Der Claraturm kann kommen

Das Bundesgericht hat entschieden: Der Bau kann mit mehrjähriger Verspätung aufgenommen werden. Sämtliche Beschwerden wurden abgewiesen.

Das Bundesgericht war die letzte Instanz – dem Claraturm steht jetzt nichts mehr im Weg. (Bild: Hans-Jörg Walter)

«Der Beschwerdeführer vermag mit der Darstellung seiner Sicht der Dinge nicht aufzuzeigen, dass das Verwaltungsgericht in rechts- bzw. verfassungswidriger Weise die Rügen gegen die Bestimmungen des Bebauungsplans als zu spät beurteilte.» Mit dieser Begründung hat das Bundesgericht in Lausanne als letzte Instanz über den geplanten Claraturm geurteilt – und dem Vorhaben grünes Licht erteilt, wie die «bz Basel» schreibt.

Es war bereits das zweite Mal, dass sich das Bundesgericht mit dem Claraturm beschäftigte und die Beschwerden abwies. Dem Projekt, das ursprünglich bis 2015 realisiert werden sollte, dürfte jetzt nichts mehr im Weg stehen. Die Mietverträge in den betroffenen Liegenschaften laufen noch bis nächsten Sommer.

«bz Basel»: Bundesgericht lässt Claraturm-Gegner abblitzen

Konversation

  1. Der Claraturm wird nicht beim Gebäude des Bundesgerichtes gebaut. Es hat am zukünftigen Standort kaum schützenswerte Bauten, ausser vielleicht das alte Messegebäude. Basel ist am modernisieren und wachsen, da muss es in die Höhe gehen.

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  2. Ich wünsche mir diesen Tower so sehr. Auch ist er sehr, sehr gelungen. Basel braucht Hochhäuser, noch viele Hochhäuser, v.a. rund um den Messeplatz. Diese Meldung, dass endlich gebaut werden kann, hat meinen Tag gerettet. Bauen, bauen, bauen! Ständig diese Verhinderungspolitik, damit die Schweiz auch schön ein Museum bleibt. Toll, wir wissen ja, wie out resp. wie gut besucht historische Museen sind. Und noch ein Zitat: „Wer an Traditionen festhält, geht mit ihnen unter!“

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    1. Aber Traditionen sind zu einem gewissen Zeitpunkt neu, also noch keine Traditionen. Da stellt sich also die Frage, wann der richtige Zeitpunkt gekommen ist um abzuspringen. Die alten Griechen, wenn ich mich richtig erinnere, hatten in allgemeinerem Sinn dafür einen Begriff mit dem Namen „Kairos“.

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  3. Das Titelbild des Artikels zeigt es schön: Das alte Haus des Bundesgerichts gegen das architektonische Wunder eines oben angeschrägten Betonturmes aus der Aera „spartanische Gestaltung“.
    Naja, davon stehen dann in Basel wieder mehr herum.
    In Deutschland gab es mal das Zeitalter der „Plattenbauten“. Heute sprengt man die in Serie, weil da niemand mehr darin wohnen will.

    Später wird man auch in der Schweiz begreifen, dass diese Art der Architektur nicht erhaltenwert ist.

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  4. Aber, aber Herr Stumpf, ich wusste gar nicht, dass Sie solch ein undemokratisches Kerlchen sind. Eine Mehrheit des Basler Stimmvolks hat Ja zum Claraturm gesagt. Das gilt es zu akzeptieren, auch wenn Sie Basel als ein zweites Ballenberg wollen.

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    1. Ich sage nicht, man soll den Turm einfach trotzdem bauen! Das Volk könnte mit meinem Vorschlag nochmals neu darüber befinden. Ich bin also nicht undemokratisch. Gescheiter werden darf man sowieso immer!
      Aber vielleicht erledigen sich diese Turmbauten zu Basel ja bald von selbst. Die „Baselworld“ ist am Serbeln, da frage ich mich, ob all diese Investitionen am Messeplatz noch getätigt werden.

      Und wie war das mit dem Kunstmuseum-Parking?

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    2. Aber Buschweiler, Sie haben sich doch bereits vor Jahren zur Einmietung angemeldet (oder täusche ich mich?).

      Ihr «Ballenberg» scheint die freie Aussicht auf die Umlande zu sein (wer es sich leisten kann?). Ich darf Sie enttäuschen: Zukünftig sehen auch Sie nur an Glasfassaden (auch wenn Sie als SBB-Pensionist von Vorleistungen leben, die Sie niemandem heute mehr zusprechen würden) blicken.

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  5. Es gäbe nur einen Weg, die Warteckhäuser zu erhalten und den Claraturm doch noch zu verhindern: Eine Volksinitiative, welche die Umzonung der Warteckhäuser in die Schutzzone verlangte. Wenn das Volk dem zustimmte, dann wäre der Claraturm Geschichte. Leider findet sich keine Partei oder Vereinigung, die das an die Hand nimmt. So wird der Messeplatz nach den bald überflüssigen „Baselworld“-Hallen und dem an der Stelle des Parkhauses (dem die ganze heutige Kastanien-Baumreihe entlang des Gebäudes weichen muss) auch noch den vielleicht auch leerstehenden Claraturm schlucken müssen.
    Aber wer keinen Weitblick, keine Perspektive hat, wird sich am „Aussichts-losen“ Schattenloch Messeplatz nicht stören.

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    1. Fehler: ein Teil eines Satzes ist mir rausgefallen: Anstelle des jetzigen Messe-Parkhauses ist ein weiteres Hochhaus geplant. Sorry

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    2. Warum sollte der Claraturm leerstehen? Es gibt in Basel genügend internationale Wanderarbeiter, die sich die Wohnungen in dem Turm werden leisten können.

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    3. Null Interesse, diese unattraktiven Häuser zu belassen. Der Claraturm soll kommen. Er wird einen ausgezeichneten Beitrag an den Messeplatz und an die Clarastrasse leisten. Zeit, dieser Verhinderungspolitik endlich ein Ende zu setzen.

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