Hazel Brugger erhält den Salzburger Stier

Sie ist Slam Poetin, Kolumnistin, Kabarettistin. Und dabei mit «viel schwarzem Humor und messerscharfem Verstand gesegnet», wie die Jury des Salzburger Stiers anerkennend festhält. Deshalb wird Hazel Brugger 2017 mit dem Kabarettpreis ausgezeichnet.

Sammelt Preise: Hazel Brugger wurde bereits zur «Kolumnistin des Jahres» sowie zur Kleinkunst-Preisträgerin gewählt. Nun erhält sie den Salzburger Stier 2017. (Archivbild) (Bild: sda)

Sie ist Slam Poetin, Kolumnistin, Kabarettistin. Und dabei mit «viel schwarzem Humor und messerscharfem Verstand gesegnet», wie die Jury des Salzburger Stiers anerkennend festhält. Deshalb wird Hazel Brugger 2017 mit dem Kabarettpreis ausgezeichnet. Wir erinnern bei dieser Gelegenheit gerne an ihre Gastauftritte in der TagesWoche.

Sie ist erst 22 Jahre jung, was man angesichts ihres Palmarès aber kaum glauben mag: Was hat Hazel Brugger, amerikanisch-schweizerische Doppelbürgerin, nicht schon erreicht!

Mit 19 wurde sie Poetry-Slam-Schweizermeisterin, drei Jahre später feiert sie mit ihrem Soloprogramm «Hazel Brugger passiert» Bühnenerfolge (ihre Auftritte im Basler Teufelhof waren allesamt ausverkauft), wird von Jan Böhmermann in die Sendung eingeladen und von der «Heute Show» als satirische Aussenreporterin eingesetzt. 

Für ihre humorvollen Gedankengänge und Performances wurde sie in diesem Jahr bereits mit dem deutschen Kleinstkunstpreis ausgezeichnet, nun folgt 2017 also auch der mit 6000 Euro dotierte Salzburger Stier

Dieser Kleinkunst- und Kabarettpreis wird von den öffentlich-rechtlichen Radiostationen Deutschlands, Österreichs und der Schweiz vergeben – was keineswegs abschätzig gemeint ist: Auch Stiller Has, Emil Steinberger oder Manuel Stahlberger haben den Preis schon erhalten. Und, 2006, auch Gabriel Vetter, im gleichen jungen Alter.

Dieser bleibt jüngster Preisträger, allein schon aus Gendergründen. Und Vetter, der seine Karriere als Satiriker ebenfalls als Slammer begann, wird passenderweise die grosse Verleihung, im Mai 2017 in Schaffhausen, moderieren.

Über den Preissegen freuen kann sich Hazel Brugger schon heute. Und wie sie das tut, lässt sich anhand ihres Twitter-Feeds erahnen:  

Wie das ist, wenn man mit seinem Humor abräumt, hat sie schon vor drei Jahren reflektiert. Nach ihrem Gewinn der Poetry-Slam-Meisterschaften baten wir sie, sich selber zu interviewen. Hazel Brugger fühlt Hazel Brugger knallhart auf den Zahn:

Sie merken es: Wir freuen uns mit, über den Preissegen. Und ja, der TagesWoche-Leserschaft Hazel Brugger vorstellen, ist wie Nüsse an die Extasia tragen.

Hat Hazel Brugger doch in unserem Auftrag die ersten rasenden Einsätze als Aussenreporterin unternommen (2013, im Rahmen der Art Basel) und damit ebenso bravourös und eigensinnig unterhalten wie mit ihrem Antiventskalender, als sie die Menschheit 2014 aus dem Januarloch riss. 

Zuletzt schrieb sie für uns eine Liebeserklärung an «ein ehrliches Arschloch: Bojack Horseman».

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Alle TagesWoche-Beiträge von Hazel Brugger finden Sie hier.

Konversation

  1. Schade, dass Kommentatorenweitig solche Good News nur sehr wenig Anklang finden. Traurig auch.

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  2. Etwas vom Besten was uch in den letzten Jahren hören durfte.
    Ich warte sehnsüchtig auf einen Auftritt im Feauteuil.

    Ich hoffe ich habe es noch nicht verpasst.

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  3. Sie ist einfach krass, und hat den Preis verdient. Mich interessiert aber, wie sie in 20 Jahren drauf ist, und was ihr dann einfällt!

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  4. Mehr als verdient. Wer in „Der Anstalt“ auftreten darf, der hat es definitiv geschafft. Bravo!

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