveaus E und P zu kommen, sei bei Eltern und Schülerschaft enorm, sagt eine Primarlehrerin aus Basel-Stadt, die anonym bleiben will. Im A-Zug landeten auch einige Schülerinnen und Schüler mit Verhaltensproblemen. Die Eltern, die ein lernschwaches Kind haben, wollten um jeden Preis verhindern, dass ihr Kind im A bei den schwierigen Fällen landet. Lehrpersonen und Eltern sprechen bereits von «A wie Abfallkübel».

Diese Selektionierung fördere den Konkurrenzdruck bei Eltern zusätzlich – und damit auch bei den Kindern, sagt die Lehrerin, die seit 30 Jahren unterrichtet. «Letzten Endes ist es der Druck aus der Wirtschaft, der via Erziehungsdepartement an die Lehrerinnen und Lehrer und schliesslich an die Schülerschaft weitergegeben wird.»

Ein Mantra von Politikern und Verbänden lautet: Basler Schülerinnen und Schüler sind schlecht.

Dass der Leistungsdruck in der Gesellschaft wächst, das sei schon in den 1960er-Jahren so gewesen, sagt der ehemalige Leiter der Basler Volksschulen, Pierre Felder. «Damals gab es in der chemischen Industrie noch viele Hilfsarbeiter, die ohne Studium oder Berufsausbildung dort arbeiteten. Diese Jobs sind fast alle verschwunden. Die Bedeutung des Bildungsabschlusses ist heute viel grösser.»

Felder ortet den Druck, der auf Schülerinnen und Schülern lastet, deshalb in erster Linie bei den Eltern, die hohe Erwartungen an ihre Kinder haben. Ausserdem würden Wirtschaftsverbände, Hochschule und Politiker laufend Anstösse geben, damit sich die Schule verändert.

Ein Mantra, das Politiker und Verbände seit Jahren wiederholen, lautet: Basler Schülerinnen und Schüler sind schlecht, sie müssen mehr wissen, gerade in den MINT-Fächern. Mehr Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik – das geht oft zulasten von musischen Fächern, denn die Stundentafeln lassen sich nicht beliebig erweitern.

Dass Lehrpersonen mehr abfragbares Wissen in den Unterricht bringen, hat laut dem Oberstufen-Lehrer Georg Geiger noch weitere Gründe: Basler Schülerinnen und Schüler müssen in der 3., 6., 8. und 9. Klasse standardisierte Leistungstests machen, die dann als Vergleich zu den umliegenden Kantonen Baselland, Aargau und Solothurn herangezogen werden.

Diese Leistungstests sind umstritten. Geiger stellte im Januar an der Gesamt-Schulkonferenz den Antrag, diese Checks abzuschaffen. Die grosse Mehrheit der 2000 Fach- und Lehrpersonen stand hinter ihm. Doch der frisch ins Amt gewählte Erziehungsdirektor Conradin Cramer ist der Ansicht, die Checks könnten nicht ohne Weiteres abgeschafft werden, weil Verträge mit den anderen Kantonen und dem Institut für Bildungsevaluation der Universität Zürich bestehen würden, das die Tests entwickelt hat und auswertet. So steht es in Cramers Antwort auf den Antrag der Schulkonferenz.

Die Checks sind für das Zürcher Forschungsinstitut ein Millionengeschäft. Die vier Kantone zahlten seit 2012 bis heute 11,5 Millionen Franken für den Aufbau und Betrieb der Datenbank. Basel-Stadt steuerte 1,6 Millionen bei. Jedes weitere Jahr kostet den Kanton 290’000 Franken.

Der Vertrag mit dem Institut läuft aktuell noch bis 2019; und Basel-Stadt kommt nicht so einfach aus dem Vertrag raus. Denn die anderen Kantone müssten im Falle eines Ausscheidens den Kostenanteil von Basel-Stadt übernehmen – dazu wären sie wohl nicht bereit.

«Das Kind ist doch keine Knetmasse» – Remo Largo zum Basler Schulsystem

Statt die Checks abzuschaffen, wie es die Lehrpersonen wollten, wurde die standardisierte Befragung in den letzten Jahren weiter ausgebaut. Neu wird bei den Tests auch der Hintergrund der Eltern erfasst, um besser evaluieren zu können, warum ein Schüler oder eine Schülerin vielleicht ganz schlecht oder besonders gut abschnitt.

