Wetter und Baustelle besiegeln das Ende des Hutpavillons

Wachsende Online-Konkurrenz, schlechtes Wetter und dann noch die Baustelle beim Stadtcasino – zu viel für «Svanette’s Hut-Palast». Nach über 20-jährigem Bestehen muss der Inhaber schliessen. 

Zu wenig Kunden: Standinhaber Martin Peters muss sich etwas Neues überlegen.

Nur noch vier Tage gibt es neben der Barfüsserkirche «Chapeaux für Grossi & Glaini, Dame & Herre» zu kaufen. Dann ist Sense – und nicht, weil dann der Weihnachtsmarkt endet. Am Dienstagmorgen hat Martin Peters, Inhaber von «Svanette’s Hut-Palast», die Geschäftsaufgabe vermeldet.

Sein Hutpavillon war über zwei Jahrzehnte hinweg an der Herbstmesse und am Weihnachtsmarkt präsent. Warum sich das Geschäft nicht mehr lohnt, begründet Peters einerseits so: «Wir produzieren ausschliesslich in Europa und zahlen unseren Angestellten anständige Löhne – da können wir mit den Online-Preisen nicht mithalten.» Andererseits sei diese Saison wetterbedingt schlecht. Dass Besucher ausbleiben würden, hatten die Standbetreiber aber schon vor der Schlechtwetter-Phase befürchten müssen:

https://tageswoche.ch/stadtleben/wir-machen-uns-grosse-sorgen-baustelle-schneidet-standbetreiber-vom-besucherstrom-ab/

Nach dem bitteren Schlag will Peters dennoch positiv bleiben. «Dass es jetzt vorbei ist, ist noch schwer vorstellbar, aber auch in Ordnung so», sagt der 33-Jährige. «Ich freue mich, dass wir über die letzten Jahre so viele Basler und internationale Köpfe behuten konnten, und bin gespannt, was für uns als Nächstes kommt.»

Einen Plan hat Peters bereits: Er will kleine Häuschen auf Räder bauen, sogenannte Tiny Houses. «Die gibt es im Internet nicht so einfach zu kaufen.»

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