Casinospalt erhält geschichtsträchtigen Namen

«Konzertgasse» heisst der Durchgang zwischen Steinenberg und Barfüsserplatz neu. Vorerst gehört er noch den Baumaschinen. 

Noch nicht fertig, aber schon benannt: Der Casinospalt heisst jetzt «Konzertgasse».

Verschiedene Vorschläge seien geprüft worden, wie das Justiz- und Sicherheitsdepartement am Dienstagmorgen schreibt. Jetzt entschied die Nomenklaturkommission: «Konzertgasse» soll dieser Spalt beim Stadtcasino heissen. Es ist eine Reminiszenz an die alten Tage – genauer an 1876, als an selbiger Stelle das erste Konzerthaus Basels eröffnet wurde. Also definitiv nichts mit «Fasnacht», wie es die Leser einer Zeitung aus Liestal wünschten.

https://tageswoche.ch/stadtleben/nein-der-casinospalt-wird-nicht-zur-fasnachtsgasse/

Die Krux an der Geschichte: Dieses Kind erhält den Namen vor der Geburt. Die «Konzertgasse» ist nämlich noch immer eine Baustelle. Erst nächstes Jahr darf der Basler «voraussichtlich» durch die Gasse schlendern.

Konversation

  1. Etwas bemühend finde ich es schon, wenn diese Zeitung wirklich auch nicht die geringste Gelegenheit auslässt um darzustellen, wie wichtiger die Stadt gegenüber dem Gebiet hinter dem Wald, also Liestal, ist. Der Nabel des Universums befindet sich nicht nur an der Fasnacht am Barfüsserplatz, und alle Meinungen und Ideen von jenseits der Kantonsgrenze sind unterentwickelt.
    Das zeugt nicht wirklich von zentrumsstädtischem Selbstbewusstsein.

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    1. Sie lesen da etwas hinein, was nicht steht. Dass Baselland sich von der modernen Zivilisation verabschiedet hat, hat dieser Kanton selbst zu verantworten. Es war mal anders.

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  2. «Erst nächstes Jahr darf der Basler «voraussichtlich» durch die Gasse schlendern.»
    Und die Baslerin? Wann darf die denn durchschlendern?

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    1. Genau! Und wieso schreibt die TaWo „der Casinospalt“ und nicht „die Casinospalte“? Patriarchale Unterdrückung, egal wo man hinschaut…

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    2. „wird man sich das gut überlegt haben“

      Das schreibende Mitglied der TaWo war in diesem Fall eine Frau Ronja Beck, sozusagen eine schreibende Mitgliederin. Und diese ist sicherlich über allen Verdacht erhaben. Weil: In Zeiten von #MeToo wird frau sich das gut überlegt haben.

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