Basel ist «Theater des Jahres» – und soll finanziell nicht noch mehr Federn lassen

Letztes Jahr reichte es nur für Platz zwei. Jetzt kürt die Fachzeitschrift «Theater heute» das Basler Schauspiel zum «Theater des Jahres» – und warnt vor weiteren Sparmassnahmen.

Das Basler Schauspiel geniesst international viel Aufmerksamkeit: Szenenbild aus «Hotel Strindberg» von Simon Stone.

Benedikt von Peter, der designierte neue Intendant des Theater Basel, weiss, dass die Fussstapfen, in die er ab 2020/2021 im Schauspiel treten wird, gross sind. Der aktuelle Theaterleiter Andreas Beck heimst mit seinem Schauspielteam eine Auszeichnung nach der anderen ein. Jetzt gesellt sich mit dem von der Fachzeitschrift «Theater heute» vergebenen Titel «Theater des Jahres» eine neue hinzu.

Die Resultate der Kritikerumfrage der renommierten Zeitschrift haben in der deutschsprachigen Schauspielszene einen hohen Stellenwert. «Theater heute» verbindet die Auszeichnung in der Begründung mit einer Aufforderung: «Basel hat das Theater des Jahres – und sollte sich besser dazu bekennen», ist zu lesen. Damit ist die eher knausrige finanzielle Unterstützung des Hauses angesprochen: «Dass Theater kostet, ist doch eine Selbstverständlichkeit.»

Neben dem ersten Platz bei der Beurteilung der Gesamtleistung fällt indirekt auch noch in einer weiteren Kategorie ein Glanzlicht auf das Basler Haus: So wurde die Schauspielerin Caroline Peters zur «Schauspielerin des Jahres» ernannt. Peters ist zwar Ensemblemitglied des Wiener Burgtheaters, ausgezeichnet wurde aber ihr «furioser Part» in einer Koproduktion mit dem Theater Basel. Nämlich in Simon Stones Schauspielprojekt «Hotel Strindberg», das ab Januar 2019 in Basel zu sehen sein wird.

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