Grosser Rat genehmigt Finanzspritze an das neue Augeninstitut 

Der Zusammenarbeit zwischen Novartis, Universität Basel, Universitätsspital Basel und dem Kanton steht nichts mehr im Wege: Der Grosse Rat spricht insgesamt rund 12 Millionen Franken für das neue Institut IOB.

Wenns um Bildung und Forschung geht, wird im Grossen Rat gern der Geldhahn aufgedreht.

«Visionär», «wie ein grösseres Weihnachtsgeschenk» oder «von weltweiter Bedeutung»: Im Grossen Rat waren (beinahe) alle voll des Lobes über das neue Augeninstitut, das Ende letzten Jahres gegründet worden war.

Dementsprechend ist es auch keine Überraschung, dass der Grosse Rat dem Staatsbeitrag über die Jahre 2018 bis 2022 zustimmte (mit 92 Ja- zu 2 Nein-Stimmen). Dennoch konnten es sich die Vertreter der Ratslinken nicht verkneifen, einige Ellbogenstösse in Richtung der Bürgerlichen auszuteilen. «Es erstaunt mich, dass die bürgerliche Mehrheit den Betrag einfach so locker überweisen möchte», stichelte BastA!-Grossrat Oliver Bolliger.

«Vielleicht sind die Bürgerlichen doch nicht so konsequent, wenn sie nach dem überwiesenen Budgetpostulat den Staatsbeitrag doch nicht kompensieren wollen», meinte auch Sebastian Kölliker (SP). Für beide Grossräte war dennoch klar, dass das Augeninstitut, das je hälftig von der Novartis und der öffentlichen Hand (Kanton, Unispital und Universität) finanziert wird, unbestritten ist. «Es geht um die Entwicklung von Exzellenz in Basel, die für die ganze Welt von Bedeutung sein kann», so Kölliker.

Mit dem deutlichen Ja erhält das Institut für molekulare und klinische Ophthalmologie bis ins Jahr 2022 Geld vom Kanton Basel-Stadt, insgesamt 12,51 Millionen Franken. Und nicht nur das: Gesundheitsdirektor Lukas Engelberger stellt eine Absichtserklärung in Aussicht, mit der sich der Kanton insgesamt zehn Jahre lang mit jährlich steigenden Beiträgen am IOB beteiligen wird – 2027 sollen es dann fünf Millionen Franken sein. 

https://tageswoche.ch/politik/buergerlicher-eiertanz-um-neues-augen-institut-und-die-ausgabenbremse/

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