GC zaubert Thorsten Fink aus dem Hut

Sechseinhalb Jahre nach seinem unvermittelten Abgang als zweifacher Meistertrainer des FC Basel gibt Thorsten Fink (50) ein unerwartetes Comeback in der Schweiz. Er übernimmt mit einem Einjahresvertrag und einer Option auf eine weitere Saison die abstiegsbedrohten Grasshoppers. 

Thorsten Fink (50): Am 25. Februar bei Austria Wien entlassen und zwei Monate später zurück in der Schweiz als Trainer der Grasshoppers.

Als Thorsten Fink Mitte Oktober 2011 den FC Basel Hals über Kopf verliess, mitten in einer Champions-League-Kampagne, da hat er in Basel viele Fans vor den Kopf gestossen oder zumindest enttäuscht. Die ganz grossen Träume als Trainer in der Bundesliga haben sich für Fink damals nicht erfüllt. Beim Hamburger SV wurde er knapp zwei Jahre später entlassen. Es folgten das Intermezzo bei Apoel Nikosia und dann Austria Wien, nun ist er zurück in der Schweiz: Am späten Montagabend haben die Grasshoppers die Verpflichtung des 50-Jährigen bekanntgegeben.

Fink wird seine Arbeit unverzüglich aufnehmen. Noch am Montag wurde er der Mannschaft vorgestellt, am Dienstag wird er vor den Medien präsentiert und am Samstag in Lausanne beim Abstiegsduell nach sechseinhalb Jahren sein Comeback in der Super League geben. Er bringt seinen Assistenten Sebastian Hahn mit, der schon auf Zypern und in Österreich mit ihm zusammengearbeitet hat.

«Thorsten Fink vereint mit seiner Erfahrung und seiner Persönlichkeit genau die Eigenschaften, die wir gesucht haben», sagt Sportchef Mathias Walther, der die Grasshoppers nach der Trennung von Murat Yakin für drei Spiele betreut hatte.

Der aus Dortmund stammende Fink war als Profi mit Bayern München vier Mal Meister und gewann 2001 die Champions League. In Basel folgte er 2009 als noch unbeschriebenes Trainerblatt auf die Ära Christian Gross und gewann bereits im ersten Jahr nach einer Aufholjagd die Meisterschaft in einer Finalissima gegen die Young Boys und das Double. Es war der Beginn der Basler Meisterschaftsserie mit acht Titeln, die dieser Tage endet.

Vor Jahresfrist, als die neue Clubführung des FC Basel Urs Fischer als Trainer ersetzen wollte, gehörte Thorsten Fink neben Patrick Rahmen und Raphael Wicky, der den Zuschlag erhielt, zum engen Kandidatenkreis. Fink bekundete damals grosses Interesse an einer Rückkehr ans Rheinknie, wo ihm nicht von allen Anhängern verziehen worden ist, dass er 2011 dem Lockruf des HSV erlegen war.

Bei der mit schmalen Mitteln operierenden Austria Wien trat Fink im Sommer 2015 an, führte das Team auf Platz 3 und ein Jahr später auf Platz 2, spielte mit der Austria zweimal Europa League und wurde am 25. Februar, auf Rang 7 abgerutscht, entlassen. In den vergangenen Tagen war Fink als neuer Trainer der viertklassigen U23-Mannschaft des FC Bayern München gehandelt worden. Fink tat allerdings kund, kein Interesse zu haben.

Die Mitteilung des Grasshopper Clubs zur Verpflichtung von Thorsten Fink

https://tageswoche.ch/sport/thorsten-fink-es-gibt-kontakt-aber-es-ist-nichts-entschieden/
https://tageswoche.ch/sport/thorsten-fink-ich-habe-hummeln-im-hintern/

Konversation

  1. „Voegeli, Voegeli kriege e kalt fuedeli, drum Fliege au d Voegeli im haerbscht in suedeli… Numme dem Fink ischs druemmlig words_der Dubel fliegt im haerbscht nach norde“ (singvogel_bangg)
    Und jetzt im Fruehlig halt wieder zrugg…
    _

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  2. Fink folgt auf Yakin. Die haben wohl einen Vogel: In der IT nennt man das «Reverse Engineering» (und meistens klappt das sogar).

    Ich jedenfalls freue mich darauf: Übernächste Saison begrüssen wir GC wieder in der «Super League» (aber vermutlich mit irgend einem Vogel als Trainer).

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