Das Schwingfest kommt definitiv ins Baselbiet

Pratteln wurde als Austragungsort für das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest 2022 am Sonntag offiziell abgenickt. Damit darf das Baselbiet zum ersten Mal rund 300’000 Schwingfans empfangen. 

Der Baselbieter Regierungsrat Thomas Weber freute sich am Sonntag über das Scheinwerferlicht für seine Region.

Jetzt ist das Kind also geboren: In Aesch wollten die Landwirte und Naturschützer keine Schwinger. Das Joggeli galt nur kurze Zeit als mögliche Alternative. Jetzt hat die Abgeordnetenversammlung des Eidgenössischen Schwingerverbands am Sonntag in Hochdorf LU entschieden: Das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest wird im August 2022 in Pratteln stattfinden.

Das ist zwar wenig überraschend, war Pratteln doch der einzige Bewerber. Dennoch schüttete man in Hochdorf ein ganzes Füllhorn von Baselbieter Kulturgut über den Abgeordneten aus: Jodler, Tambouren, Fahnenträger und natürlich Jungschwinger zeigten gelebte Tradition. Es ist ja auch ein geschichtsträchtiger Moment, denn zum ersten Mal werden die Bösen im Baselbiet in den Sägemehlring steigen. Und das vor rund 300’000 Besuchern.

Volkswirtschaftsdirektor Thomas Weber freute sich am Sonntag über das Scheinwerferlicht für seinen Kanton: Nun könne man der Schweiz zeigen, was für ein «höchst attraktiver Wirtschafts-, Bildungs-, Kultur-, Freizeit- und Landschaftsraum» das Baselbiet sei. Bevor es so weit ist, darf sich beim Eidgenössischen 2019 erst mal der Kanton Zug im besten Licht präsentieren.

Konversation

  1. Das wird bestimmt ein Super Schwingfest werden! Die restliche Schweiz wird begeistert sein.
    Bis dann wird Baselland seine Finanzen wieder im Lot haben und all die ewigen Nörgler werden verstummen.
    Freude Herrscht!

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  2. »Volkswirtschaftsdirektor Thomas Weber freute sich am Sonntag über das Scheinwerferlicht für seinen Kanton: Nun könne man der Schweiz zeigen, was für ein «höchst attraktiver Wirtschafts-, Bildungs-, Kultur-, Freizeit- und Landschaftsraum» das Baselbiet sei.«

    Da bin ich als Citoyen aber gespannt, was RR Weber den SchweizerInnen zeigen will. Wir freuen uns auf Überraschungen aller Art. Vielleicht muss Weber gelegentlich mit RR Gschwind über den schleichenden Kulturabbau im eigenen Kanton reden. Wenn die Sparmassnahmen im Baselbiet weitergeführt werden, dürfte sich die Show bis 2022 auf eine homöopathische Baselbieter Restkultur abstützen, oder man lädt Basel-Stadt als Gastkanton ein, um mit dem Basler Ballett zu brillieren. Alleine mit Sarah Jane, der indischen Sängerin aus dem Oberbaselbiet, wird der Anlass nicht zu bestreiten sein. Gut, bei der Wirtschaftsförderung wird man bei den »Bösen Buben« und ihrer 300’000köpfigen Fangemeinde mit der neuen Coop Schoggihüsli-Kultur auf dem Salina Raurica-Areal in Pratteln und dem Verteilen von Schoggihärzli sicher punkten. Die Mineralquelle Eptingen wird das nötige Blöteliwasser zum Runterspülen liefern. Damit dürfte der innovativste Baselbieter Wirtschaftsbeitrag vermutlich abgearbeitet sein. Bei der Bildung verschafft man der »Starken Schule« einen Kurzauftritt, um der Schweiz zu zeigen, wie man effizient den Bildungsrückgang einlegt. Ein paar Höhenfeuer werden die Schwinger- und Ländlerfreaks stimmungsmässig beflügeln und ihnen die Augen für einen der innovativsten Kantone im Lande öffnen. Wir freuen uns die Restschweiz endlich glücklich machen zu können…

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