Mülltrennung am Rheinbord: Was ist da jetzt genau der Plan?

Ein Versuch zur Mülltrennung am Rheinufer ist letztes Jahr laut Regierung gescheitert. Über die in Aussicht gestellte Alternative ist Anfang Juni noch nichts Konkretes bekannt.

Mülltrennung bleibt am Rheinufer ein ungelöstes Problem.

Der am Rheinufer anfallende Abfall wird ungetrennt der Verbrennung zugeführt. Umweltaktivist Simon Aeberhard wollte dies im vergangenen Sommer ändern. Er überzeugte das Bau- und Verkehrsdepartement (BVD) mit einer Petition, einen Versuch mit Recyclingcontainern für Glas, Pet und Alu durchzuführen.

Dieser fiel laut einer Mitteilung des BVD von letztem November aber enttäuschend aus: «Die Erwartungen wurden nur teilweise erfüllt.» Man werde im Sommer 2018 einen neuen Versuch starten und den Abfall nachträglich trennen, hiess es in der Mitteilung.

Jetzt ist der Sommer da, ohne dass mehr über dieses Vorhaben bekannt geworden wäre. Das stinkt den Jungen Grünliberalen (JGLP). Sie haben via GLP-Grossrätin Katja Christ eine Interpellation eingereicht und fordern Auskunft von der Regierung. Immerhin gehe es um rund fünf Tonnen Abfall pro Sommertag.

Sie wollen nicht nur wissen, wie «die nachträgliche Mülltrennung durch Private genau ablaufen soll», sie kommen auch auf den letztjährigen Versuch zurück: «Ich bedauere das schlechte Abschneiden der Recyclingstationen sehr und hoffe, der Regierungsrat kann informieren, weshalb das Projekt aus seiner Sicht scheiterte», schreibt Victoria Grüninger, Generalsekretärin der JGLP beider Basel, in einer Mitteilung.

Interessieren dürfte das auch Initiant Simon Aeberhard. Auch aus seiner Sicht waren nämlich nicht die Resultate enttäuschend, sondern eher die Anlage des Pilotversuchs ungenügend.

https://tageswoche.ch/stadtleben/recycling-container-am-rheinbord-behoerden-sind-unzufrieden/

Konversation

  1. Was gesammelt und irgendwie entsorgt wird ist ja schon mal gut und besser als nichts. Viel schlimmer ist das liegen lassen und weg schmeissen auf Allmend oder in den Rhein. Dieses lässt sich wohl nur durch rigorose Kontrollen und Bussenregime einigermassen und en Griff kriegen. Denn dazu sind die Leute einfach zu doof.

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  2. Ach, herrje!
    Zerbricht mal wieder die schöne Ideologie an der Realität wie damals der Marxismus am Realkommunismus, die reine Lehre an der schnöden Bequemlichkeit der Leute oder der Schweizer Qualitätstourismus an seinen überteuerten Preisen?

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