Dauerhitze bedroht Wälder der Region

Die Wälder leiden unter lang anhaltender Hitze und Trockenheit. Einzelne Bäume und teilweise ganze Baumgruppen sind abgestorben. Das Ausmass der Hitzeschäden sei dem Klimawandel geschuldet, teilt das Amt für Wald beider Basel mit. 

Die Bäume haben Durst, auch in Basel. Der Regen dieses Sommers kann ihn nicht stillen.

Die Bäume in Basel-Stadt und Baselland leiden unter der lang anhaltenden Hitze und Trockenheit. Laut einer Mitteilung des Amts für Wald beider Basel sterben einzelne Bäume und teilweise sogar ganze Baumgruppen ab. Betroffen ist insbesondere die Buche, teilweise Bergahorn, Eiche und Weisstanne.

Der Zustand der Wälder zeige deutlich die Auswirkungen des Klimawandels auf die Region:

«Dass Bäume auf Trockenheit reagieren, ist nicht aussergewöhnlich. Normalerweise aber tun sie dies, indem sie mit einem vorzeitigen Blattfall den Wasserbedarf reduzieren. Im Folgejahr treiben diese Bäume dann wieder normal aus. Derzeit aber ist zu beobachten, dass viele Bäume direkt absterben. Erkennbar ist dies am noch hängenden dürren Laub, an grossen dürren Ästen und an abplatzenden Rindenteilen.»

Stichwort Baumartenwechsel

Im Klartext heisst das: Manche einheimischen Baumarten können auf Dauer nicht in der Region überleben. Vor allem Buche und Fichte hätten in einigen Jahrzehnten nur noch an «sehr gut wasserversorgten Standorten» Überlebenschancen. Der Wald werde über die natürliche Verjüngung und durch Neupflanzungen nach und nach angepasst. In Zukunft werde es mehr trockenheitstolerante Baumarten in der Region geben. Es brauche einen Baumartenwechsel.

https://tageswoche.ch/politik/warum-basel-immer-mehr-baeume-verschwinden/

Wegen der akuten Bedrohung durch fallende Äste bittet das Amt für Wald die Bevölkerung, bei Waldbesuchen vorsichtig zu sein. Besonders betroffen seien Kuppenlagen, südexponierte und flachgründige Waldpartien. Manche Bereiche seien bereits aus Sicherheitsgründen abgesperrt. Über weitere Massnahmen, auch in Zusammenhang mit der Waldbrandgefahr, werde der Kantonale Krisenstab Mitte der Woche entscheiden.

Konversation

  1. Ist der Wald überhaupt gesund? Diese Frage sollte im Vordergrund stehen, denn dieses Absterben, es steht ja angedeutet im Text oben, ist nicht normal. Vor Jahren bei einer Exkursion auf dem Hörnli und einem Försterbesuch in der Nähe der Stadt hörte ich diverse Mängel von den Fachleuten. Das Wetter und Klima war auch Thema, aber auch, dass unser Wald schlicht nicht gesund ist. Wie krank konnten mir die Fachleute aber auch nicht sagen, nur Hinweise zeigen und was man nun tut, in der Hoffnung es sei auch gut für Wald und Tier, ohne echte Begleitung der Massnahmen. Kommt dies nun? Ich denke mit so viel Steuerüberschuss kann man locker eine sinnvolle Stelle finanzieren oder auch zwei, wenn wir uns das Thema Wasser näher betrachten. Statt dessen sind Parkplätze wichtig zB, was auch Thema sein darf, aber der Wald ist fürs Überleben doch wichtiger wie mir scheint.

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  2. Das Klima beschränkt sich nicht auf die Schweiz, es ist ein weltweites Phänomen. Klimaänderungen gab es bereits weit bevor es die Menschen gab. Extrem heisse,trockene,aber auch kalte, nasse Phasen. Die Natur kann sich diesen Umständen anpassen, dies im Gegensatz zu Menschen. Ich glaube der Mensch hat da einen wesentlich kleineren Anteil an den Veränderungen als er denkt, auch wenn CO2 Ausstoss, der Plastikverschmutzung etc. Für die Umwelt nicht gut sind. Wenn wir Wald bei uns erhalten wollen müssen wir südländische Pflanzen einbringen wie Pinien etc. Andernfalls wird sich der Wald selbst anpassen, es wird einfach längere Zeit brauchen.

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    1. Das wär’s doch: Jeder Asylant bringt zwei Taschen voll Samen von südlichen Pflänzchen mit, dann darf er sie grossziehen und bleiben.

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  3. Ohne konkrete Zusage des Bundesamtes für Flüchtlinge sollten sich dauernd keine neuen Bäume hier niederlassen dürfen!
    Wir haben in Basel sowieso eine Überbbäumung bei den schon bestehenden Bäumen.
    Fremde Bäume nisten sich hier illegal ein und besetzen die Plätze, die wir so dringendst für Autoparkplätze benötigen!
    An so stacheligen ausländischen Bäumen verletzen sich nur unsere armen Hunde und Kinder.

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  4. Wer es wissen will, kann es wissen: Die Verarmung der Biodiversität und der Klimawandel werden insbesondere auch die Schweiz existenziell treffen. Bei beidem gibt einen von Menschen gemachten Teil. Dazu scheint sich Amt für Wald beider Basel nicht zu äussern. Heisst das: Es gibt den von Menschen gemachten Teil der Klimazerstörung nicht. Also können wir wie gehabt weitermachen: mit immer noch mehr Autoverkehr, immer noch mehr Flugverkehr, immer noch mehr Plastik, immer noch mehr ….. bis zum Geht-nicht-mehr.

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