#AuchMeinPräsident – ein gezeichneter Gedankenstrom

Was niemand für möglich gehalten hätte, tritt jetzt ein: Donald Trump wird als 58. Präsident der USA vereidigt. Wie konnte es nur so weit kommen? Freies Assoziieren mit Paulchen Panther, der Postmoderne und viel Haar.

(Bild: Hannes Nüsseler)

Was kaum jemand für möglich gehalten hätte, wird jetzt wahr: Donald Trump tritt das mächtigste Amt der Welt an. Der postfaktische Präsident der USA ist nicht Ursache, sondern Symptom einer informationsverblödeten Zeit. Wie konnte es so weit kommen? Freies Assoziieren mit Paulchen Panther, der Postmoderne und viel Haar. 

  1. Meinungen haben immer recht






  2. Wie ich das Zweifeln lieben lernte






  3. In Trump We Trust: Die Rechthaberei wird haarig





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Von Hannes Nüsseler erscheint im April 2017 die Graphic Novel «Das Haus am Wald» bei Edition Moderne.

Konversation

  1. Schöne Gedankengänge, zum Verzweifeln schön, wenn man so im Nebel hängen muss, ohne Richtung noch festem Boden unter den Füssen, sich dem Strom ruderlos preisgeben, fast schon religiös.

    Ich habe das Glück ein digitaler Immigrant zu sein, mit einem soliden naturwissenschaftlichen Studium. Alles war analog, fest verankert in Materie, sozusagen, Millionen von Jahre alt, und es gab nur ein anderes Geschlecht mit dem man gemischt duschen konnte. Aus dieser tiefen Verwurzelung entsteht ein geordnetes Weltbild, erwachsen, ohne himmlische Lufthaken und einer guten Portion Erdung, die für jedes Unwetter widerstandsfähig macht.

    Deshalb mein Tipp an all die Zuhörer von wutentbrannten Meinungsverkündern, politischen Grossmäulern und emotional schlussfolgernden Infantilisierer: öfter mal die Geräte ausschalten, einen Baum umarmen und die beste Frau/den besten Mann vögeln – und alles wird gut 😉

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  2. formal sehr interessant– fast schon eine würdigung, sich dieses paradoxe virtuelle phänomen und twitterwesen als assoziatives konglomerat an text- und bildfragmenten anzueignen. die antwort aufs postfaktische: subjektive transskript-fiktion.

    jedenfalls wesentlich appetitlicher (aber halt auch schöngeistiger), als sich dem «weltmächtigsten präsidenten» oder gar dem kerl in fleisch&blut zu nähern … pfui spinne!

    (auguri)

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  3. Schritt für Schritt, niemand kann in die Zukunft schauen, auch die Glaskugel der TaWo nicht. Nur wenn man sich ausmalt, dass man nun 4 Jahre dieses Dummschwätzertum eines Drumpf aushalten muss… Weghören und wegschauen und weglesen geht leider nicht…

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  4. Einen riesen Vorteil haben alle diese „Führer“: Sie ersparen den kleineren Leutchen das Denken, da ihnen ja vorgedacht wird.
    …oder sie präsentieren auch so einfache Gedanken ihren Geführten.
    Das schafft ein riesiges Sicherheitsgefühl!

    Du Führer, ich Lemming!

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  5. Trump ist doch das Beste was der Medien-Welt passieren konnte. Berichterstatter hauen in die Schreibmaschinen-Tastaturen, der Dollar rollt und das Volk brüllt lammfromm und voller Inbrunst mit der grossen Herde.

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