Kinderspital in Finanznöten: Die beiden Basel springen in die Bresche

Das Kinderspital soll von den Trägerkantonen pro Jahr 7,1 Millionen Franken mehr erhalten. Die beiden Basel wollen damit ausbügeln, was der Bundesrat mit der neuen Tarmed-Tarifstruktur angerichtet hat. 

Kantonale Finanzspritzen für das Kinderspital.

Das Universitäts-Kinderspital beider Basel ist in argen Finanznöten. Grund dafür ist unter anderem die vom Bundesrat geänderte Tarmed-Tarifstruktur im spitalambulanten Bereich. Neu dürfen die Kinderärzte nämlich maximal 20 Minuten für die Behandlung abrechnen, was viel zu wenig ist.

Das zwingt die beiden Trägerkantone Basel-Stadt und Baselland zum Handeln. Beziehungsweise zum Griff ins Portemonnaie. Um das Spital funktionstüchtig zu halten, wollen die beiden Regierungen vorerst von 2019 bis 2021 pro Jahr je 7,1 Millionen Franken an Zusatzbeiträgen einschiessen. Diese müssen aber noch von den beiden Kantonsparlamenten bewilligt werden.

«Diese Anpassung des Zahlungsrahmens führt zu einer Abfederung der Ertragsausfälle aufgrund der Tarmed-Revision», schreiben die beiden Regierungen in einer gemeinsamen Medienmitteilung. Nach wie vor sehen sie aber den Bund in der Pflicht, kostendeckende Tarife für die Kindermedizin zu garantieren. Die Regierungen fordern die Parlamente deshalb auf, entsprechende Standesinitiativen zu Handen des Bundes zu bewilligen. (spi)

Konversation

  1. Die Aufgabe des Staates ist aus meiner Sicht die Förderung der Regionen. Wenn er das Gegenteil tut, hätte man ja als Region für sich bleiben können, wie früher, als es die Schweiz in dieser Form noch nicht gab. Damals war die Region auch für sich selber verantwortlich.
    Im Gegensatz zu Kindern, die nicht ohne Eltern leben können, ist die Region aber selber erwachsen und aufgrund der eigenen langen Vorgeschichte auch sicher selber vernünftig handlungsfähig, zur Not osgar ohne diesen Staat.
    Basel ist viel älter als die Schweiz!

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