Basler Linke lanciert Initiative für einen Mindestlohn von 23 Franken pro Stunde 

Ein Monatslohn unter 4000 Franken reiche für den Lebensunterhalt in Basel nicht aus. Deshalb lancieren Gewerkschaften und Linksparteien eine Initiative für einen Mindestlohn von 23 Franken pro Stunde.

Mehr als 20 Rappen dürften es dann schon sein: Eine Volksinitiative möchte in Basel-Stadt einen Mindeststundenlohn festschreiben.

Arbeit solle so entlöhnt werden, dass man davon leben kann – ohne auf Sozialhilfe angewiesen zu sein. Nach diesem Grundsatz richtet sich eine kantonale Volksinitiative aus, die von den Basler Gewerkschaften und Linksparteien lanciert wurde. Sie verlangt einen verbindlichen Mindestlohn von 23 Franken pro Stunde, was bei einer Vollzeitstelle einem Brutto-Monatslohn von 4000 Franken entspräche.

Wie Vertreterinnen des Initiativkomitees ausführen, verdienen in Basel-Stadt heute rund 13 Prozent der Angestellten weniger als die geforderten 23 Franken pro Stunde. Dies ist in erster Linie im Detailhandel der Fall, wo der Kanton über einen sogenannten Normalarbeitsvertrag für ungelernte Angestellte einen Mindestlohn von 19,25 Franken pro Stunde gesetzlich festgeschrieben hat. Besonders betroffen seien Frauen, mit einem Anteil von 70 Prozent.

https://tageswoche.ch/wirtschaft/zara-home-missachtet-gesetzlichen-mindestlohn/

Noch weiter unten sind diejenigen angesiedelt, die als Betreuungspersonen in Privathaushalten arbeiten. Für sie hat der Bundesrat einen Normalarbeitsvertrag mit einem Mindestlohn von 18,90 Franken erlassen. Dazu kommen laut den Initianten ausserdem vorab junge Menschen, die sich mit tiefen Löhnen von Praktikum zu Praktikum durchkämpfen müssen.

Die Initiative verlangt zudem, dass die Zahlung der eingeforderten Mindestlöhne kontrolliert und Missbräuche sanktioniert werden. Die Initianten sehen ihren Vorstoss nicht als Eingriff in die Wirtschaftsfreiheit, sondern als eine «legitime sozialpolitische Massnahme», die der Allgemeinheit überdies helfe, Sozialkosten zu sparen.

Sie sehen sich auch durch einen Entscheid des Bundesgerichts bestätigt. Dieses hatte 2017 im Fall des Kantons Neuenburg einen kantonalen Mindestlohn für rechtmässig erklärt. Dort wurde ein Mindeststundenlohn von 20 Franken festgeschrieben. (spi)

Konversation

  1. Warum ist Basel so Teuer?,
    hat irre Krankenkassen Beiträge und
    überteuerte Wohnungen.
    Basel hat Geld für alles, sogar für edle Gehwege,
    welche bereits Vergammeln…
    Basel hat seinen Charm verloren und bringt auch keine
    namhaften Künstler mehr an den Tag und dies in allen
    Sparten…..

    Danke Empfehlen (0 ) Antworten
  2. In der Schweiz wird sehr viel verdient, im Allgemeinen, oder korrekter gesagt im Durchschnitt. Aber man bezahlt auch sehr viel, generell. Sehr viel für Wohnungsmieten, sehr viel für die Gesundheit, viel für Nahrung und man könnte diese Aufzählung beliebig fortsetzen. Dabei wird man schnell merken, dass mit 4000.- Franken man nicht zu der kleinen Allgemeinheit gehört welche in der Schweiz viel verdient, sehre viel sogar, so viel, dass der Durchschnitt bei weit über 4000.- liegt. Darum bin ich der Meinung es kann einfach nicht mehr sein, dass viele mit 100% Arbeit so viel weniger wie die Allgemeinheit verdient, dass sie damit von ihrer Arbeit nicht leben können. Und wenn diese Politische Klasse in diesem reichen Land nicht endlich begreift, dass es so nicht geht dann müssen halt die Linken aktiv werden. Ich bin froh dass es diese Linke gibt welche nicht müde werden und sich immer wieder gegen diese ekelhafte, egoistische, geldgierige Klasse auflehnt und mit allen Mitteln versucht zu erreichen dass Reichtum in diesem Lande besser verteilt wird. Und ich wünsche all den Geldsäcken in diesem Land gewiss nichts Böses, aber sollen doch jeder und jede von ihnen mal ein Jahr lang mit 4000.- im Monat auskommen.

    Danke Empfehlen (2 ) Antworten
  3. Grossartig: Die Linke hat lieber Arbeitslosigkeit, Alkoholismus und Verelendung als schlecht bezahlte Arbeit und ggf. Zustupf der Sozialhilfe. Wenn die Linke etwas Sinnvolles erreichen wollte, dann würde sie eine Initiative gegen die Rückzahlbarkeit der Sozialhilfe bzw. für Ergänzungsleistungen statt Sozialhilfe starten. Es gibt wohl keinen grösseren Fehlanreiz zu beruflicher Entwicklung als die Tatsache, dass man bei höherem Einkommen die bezogene Sozialhilfe zurückzahlen muss.

    Danke Empfehlen (4 ) Antworten
    1. Ja, und da dieses Thema lediglich die „Soziale Frage“ betrifft und nicht die eventuelle „Diskrimierung“ von Minderheiten, wird es dazu keine Podiumsdiskussion geben.

      Danke Empfehlen (2 ) Antworten
    2. Die Linke hat immerhin erkannt, dass es absurd ist, für Mietflächen (Zara Home, Freie Strasse) Millionen auszugeben und dafür die Angestellten zu übervorteilen. Und jetzt kommt Herr Marsson und plaudert von Arbeitslosigkeit wegen zu hohen Lohnkosten…

      Danke Empfehlen (0 ) Antworten
Alle Kommentare anzeigen (5)

Nächster Artikel