In diesen Bars lassen sich laue Abende bis in die Nacht verlängern

Wir haben unsere Liste mit Empfehlungen für lange Sommernächte aufgefrischt. An diesen Theken lässt es sich prima trinken, plaudern und flirten.

(Bild: Stefan Bohrer)

Vom Restaurant geht es weiter in die Bars. Unsere Empfehlungen für lange Sommernächte: An diesen Theken lässt es sich prima trinken, plaudern und flirten.

Nur selten kann man am selben Ort gut essen und gut trinken. Deshalb stellt sich nach einem feinen Abendessen in einer feinen Gartenbeiz meist die Frage: «Wohin nun, kennt jemand eine nette Bar?»

Mit Bars kennen wir uns aus, natürlich freuen wir uns dennoch über weitere Tipps (bitte als Kommentar unter dem Artikel oder per Mail an community@tageswoche.ch). Unsere Liste mit den besten Theken der Stadt:

Für Altstadt-Emigranten

Die Bollwerk-Buvette ist eine grüne Oase, wo einem die Innenstadt sonst zu ungemütlich wird. Das lauschige Plätzchen auf dem Bollwerk bietet eine entspannte Perspektive auf das lärmige Heuwaage-Viadukt. Wenn es das liebe Wetter will, wird die ganze Szene mit einer vollen Ladung Abendsonne vergoldet.




Was ist besonders zu empfehlen: Die Empanadas an der einzigen Buvette im Grossbasel schmecken. Bierliebhaber können sich auf die grösste regionale Bierauswahl freuen, acht Kleinbrauereien beliefern die Buvette.

Öffnungszeiten: Bei Schönwetter von 11.30 bis 23 Uhr.

Wer sollte hingehen: Altstadt-Romantiker.

Und wo finde ich diesen Traumort: Bollwerk an der Wallstrasse, 4053 Basel.

Für urbane Bähnler:

Die Bar «Il giardino urbano» ist erst seit wenigen Wochen eröffnet. Das Lokal ist der Nachfolger von «Hinter dem Bahnhof geht die Sonne unter». Neuer Name, gleiche Szenerie: Industriecharme, Sonnenuntergänge und nt-Flair. Ab Mitte August soll es zudem frische Pizze geben.




(Bild: Stefan Bohrer)

Was ist besonders zu empfehlen: Bis die frische Pizza serviert wird, gibts ein Dinkelbier aus dem Baselbiet zu probieren.

Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 14 bis 24 Uhr, Samstag und Sonntag 14 bis 02 Uhr (ausser Regentage).

Wer sollte hingehen: Leute, die den Sonnenuntergang noch mehr schätzen, wenn ein Fernwärmekamin ins Bild ragt.

Und wo finde ich diesen Traumort? Vogesenplatz 1, 4056 Basel. 

Für Landratten mit Fernweh:

Marina Basel, die berlinerischste aller Basler Buvetten: Alternativer Industriecharme trifft auf Urban Gardening, eine schöne Kulisse für den prächtigen Sonnenuntergang am Rhein.




(Bild: Stefan Bohrer)

Was ist besonders zu empfehlen: Aperol Spritz in der Abendsonne, fantastico. Wenn es dunkel ist und man in die Verlängerung gehen will, empfiehlt sich Wodka Mate.

Öffnungszeiten: Wetterabhängig, man informiert sich am besten über Facebook.

Wer sollte hingehen: Industrieromantiker und nt/Vermisser.

Und wo finde ich diesen Traumort? Uferstrasse 100, Basel. 

Für Dachterrassen-Originale:

Die Dachterrasse im Hinterhof. Sitzgelegenheiten laden inmitten vieler grüner Pflanzen zum Liegen ein, Grilliertes von regionalen Metzgern zum Schlemmen. Obendrauf gibts Sonnenuntergangs-Watching mit Bahnhofsromantik.




(Bild: Stefan Erhalder)

Was ist besonders zu empfehlen: Sandwiches mit grilliertem Entrecôte und argentinischer Rotwein und Cocktails.

Öffnungszeiten: Montag bis Samstag ab 16 Uhr, Sonntag  ab 14 Uhr.

Wer sollte hingehen: Gundeli-Gauchos.

Und wo finde ich diesen Traumort? Münchensteinerstrasse 81, 4052 Basel. 