Für Geiger sind die Checks «hochproblematisch, weil sie eine bestimmte Art von Fragestellung fördern» – eine, die auf abfragbares Wissen gerichtet sei. Er befürchtet, dass es in 15 bis 20 Jahren statt der Zeugnisse nur noch solche Checks gebe. Dabei würden die Checks für die Lehrpersonen überhaupt keinen Mehrwert bringen – «diese wissen ganz genau, wie die Tests herauskommen, weil sie die Schülerinnen und Schüler tagtäglich begleiten und deshalb sehr gut kennen».

Was Geiger im normalen Unterricht beobachtet, ist eine gegenläufige Tendenz: «Einerseits gibt es die Forderung nach selbstorganisiertem und kompetenzorientiertem Lernen. Andererseits unterrichten Lehrpersonen vermehrt wieder nach alter Schule: mit Auswendiglernen und verschärftem Konkurrenzdruck.»

Die neue Härte im Unterricht rühre daher, dass die Lehrerinnen und Lehrer ihre Schülerschaft auf die Härte des späteren Lebens vorbereiten wollten, meint Geiger: «Niemand weiss, welche Jobs es für die heutigen Schülerinnen und Schüler noch geben wird. Bei vielen Lehrpersonen löst das eine grosse Verunsicherung aus.» Und manche reagierten darauf, indem sie «Unterricht wie früher» machen würden.

«Das Schweigen ist schon so gross, ich bin überrascht, wie viel von Eltern hingenommen wird.» Schulmutter

Die Mutter von Kerstin, die diese Art Unterricht zu spüren kriegt, sagt nach dem Treffen mit der TagesWoche, sie wolle nun doch nicht, dass über ihre Tochter geschrieben werde. Zu gross ist die Angst, dass Kerstin in der Schule noch mehr leiden muss, wenn rauskommt, dass die Mutter mit einem Journalisten sprach.

Also nehmen wir Details aus dem Artikel, die auf Kerstin zurückfallen könnten. Danach akzeptiert die Mutter die Erwähnung ihrer Tochter. Per E-Mail schreibt sie: «Ich finde es wichtig und gut, dass über dieses Thema geschrieben wird. Das Schweigen ist schon so gross, ich bin immer wieder überrascht, wie viel von Eltern einfach hingenommen wird.»

* Name geändert.

Dossier Kinder unter Druck

Schon Kindergärtler werden in Basel-Stadt auf Leistung getrimmt. Die heutige Schule stresst Kinder, Eltern und Lehrer.

Alles zum Thema (9)

Konversation

  1. ES GEHT UM WERTE
    12 Grundwerte und meine moralische Akzentuierung
    1. DAS LEBEN
    insbesondere die Fähigkeit, das eigene Leben zu leben und fremdes Leben zu erhalten, zu schützen, zu bewahren, Lebendigem und seinem Wachstum ehrfurchtsvoll zu begegnen.
    2. DIE FREIHEIT
    die Autonomie, insbesondere die Fähigkeit, sich innerhalb bedingender innerer und äusserer Grenzen entscheiden zu können, und der Glauben, dass die Erweiterung der Grenzen möglich ist.
    3. DIE SEELENRUHE
    insbesondere die Fähigkeit, mit Gefühlen umgehen zu können, Gefühlen der Angst, der Scham, der Schuld nicht ausgeliefert zu sein.
    4. DIE SOLIDARITÄT
    die Gemeinsamkeit, insbesondere die Fähigkeit, gemeinsam Probleme zu lösen, synergetisch zu handeln, gemeinsam statt einsam zu sein.
    5. DIE BILDUNG
    das Wissen, insbesondere die Fähigkeit, ein Leben lang ganzheitlich zu lernen, zu denken und zu fühlen, wahrzunehmen und der Intuition zu vertrauen.
    6. DER FRIEDEN
    insbesondere die Fähigkeit, Konflikte gewaltfrei zu lösen, was auch heisst, dass es keine Verlierer, nur Gewinner geben kann, dass Nachgeben so wichtig wie Beharren sein kann und dass niemand sein Gesicht zu verlieren braucht.
    7. DIE GERECHTIGKEIT
    insbesondere die Fähigkeit, die Perspektive zu wechseln, sich selber nicht mehr als Beherrscher einer dem Menschen ‚gegenüberstehenden Natur, sondern als Teil eines grösseren Lebenszusammenhanges zu sehen, der beide umgreift‘.
    8. DIE WAHRHEIT
    insbesondere die Fähigkeit des Menschen, wahrhaftig zu sein, ‚das Selbst zu sein, das man in Wahrheit ist‘.
    9. DIE GESUNDHEIT
    insbesondere die Fähigkeit, sich angemessen und sebstverantwortlich zu ernähren und zu bewegen, den eigenen Tagesablauf dem Takt des Lebens anzupassen, zur Besinnung zu kommen und bei Besinnung zu bleiben.
    10. DIE EHRE
    insbesondere die Fähigkeit, vor sich selbst zu bestehen, sich selbst zu achten, gegenüber den eigenen Fähigkeiten bescheiden und gegenüber den eigenen Schwächen nachsichtig zu sein.
    11. DIE SCHÖNHEIT
    insbesondere die Fähigkeit, Harmonien und Dissonanzen sowohl zu erzeugen als auch auszuhalten, dabei das menschliche Mass zu finden, das immer unvollkommen sein wird und ertragbar sein muss.
    12. DIE LIEBE
    insbesondere die Fähigkeit, das Leben der andern zu fördern, ohne sich dabei aufzugeben, zu vergessen.

