Niedrigwasser zwingt Rheinschiffer zu Kurzarbeit

Die tiefen Wasserstände in Deutschland bringen auch in Basel die Rheinschifffahrt praktisch zum Erliegen. Betroffene Firmen sehen sich zur Kurzarbeit gezwungen, wie die Schifffahrtsvereinigung mitteilt. 

Die «Rhystärn» ist eines der wenigen Schiffe, die auf dem Rhein bei Basel noch verkehren.

Der tiefe Rheinpegel bringt die Betreiber von Fracht- und Hotelschiffen mehr und mehr in Bedrängnis. Der Güter- und Personenverkehr zwischen Rotterdam und Basel ist praktisch zum Erliegen gekommen. Die Schweizerische Vereinigung für Schifffahrt und Hafenwirtschaft (SVS) spricht in einer aktuellen Medienmitteilung von «einer für die Rheinschifffahrt dramatischen Entwicklung».

Ursache für diese Situation ist nicht der Pegel in Basel, sondern derjenige am Mittelrhein, von Köln bis zur Kanalstrecke bei Iffezheim. Diese Passage ist mit grossen Containerschiffen kaum noch und mit anderen Schiffen nur noch mit massiv abgespeckter Ladung befahrbar. Auch die grossen Hotelschiffe kommen auf ihrer Fahrt rheinaufwärts nicht mehr über Köln hinaus.

«Eine existenzielle Frage»

Die betroffenen Unternehmen mussten teilweise Kurzarbeit anmelden, teilt die SVS mit. Der finanzielle Schaden sei aber bereits gross, und wenn das Niedrigwasser andauere, stelle dies für Reedereien und Umschlagsbetriebe «eine existenzielle Frage» dar.

Die SVS fordert die Rheinanliegerstaaten auf, mittel- bis langfristig Massnahmen zur Vermeidung solcher Ausfallzeiten zu ergreifen. Dazu gehörten Austiefungen der Schifffahrtslinien, wie dies aktuell im Rhein in Basel geschehe, oder die Beseitigung von Hindernissen. An die nationalen Behörden richtet die SVS den Appell, Krisenhilfsleistungen, wie sie für die Bau- und Landwirtschaft bestünden, auch auf die Schifffahrt auszudehnen. (spi)

So gehts, wenn der Pegel stimmt

https://tageswoche.ch/gesellschaft/dr-bach-ab-mit-dem-containerschiff-von-basel-nach-antwerpen/

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