Für weltmännische Architekturpraktikanten:

Die Cargo-Bar ist längst kein Geheimtipp mehr. Dort wird inzwischen so viel englisch gesprochen, dass man die Cargo getrost als «Bar mit internationalem Publikum» bezeichnen kann. Ob auf der Strasse davor oder direkt am Wasser, die Drinks und Cocktails schmecken dort besonders gut.




(Bild: Stefan Bohrer)

Was ist besonders zu empfehlen: Die Barkeeper präsentieren wöchentlich einen neuen Cocktail, den «Drink der Woche». Immer für eine Überraschung gut.

Öffnungszeiten: Sonntag bis Donnerstag, 16 bis 1 Uhr; Freitag und Samstag 16 bis 2.30 Uhr.

Wer sollte hingehen: englischsprachige Cocktailkenner mit Flair für Architektur.

Und wo finde ich diesen Traumort? St. Johanns-Rheinweg 41, 4056 Basel, +41 61 321 00 72. 

Für Südsee-Schönheiten und Voodoo-Priester:

Mitten im Klybeck eröffnet sich im Garten hinter dem Platanenhof eine Südseewelt, komplett mit Surferdeko, Bambusrohren und Discokugel. Die Tiki-Bar verbreitet seit vielen Jahren Inselgefühle im Quartier.




(Bild: Stefan Bohrer)

Was ist besonders zu empfehlen: Auf dieser Getränkekarte geht es fruchtig-exotisch zu und her. Eine «Cactus Colada» gefällig? Oder lieber den «Stoned Again»? Auch der «Tropical Prosecco» macht im Glase eine gute Falle. (Und nicht zu vergessen: «Atomic Bikini»)

Öffnungszeiten: Donnerstags von 21 bis 1 Uhr, Freitags von 21 bis 2 Uhr.

Wer sollte hingehen: Für Hobby-Insulaner, die sich den Jetlag ersparen wollen.

Und wo finde ich diesen Traumort? Klybeckstrasse 241, 4057 Basel, 077 428 20 90. 

Für schadenfreudige Rheinschwimmer:

Die Dreirosen-Buvette ist die perfekte Anlaufstelle für alle, die frisch dem Rhein entstiegen sind. Extra angebrachte Leitern sorgen für einen bequemen Ausstieg, Duschen gibt es ebenfalls, das Erfrischungsgetränk wird in richtigen Gläsern ausgehändigt. Mit diesem postiert man sich an einem der Holztischchen oder am verbreiterten Rheinbord und schaut jenen Schwimmern zu, die die Leitern nicht kennen, wenn sie sich die glitschige Schräge heraufkämpfen – extrem hoher Slapstick-Faktor! Weiteres Plus für Santihanslemer: Die Buvette liegt direkt bei der Ueli-Fähre, die einen auch spätnachts noch rüberschifft.




(Bild: Stefan Bohrer)

Was ist besonders zu empfehlen: Nach dem anstrengenden Rheinschwumm füllt man seinen Elektrolytenspeicher am besten mit den Antipasti-Häppchen auf.

Öffnungszeiten: Die ganze Woche von 11 bis 23 Uhr.

Wer sollte hingehen: Rheinschwimmer, die gerade noch vor dem Hafen die Kurve gekriegt haben.

Und wo finde ich diesen Traumort? Unterer Rheinweg 160, 4057 Basel, 079 202 68 56. 

Für Ferienhungrige:

Die Bar «Patschifig» macht ihrem Namen alle Ehre. Ein Hauch von pazifischer Lässigkeit weht um die Containerbar, die unterdessen nicht mehr die einzige Institution auf dem ehemaligen Migrol-Areal ist. Für Ferienhungrige ist das Patschifig aber immer noch die erste Adresse.

(Bild: Lea Olivia Hummel)

Was ist besonders zu empfehlen: Die Spiessli zum Selberbrötle.

Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 11.30 bis 2 Uhr, Samstag und Sonntag 10 bis 2 Uhr.

Wer sollte hingehen: Alle, die Pazifikluft schnuppern wollen.

Und wo finde ich diesen Traumort? Uferstrasse 40, 4057 Basel, 061 535 67 38.