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  2. PARADIGMAWECHSEL – SCHULEN – BEURTEILUNG
    Wir stehen ja mitten in einem epochalen PARADIGMAWECHSEL, ausgelöst durch Internet, Digitalisierung und neue Medien, der für sehr viele Menschen greifbar macht, dass der MARKT, die alte Lösung, an sich ungerecht, unsozial und unökologisch ist. Es könnte ja sein, dass diese Binsenwahrheit dazu führen kann, dass die Zeit der ausschliesslichen Marktorientierung zu Ende geht, weil sich das MENSCHENBILD ändert. Der Grundstein dafür ist die LERNMOTIVATION, sie sagt mehr aus über das Verhalten der Menschen, als das Verhalten selbst.
    Es könnte ja sein, dass es in absehbarer Zukunft um eine Wirtschaft gehen wird, die mehr mit unsern Bedürfnissen zu tun hat und sich mehr der LEBENSQUALITÄT zuwendet als nur der Anhäufung von Luxus und dem endlosen Kauf von mehrheitlich nutzlosen Dingen.
    Mir scheint, dass die Gelegenheit noch nie so günstig war, wie gerade jetzt, weil auch die FLUCHT INS NATIONALE als scheinbare Lösung nichts bringen wird, höchstens die Repetition altbekannter Torheiten. Und das will wohl niemand ernsthaft, weder in Europa, noch in Amerika, noch in Japan, noch in China.
    Deshalb könnte auch sein, dass die sogenannte KOMPETENZORIENTIERUNG in unseren Schulen, die ja fast ausschliesslich die Marktorientierung alter Ordnung im Blickfeld hat, in dem jetzt im Kanton Basel-Stadt geforderten Ausmass ein ganz grosser Irrtum ist. Was sollen denn junge Menschen mit ihrem Leben anfangen, wenn ein Schulsystem sie zu gefügigen und ausschliesslich an Testergebnissen orientierten Menschen abrichtet, die derart zu entscheidungslosen Rädchen im grossen Getriebe verkommen.
    Es könnte ja sein, dass gerade jetzt ein Schulsystem dazu beitragen sollte, den jungen Menschen zu ermöglichen, SICH SELBER AUF DIE SCHLICHE ZU KOMMEN. Das wäre allerdings eine andere Pädagogik als die aktuelle Testerei.

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  3. Ich bin mit einigem im Artikel einverstanden, anderes kommt zu kurz. Ich habe jetzt schon einige Jahre die Primarschule als Schulrat begleitet. Was der Artikel nicht sagt ist das auch der Leistungsdruck der Eltern auf die Kinder und der Druck der Eltern auf die Schule zunimmt.
    Ich habe schon viele Eltern kennengelernt die ohne Bewertungen in der Schule auch nicht zufrieden sind. Viele wollen Zeugnisse da die Karriereplanung kann ja nicht früh genug anfangen kann… Das Kind „will“ ja unbedingt ins Gymnasium und die Matur machen.

