ETH darf Baumaschinen auf dem Schällemätteli wieder anwerfen

Seit Dezember ruhen die Arbeiten auf dem Schällemätteli, weil der Baukonzern Implenia Rekurs gegen die Vergabe des Bauauftrags eingereicht hatte. Letzten Endes kommt aber trotzdem die Konkurrenz zum Handkuss.

Die siebenmonatige Zwangsverspätung kommt die ETH teuer zu stehen.

Es war eine teure Extrarunde für nichts: Die ETH vergab ihren 107-Millionen-Franken-Auftrag für den Neubau auf dem Schällemätteli-Areal an das Bauunternehmen BAM Swiss, die unterlegene Konkurrentin Implenia legte beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde ein. 

Der Auftrag musste neu vergeben werden, die ETH entschied sich im Februar wieder für BAM Swiss – und nach einem Monat Bedenkfrist akzeptiert Implenia den Entscheid. «Implenia hat die Vergabe der ETH für das Projekt in Basel zur Kenntnis genommen und gegen diesen Entscheid keinen Einspruch erhoben», schreibt das Unternehmen auf Anfrage der TagesWoche.

Für die Baustelle bedeutet das: Die Bagger können wieder auffahren. Im Herbst will die ETH dann mit dem Hochbau auf dem Areal beginnen. Die Verantwortlichen schätzen die Verspätung auf sieben Monate, die Kosten für den Baustopp konnte die Medienstelle aber nicht beziffern. Beim Beschwerdeverfahren hatte die ETH angegeben, dass ein halbes Jahr Verzögerung rund 10 Millionen Franken kosten würde.

Konversation

  1. Interessant wäre doch mal zu wissen, wer diese Mehrkosten wegen der Verzögerung übernehmen muss. Schlussendlich wieder der Steuerzahler? Die Lösung in solchen Fällen müsste eigentlich sein, dass die unterlegene Einspruch-Firma mindestens die Hälfte der Mehrkosten berappen muss. Ansonsten wird dieser „Sport“ betreffs Einsprachen frisch-fröhlich weiter gehen, verlieren kann man ja nichts, so werden sich’s einige wohl überlegen ob’s sich’s rentiert. Man verliert dabei nicht nur Geld, sondern noch wichtiger eine Reputation.

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  2. Ich weiss, dass sogar die Uni Basel auf ihrer Internetseite dieses Areal Schällemätteli nennt. Trotzdem ist es falsch. Das Schällemätteli lag an der heutigen Ecke Spitalstrasse/Pestalozzistrasse, das Areal des alten Frauenspitals gehörte nie dazu. Der Neubau des Biozentrums steht auf dem Schällemätteli-Areal, der hier debattierte ETH-Bau aber nicht.

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