Für Holz-Afficionados:

Die Bretterbauten der Landestelle haben zwar eine bewegte Geschichte, heute bieten sie jedoch den idealen Ort für eine entspannt-gepflegte Trinkerei nach Feierabend. Die Bar ist ausserdem ein Restaurant, Koch Christian Lorentz kredenzt täglich frische Gerichte. Abends gibt es Menüs mit drei oder fünf Gängen, über Mittag einen Mittagstisch.




(Bild: Stefan Bohrer)

Was ist besonders zu empfehlen: Auf der Cocktailkarte finden sich diverse Klassiker (etwa Old Fashioned und Moscow Mule) ausserdem gibt es jeden Monat einen Weintipp.

Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag von 11.30 bis 21 Uhr; Freitags von 11.30 bis 23 Uhr; Samstags von 13 bis 23 Uhr; Sonntags von 11 bis 21 Uhr.

Wer sollte hingehen: Hafengänger, die ihren gespritzten Weissen direkt am Wasser trinken wollen.

Für Babysitter und sonnenhungrige Studenten

Von der Terrasse beim Johnny Parker aus hat man sowohl die Spielwiese als auch den Spielplatz im St. Johanns-Park im Blick. Ideal für durstige Mütter und Väter, die beim Nachmittagskaffee oder beim Feierabendbier die Kleinen im Auge behalten wollen. Die Atmosphäre ist recht ruhig, weshalb an den Tischen auch oft die Studenten aus dem Quartier mit ihren Mac- und anderen Büchern anzutreffen sind.




(Bild: Stefan Bohrer)

Was ist besonders zu empfehlen: Der hausgemachte Hummus ist legendär. Die Margheritas kann man im Einliter-Krug bestellen, den Mojito gibts im Halbliter-Glas.

Öffnungszeiten: Dienstags bis Sonntags von 10 bis 20 Uhr.

Wer sollte hingehen: Studenten, die beim Lernen nicht auf die Sonne verzichten wollen; Babysitter, die beim Kinderbeaufsichtigen nicht auf ihren Latte Macchiato verzichten wollen.

Und wo finde ich diesen Traumort? St. Johanns-Park 1, 4056 Basel, 061 321 28 37. 

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Alle Sommertipps der TagesWoche finden Sie auf dieser interaktiven Karte, laufend aktualisiert und ergänzt.

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Artikelgeschichte

Die Barliste ist ergänzt und aufgefrischt worden, zudem haben wir am 14. Juni 2016 die Öffnungszeiten kontrolliert.

Konversation

  1. Also bitte. Wie billig ist das denn? Einen Artikel aus dem letzten Jahr neu aufschalten und dabei nicht mal gross nach links und rechts schauen? Was ist mit den neuen Lokalen? Veranda Pellicano am Birsköpfli. Sandoase am Dreiländereck. Etc. etc…

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  2. Nachdem wir die Welt durch die Augen des Buntbarsches ausgiebig rezipiert haben, ist unser Bewusstseinszustand in der Zwischenzeit vom vielen Kiffen und dem Food von Thierry Boillat überreizt, wir würden jetzt gerne an der Street-Work-Anlage bei der Dreirosenbrücke zur Erholung dem akrobatischen Tun der taffen Jungs zuschauen, aber plötzlich befällt uns eine gewaltige Durstattacke und wir erinnern uns an die Endlos-Liste der lauschigen Sommerbars & Ausgehtipps und suchen den Tawo-Link irgendwo in einer versteckten Hirnwindung muss doch auch so etwas wie ein GPS-Hinweis sein… Man ist das kompliziert. Und wo bitteschön gibt es zum Bier auch Nüsschen. Gibt es eigentlich ferngesteuerte Velos? Oder wie findet mein Drahtesel die angesagteste Bar? Lauschige Sommernächte ist die eine Sache, sich aber in dieser kleinen Basler Ausgehwelt auszukennen ist eher ein Krux. Gut wird einem diese Barwelt immer mal wieder erläutert. Gut haben wir dafür die TaWo abonniert. Ein echter Service public. Also nochmals: Wo ist jetzt, was angesagt?

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  3. Auf dem Sonnendeck kann man seit neuestem übrigens genau so argentinisch Essen wie auf der Hinterhof-Dachterasse. Noch empfehlenswerter als die oben erwähnten Lomito-Sandwiches sind allerdings die Fleischspezialitäten!

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