    Es ist verrückt wie viele Kinder im Kindergarten schon lesen, schreiben und rechnen können, ob die Kinder ohne Zutun der Eltern alles schon lernen, Naja ich weiss es nicht. Das ist auch nicht optimal wenn die Kinder in die Primarschule wechseln, die Wissensschere geht dann extrem auseinander, auch dass ist nicht einfach für die Lehrer und die Mitschüler.

    Das Thema Hausaufgaben ob und wie viel da gehen die Meinungen der Lehrer auseinander. Eine inoffizielle Umfrage bei den Lehrern durch uns Schulräte hat hier gezeigt, dass jeder Lehrer seine eigene Meinung hat.

    Der Mutter von „Kerstin“ kann ich nur raten das Gespräch mit der Lehrerin zu suchen und wenn das Gespräch nichts bringt mit der Schulleitung. So viel Hausaufgaben sind mit 9 Jahren einfach zu viel.

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  4. Die Aufgabe der Schule ist auch, die natürliche Entwicklung der Kinder zu fördern. Das geht nicht mit Druck, sondern mit guten Bedingungen.
    Der Vergleich mit erwachsenen Leistungssportlern, die das selber wählen, hinkt gewaltig.

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  5. Unsere jüngere Tochter geht in die zweite Primarschulklasse und hat diese Woche ihre Prüfung über Magnetismus (kein Scherz!) nach Hause gebracht. Sie hat immer „Nordpol“, „Südpol, „Norden“ und „Süden“ mit „t“ statt mit „d“ geschrieben, und deshalb etwa einen Viertel ihrer erreichten Punkte abgezogen bekommen. Also für jedes einzelne „t“ einen Punkt Abzug. So hat sie nur ein „Grundanforderungen erreicht“ zurückbekommen. Sie war tendentiell demotiviert.

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  6. Lassen wir nochmals diese Aussage von Dieter Baur, der die Basler Volksschulen leitet, auf uns wirken: «Fragen Sie mal einen Sportler. Dort ist Leistungsdruck fördernd, um ein Maximum aus sich rauszuholen.» Wie kann es sein, dass jemand mit relevanter Verantwortung auf schulischem Gebiet so irregeleitet zu argumentieren versucht? Wie kann man sich dahin versteigen, die Primarschule mit einem Sport oder gar Leistungssport zu vergleichen. Was hat ein grundhafter Bildungsauftrag, der zunächst mit einer Alphabetisierung beginnt, mit der Arbeit eines Trainers zu tun, der üblicherweise genau eine bestimmte Sportart im Blick hat, und der, wenn er gut ist, zudem längst begriffen hat, dass blosse Konkurrenz und geschürte Aengste allenfalls punktuelle „Erfolge“ zeitigen werden, stattdessen aber Kooperation innerhalb der Trainingsgruppe und gemeinsame Freude an den Fortschritten des Einzelnen viel stärkeres und dauerhafteres Engagement erzielen kann? Hallo Herr Baur, wir sind nicht beim Erbsenzählen für irgendwelche Medaillenspiegel, und es gibt nicht „das Maximum“, das jemand in der Schule herausholen könnte, sondern wir erwarte, dass die Primarschule dabei mithilft, dass die inhärente Neugier der Kinder nicht abgelöscht wird. Wenn den Sinn ihres Lernens den Kindern zu sehen nicht verwehrt wird, dann werden sich alle interessieren und zudem die unschlüssigen einfach mitnehmen. Und übrigens, Schulnoten sind per se Ordinalzahlen, damit wild herumzurechnen und arithmetische Mittelwerte zu errechnen, ist unzulässig. Dass derlei gemeinhin selbstverständlich geworden ist, macht es nicht besser.

