Strahm schimpft, Dürr zittert und der Handel malt schwarz

Was läuft in der Region? Unsere tägliche Übersicht über die lokalen Geschichten.

(Bild: Nils Fisch)

Was läuft in der Region? Unsere tägliche Übersicht über die lokalen Geschichten.

Baschi Dürr glaubt an seine Wiederwahl – hat dafür aber seinen Kurs gewechselt

  • Der Basler Justiz- und Sicherheitsdirektor Baschi Dürr muss um seine Wiederwahl bangen.
  • Im Interview mit der TagesWoche erzählt er, warum die Präsidiumswahl für ihn eine Überraschung war: «Das wirklich gute Abschneiden von Elisabeth Ackermann war sicher eine Überraschung – sei es für den Regierungsrat oder fürs Präsidium. Das haben viele nicht erwartet – auch ich nicht.»
  • Er erklärt auch, was passiert, wenn er wiedergewählt wird:«Ich habe nicht vor, grundsätzlich etwas anders zu machen.»
  • Und wenn er nicht wiedergewählt wird? «Dann muss ich einen neuen Job suchen. Aber ich glaube, meine Chancen sind intakt.»

Dass er überhaupt zittern muss, passst überhaupt nicht in den Plan von Baschi Dürr. Er hat zum ersten Mal in seiner Karriere die Kontrolle verloren. Um sie zurückzuerobern hat er seinen politischen Kurs gewechselt. Warum und wie erklären Yen Duong und Renato Beck:

Der starke Mann wankt

CVP-Präsidentin Andrea Strahm schreibt fremdenfeindlichen Leserbrief

  • Es sei unverlässlich, dass sich Ausländer in Basel einbürgern lassen, da teilweise erhebliche Mentalitätsunterschiede bestehen würden – so reagiert CVP-Präsidentin Andrea Strahm auf einen Artikel der «Basler Zeitung» über Einbürgerungen in Basel.
  • Damit sorgt sie bei linken Politikerinnen und Politikern für Aufruhr.
  • Traurig findet es SP-Grossrätin Edibe Goelgeli, dass ausgerechnet eine CVP-Präsidentin eine solche fremdenfeindliche Aussage mache.
  • Auch in der eigenen Partei wird Strahm kritisiert. Stephan Gassmann, ehemaliger Fraktionspräsident der CVP im Grossen Rat kommentiert auf Facebook, dass er sich für Strahms Leserbrief schämt. Bürgerratspräsident Stefan Wehlre (CVP) distanziert sich von Strahms Aussage.
  • Strahm relativiert und meint, es sei eine unglückliche Formulierung gewesen.

Sind Ausländer nicht gut genug für die Bürgergemeinde, Frau Strahm?

Thomas Kessler erklärt, was die Task-Force Radiskalisierung genau macht 

  • Stadtentwickler Thomas Kessler leitet die neu geschaffene Task-Force Radikalisierung. Im Interview mit der «Basellandschaftlichen Zeitung» erklärt er, was das genau bedeutet: «Wir nehmen Situationsanalysen vor, lösen bei Bedarf Massnahmen aus und tauschen uns unter den Fachbehörden aus, etwa wenn eine Schul- oder Sozialbehörde Hilfe in einem Fall braucht.» Und: «Die Task-Force kommt nicht erst dann zum Einsatz, wenn eine Intervention nötig ist, sondern schon früher. »
  • Zu seiner Aufgabe gehört aktuell auch die Beobachtung potentieller Radikalisierung einzelner Muslime.
  • Er verdeutlicht dabei, dass die Szene genau beobachtet werde, es aber in der Schweiz anders als in Deutschland keine Tradition der schnellen Verbote gebe.
  • Auch die Therwiler Handschlag-Affäre kommt wieder zur Sprache und Kessler erläutert, wo die Grenze zwischen religiös begründeten Sonderwünschen und der Gefahr einer Radikalisierung geht: «Der Grenzfall ist der, wo die Schul-, Sozial-, oder Migrationsbehörde sagt, wir brauchen Unterstützung.»
  • Was die Jugendprävention betrifft meint Kessler, man müsse vor allem eine vertiefte Abklärung vornehmen, wenn radikale Tendenzen bei Jugendlichen eine Verbindung zum Elternhaus oder zu Freunden haben.
  • Der Fall um die König-Faysal-Moschee und dessen Imam sei unter Beobachtung: «Wir kennen die Situation und wissen, was er predigt und welchen Einfluss er auf Jugendliche hat. Bezüglich Radikalisierung stellen wir eine präventive Sicht fest.»

Das erste Frauenfilmfestival der Schweiz findet in Basel statt 

  • Die Entwicklungsorganisation Iamaneh Schweiz organisiert in Basel im Rahmen der internationalen Kampagne «16 Tage gegen Gewalt an Frauen» das erste Frauenfilmfestival der Schweiz.
  • Die Filme des Festivals messen sich am «Bechtel-Test» – ein Kriterienkatalog der feministichen Popkultur.
  • Sechs Filme aus verschiedenen Ländern werden gezeigt. Dabei stehen sowohl kleine Werke, wie der afghanische Porträtfilm «Sonita», als auch international beachtete Filme wie «Mustang» auf dem Programm.
  • Der lokale Bezug wird im Festival ausgeblendet – ein fragliche Entscheidung in Anbetracht der nationalen Geschlechterdiskussion im Netz.
  • Was Festival-Koordinatorin Anja Baier dazu sagt und warum es sich trotzdem lohnt, das Festival zu besuchen, erfahren sie im Bericht der TagesWoche.
  • Das Festival beginnt am Freitag 25. November.

PS: In Basel können heute Shoppingwütige toben

Shoppingqueens und -kings hergehört: Heute beginnt der Black Friday! Und das nicht nur in dessen Ursprungsland den USA, sondern auch in Basel, wie die «Basellandschaftliche Zeitung» berichtet. Was heisst das? Als Vorgeschmack auf einen ganzen Monat Weihnachtsshopping, gibt es heute auf sämtliche Produkte Rabatt. In den USA kann das zu ziemlich chaotischen Zuständen führen. Ob das in Basel auch so ein Tohuwabohu gibt?

Basel ist im Black-Friday-Fieber

Konversation

  1. @Redaktion: Auf meinem I-pad, mit dem ich die Redaktion nicht direkt erreichen kann, sehe ich auf der TaWo-Website drei Bilder des Herrn Dürr. Finden Sie ihn so toll, dass Sie meinen er sollte am Sonntag gewählt werden?
    Ich verstehe Sie nicht. M.E. könnte er verschwinden. Frau Mück sollte dafür unterstützt werden, und Herr Wessels sowieso. Ich habe ihn als volksnah erlebt, indem ein Problem bei einem Umbau unserer Wohnung direkt angesprochen und gelöst werden konnte.

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