«Provokativ, unsportlich und dreist» – FCB für Fahnenklau gebüsst

Der FC Basel muss mit 15’000 Franken in die Kasse der Liga dafür büssen, dass ein paar seiner Fans jenen des FC Sion eine Fahne vom Zaun geklaut haben.

Diese Aktion steht am Anfang der Geschehnisse: Drei Fans des FC Basel sind einer Sittener Zaunfahne habhaft geworden, laufen mit ihr über den Rasen und verbrennen sie anschliessend in der Muttenzerkurve.

Es hat etwas auf sich warten lassen, das Urteil der Diziplinarkommission der Swiss Football League (SFL) zu den Vorkommnissen beim Spiel des FC Basel gegen den FC Sion am 18. November. Damals hatten in der Halbzeitpause Basler Fans jenen aus Sion eine Fahne vom Zaun des Gästesektors im St.-Jakob-Park gestohlen.

Mit der Fahne machten sich die drei Textilräuber danach quer über das Spielfeld auf den Weg zur Muttenzerkurve. Aufgebrachte Sittener Anhänger strömten anschliessend auf den Rasen und wurden zusätzlich in Aufruhr versetzt, als ihre Fahne im Basler Block in Flammen aufging. Die Fortsetzung der Partie wurde um gut 25 Minuten verzögert und konnte erst wieder aufgenommen werden, nachdem die Gästefans zurückkomplimentiert worden waren (sie machten sich anschliessend mehrheitlich auf den vorzeitigen Heimweg).

Die Disziplinhüter der SFL haben nun den FC Basel mit 15’000 Franken und den FC Sion mit 7000 Franken gebüsst für das Verhalten ihrer Fans. Die höhere Busse für den Heimclub wird in einer Mitteilung der Liga damit begründet, dass das Verhalten der FCB-Anhänger «provokativ, unsportlich und dreist» gewesen sei; jenes der Sion-Fans wird als «gravierend selbst angesichts der Provokation» eingeordnet.

Die Berichterstattung der TagesWoche zu den Ereignissen am 18. November 2017 und der Erklärung des Rituals von Machtspielchen unter Ultra-Fangruppierungen:

https://tageswoche.ch/sport/nach-dem-fahnenklau-fuerchtet-der-fc-basel-vor-allem-den-imageschaden/
https://tageswoche.ch/sport/live-fcb-sion-19-uhr-das-aufwaermprogramm/

Konversation

  1. Wieder mal die typischen undurchdachten Schnellschuss-Reaktionen aus der Hüfte (und direkt in den eigenen Fuss).

    Als ob der Sektor „D“ ein homogenes Gebilde wäre in dem jeder jeden kennt. Schon nur der zentrale Bereich zählt 1500 (!) Stehplätze. Wie will man da drei Übeltäter herauspflücken?

    Statt dass wir uns aufregen, sollten wir uns freuen, dass wir für unser Eintrittsgeld ab und zu mal was anderes als nur ödes Gurkenliga-Ballgeschiebe vorgesetzt bekommen.

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  2. Nur so (um vielleicht das Bewusstsein der Unbetroffenen zu schärfen): Da diese Trottel (und ihre Vorgänger) seit Jahren von ihrer «Kurve» geschützt werden, sollte die Liga diese Kurve für eine Saison sperren.

    Mal zusehen, was diese «Great Balls of Fire» während dieses Banns in der Innenstadt wochenendlich aufführen.

    Dagegen ist jeder Linksautonome ein Warmduscher. Aber erst dann wird der geneigte «Fussball-Konsument» realisieren, welche «Kultur» er selbst mit seinen Eintrittsgeldern unterstützt.

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    1. Man sollte SP und BastA! für ein Jahr für Demos sperren, denn sie schützen seit Jahren die Chaoten unter Ihnen.

      Gell, Kollektivstrafen fordern ist toll?

      Sorry, es wurde eine Fahne geklaut. Nichts Anderes. Dies dann mit Gewaltexzessen gleichzusetzen ist lächerlich.

      Was erwarten sie denn vom Leute im D-Block? Ich selbst sitze in der zweitobersten Reihe des D-Balkons. Ich habe keine Ahnung, welche Leute für solche Dinge sorgen. Und deswegen soll ich ein Jahr vom Spiel ausgeschlossen werden?

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    2. Mit Vorgänger wären dann wohl die Eltern gemeint 😉

      Wie objektiv ihr Kommentar ist, zeigt die Bemerkung über Linksautonome welche Warmduscher wären.
      Wenn etwas für sinnlose Gewalt resp. Vandalismus steht, dann die Linksautonomen.

      Die Eintrittsgelder werden wohl bestimmt für andere Zuschauer, welche ebenfalls Eintrittsgelder bezahlen, verwendet…

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  3. Schade, dass so ein Urteil so spät passiert. Sofortige Represailles wären nützlicher. Am besten wäre, wenn gerade nach dem Match die Übeltäter merken würden, was für Übeles sie verübt haben..

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    1. Zum Glück haben wir ein Rechtssystem in der Schweiz, welches nicht Schnellurteile fällt, sondern diese abwägt. Sie verachten die direkte Demokratie, das Rechtssystem ist für Sie zu wenig zackig – Ungarn wär ein gutes Land für sie.

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    2. Wozu ein Gericht? Einfach wahllos in die Menge schiessen, wie dies die Engländer am 21.11.1920 in Irland wähend eines Gaelic-Football-Matches machten und dabei 14 Menschen töteten und 65 teils schwer verletzten, darunter auch etliche Kinder! Echter Englischer Heldenmut eben!

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    3. Aja, stimmt. Der Blutsonntag wo vor dem Massaker die IRA 12 britishe Agenten und zivile Informaten ermordete. Einige davon in ihren eigenen Häusern, andere unter den Augen ihrer Familien. Wusste gar nicht, dass wir FCB-Fans einen Bürgerkrieg für die Unabhängigkeit führen…

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