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  7. Herr Schick, Ihre Aussage stimmt ebenso wie die meisten anderen.
    Es geht nicht nur um Leistung, sondern um deren Messung und Kontrolle. Um eine Scheingerechtigkeit herzustellen, müssen alle dieselben Checks absolvieren, muss jede Note nachprüfbar sein. Grundsätzlich leisten Lernende gerne, und sie lernen gerne.
    Dass alle im selben Moment das Gleiche lernen sollen, finden nicht nur Schülerinnen und Schüler unsinnig; dafür ein grosser Teil unserer Politiker und Politikerinnen und ein rechter Teil unserer Gesellschaft. Ändert dies nicht, wird der „Leistungs-„Stress zunehmen.
    Mit mehr Mut zu Freiräumen macht unsere Schule den Lernenden wieder mehr Freude. Und ihre Kompetenzen werden nicht kleiner. Allerdings möchte ich dann Störenden und Leistungsverweigernden entsprechend begegnen können und nicht befürchten müssen, dass meine Massnahmen zuerst von allen Seiten besprochen und akzeptiert werden müssen.
    Und es muss möglich sein, Unterricht in einer Form zu beurteilen, die nicht sofort messbar sowie kontrollierbar , aber nachhaltig ist.
    Das kostet aber nicht nur Zeit und Energie, sondern auch Geld.

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  8. Der Umbau der Basler Schulen in eine staatliche Dressur-Anstalt haben wir Dr. Christoph Eymann und seinem damaligen Ressortleiter Hans Georg Signer zu verdanken. Die Meinungen der Lehrkräfte wurden bei den sog. Reformen regelmässig ignoriert. Kritiker wurden als „gefährliche“ Personen diffamiert und über den Amtsarzt ausgemustert. Institutionen, wie Kleinklassen, die den Druck auf die Kinder abschwächten, wurden statt ausgebaut, abgeschafft. Es ist interessant zu hören, dass ein Zürcher Institut mit seinen fragwürdigen Tests Millionen verdient. Offensichtlich geht es in der neuen Schule nur darum, junge Menschen für die Ansprüche der Wirtschaft zurechtzubiegen. Dass dabei kindlichen Seelen zerstört werden, scheint die Verantwortlichen nicht zu interessieren. Das intransparente Zusammenspiel zwischen Wirtschaft und Staat nennt man Faschismus. Im Bildungsfaschismus werden junge Menschen nicht mehr gefördert, sondern zum willigen Arbeitssklaven abgerichtet. Die Verantwortlichen für diese Misere sind heute in Pension oder politisieren auf nationaler Ebene weiter. Die Kinder und die Lehrkräfte dürfen das auslöffeln, was ihnen linke Bildungsfunktionäre aus dem Elfenbeinturm eingebrockt haben. Traurig!

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  9. Während wir fast unsere gesamte Kindheit in Schulzimmern verbringen, lernen wir nicht nur Inhalte wie Mathe, Deutsch, Bio etc.
    Die Form, wie diese Inhalte vermittelt werden, ist mindestens so prägend für unsere soziale wie fachliche Entwicklung. Dass unsere Gesellschaft dabei auf Jahrhunderte alte Strukturen zurückgreift, ist kein Zufall. Diese preussische Dressur formt uns zu ängstlichen, unterwürfigen Konsumenten. Und diese Dressur wird von Entscheidungstreffern bewusst entschieden.
    Querdenker aber verändern die Welt. Ich hoffe, dass in der Pädagogik bald auch Solche auf den Plan treten. Es ist in einer Welt, in der sich mittlerweile ALLES so schnell verändert, von höchster Priorität.

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  10. Die Lehrpläne sind komplett überladen. Ein guter Lehrer kann unter optimalen Bedingungen vielleicht die Hälfte des Stoffumfangs vermitteln. Also wird die Unterrichtsarbeit einfach auf die Eltern abgeschoben die abends und an Wochenenden mit den Kindern büffeln müssen.
    Auswendiglernen ist übrigens gar nicht so schlecht.
    Leider wurde das Einmaleins aus dem Lehrplan verbannt. Dafür sollen die Kinder jetzt die Kompetenz erwerben das Produkt von 5 und 7 bei Bedarf herzuleiten, was alle darauf aufbauenden Rechenmethoden entsprechend verlangsamt.

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  11. Sehr einseitig dieser Bericht. Die Rolle der Eltern und ihrer Anwälte kann bei diesem Thema nicht einfach ausgeblendet werden. Gibt es kaum papierige Belege, oder erst z.B. ab der vierten Klasse, die stringent aufzeigen, warum das Kind nicht ins ProGym kommt, dann ist es dann genau der Eltern-Typ wie von Kerstin, der mit dem Anwalt auf der Matte steht und ihr Kind ins ProGym zwängt. Menschen mit Kapital sind heute nicht mehr bereit zu akzeptieren, dass man etwas nicht kaufen könnte…

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    1. Mit dieser Argumentation sagen Sie: Man braucht Noten ab der ersten Klasse, damit die Kinder (und ihre Eltern) frühzeitig begreifen, dass ihre Leistungen nicht genügen für eine weiterführende Bildung. D.h. man muss der Mehrheit der Kinder frühzeitig schlechte Noten um die Ohren schlagen, damit sie lernen, keine weiteren Ansprüche zu haben. Toll!

