Ein Rücktritt macht zwei Baselbieterinnen glücklich

Mit dem angekündigten Rücktritt von Susanne Leutenegger Oberholzer schafft die 24-jährige Samira Marti den Sprung in den Nationalrat. Denn die erstnachrückende Kathrin Schweizer hat andere Ambitionen.

Samira Marti (links) rückt für Susanne Leutenegger Oberholzer in den Nationalrat nach. Kathrin Schweizer (rechts) verzichtet als Erstnachrückende.

Sie will Regierungsrätin werden: Mit ihrem Verzicht auf den sicheren Nationalratssitz macht Kathrin Schweizer klar, dass sie für die Baselbieter SP den Regierungssitz zurückgewinnen will. Dies bestätigte sie gegenüber der «bz Basel».

Mit diesem Entscheid sind gleich drei Baselbieterinnen äusserst glücklich: Samira Marti kann im nationalen Parlament Einsitz nehmen, Susanne Leutenegger Oberholzer erhält ihre Wunschkandidatin als Nachfolgerin und Kathrin Schweizer kann den Wahlkampf für die Exekutive eröffnen – sofern sie von ihrer Partei als Kandidatin nominiert wird.

Die Muttenzerin, die seit 2007 im Baselbieter Parlament sitzt und zwischenzeitlich auch Fraktionspräsidentin war, würde damit den frei werdenden Sitz von FDP-Regierungsrätin Sabine Pegoraro angreifen, die bereits angekündigt hat, 2019 nicht mehr zur Wiederwahl anzutreten. Die SP hatte ihren einzigen Regierungssitz 2015 an die FDP verloren.

Konversation

  1. Man kann natürlich nur mit Personal planen, das man auch wirklich hat.

    Ansonsten gäbe es ja noch die «Personenfreizügigkeit» (sehr populär bei den Genossen): Sigmar Gabriel hätte grad‘ Zeit.

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