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  12. Ach was, dieses System hat doch auch seine Vorteile: Wer mit 9 Jahren bereits am Druck der Leistungsüberprüfungen zerbricht, weiss bereits, was ihr/ihm in ein paar Jahren im rauen Alltag der Privatwirtschaft erwarten wird.

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  13. Die Zeiten, als die Kinder arbeiten mussten wie die Grossen, haben wir abgeschafft.
    Heute wird Wissen in noch zu kleine Kinder hineingequetscht, als wenn sie schon erwachsen wären.
    Heinrich Pestalozzi war ein sehr weiser Mann. Er sagte: „Kinder brauchen eine ganzheitliche Ausbildung. Sie müssen gleichermassen in Kopf, Herz und Hand ausgebildet werden.“

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    1. Mittlerweile ist beinahe alles in unserem Leben «Arbeit». Aber allein die Arbeit muss uns «Berufung» sein.

      Also leben wir in einem Kloster und arbeiten in einem Stift.

      Und wenn wir selbst freiwillig so altväterlich handeln, warum solletn das «die lieben Kleinen» nicht auch müssen?

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  14. Wird sich in zehn Jahren die Arbeit in der Schweiz noch rentieren? Schon heute wird hier im Lande ja mehr Geld mit Geld, denn mit Arbeit gemacht. Die Finanzwirtschaft, das gehätschelte goldene Kalb der Schweiz ruiniert die Arbeitsschweiz, ach auch die Wohnschweiz, steigen doch auch die Mieten weiter. Die Firmen werden sich angesichts höherer Bodenpreise und hoher Lebenskostn wohl weiterhin zunehmend ins Ausland verkrümeln.
    Also, könnte es sinnvoll sein, den Kindern nicht Arbeit, sondern Spekulieren, so nach Modell Grossbanken beizubringen. (…oder „Chillen“!)

    Ach, «Wenn Sie einem Kind keine Herausforderungen stellen, kann es auch nicht daran wachsen….“ unterschlägt völlig, dass Kinder von sich aus neugierig sind. Es scheint aber so, dass die Schule ihnen die sehr erfolgreich austreiben könnte, umd danach programmierte Hasen-Arbeiter zu haben. Das ist aber eigentlich Misshandlung der Kinder.

    Vielleicht sollte man den Kindern zuerst beibringen, dass sie unter dem Körper zwei Beine haben, mit denen man auch woanders hingehen kann, wenn es am hiesigen Ort zu ungemütlich wird.

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    1. Ich bin für ‚Chillen‘. Es entspricht der Bedeutung des altgriechischen Grundwortes von Schule ’scholé, nämlich ‚Musse‘ – die Musse, die man braucht, um sich den wirklich wichtigen Dingen des Lebens zu widmen: den schönen Künsten, der Philosophie, der Bewegung oder ganz einfach dem, was einem Freude bereitet.

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  15. Ich vermute, dass viele Eltern die Schule unterschiedlich wahrnehmen, je nachdem, woher man kommt. Ich selber wünschte mir die Disziplin aus den 80er und 90er Jahren zurück, wo im Schulraum genügend Ruhe war, damit sich alle konzentrieren konnten und wo es v.a. darum ging, Deutsch und Mathemarik zu lernen (in der Primar). Heute wird alles etwas abgespaced überfrachtet und verzettelt. Und zwar von oben, nicht bei den Lehrerinnen. Etwas zu wissenschaftlich und zuwenig praktisch. Aber eben, jeder sieht es anders.

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  16. Auf welche Zukunft glaubt man die Kinder mit diesem wahnwitzigen, System vorzubereiten? – Wie sagt doch Heraklit: „Lehren heisst nicht, einen leeren Kessel zu füllen, sondern ein Feuer zu entfachen.“ Leistungsdruck wirkt dabei in etwa wie eine Löschdecke.

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