Roche reicht Baugesuch für den neuen höchsten Turm der Schweiz ein

Die Roche treibt Bau 2 voran. Sie hat für den 205 Meter hohen Turm das Baugesuch eingereicht. Bis Mitte 2022 soll das höchste Gebäude der Schweiz fertig gestellt sein.

205 Meter hoch soll Bau 2 werden – und ist somit 27 Meter höher als der bestehende Roche-Turm.

(Bild: Visualisierung Roche)

Die Roche treibt Bau 2 voran. Sie hat für den 205 Meter hohen Turm das Baugesuch eingereicht. Bis Mitte 2022 soll das höchste Gebäude der Schweiz fertig gestellt sein.

Der 178 Meter hohe Bau 1 (und somit das höchste Gebäude der Schweiz) war noch nicht mal fertig, als die Roche im Oktober 2014 mit dem Bau 2 bereits einen noch höheren Turm ankündigte: Imposante 205 Meter hoch soll das zweite Hochhaus von Roche werden. Nun schafft der Pharmakonzern, nachdem gegen den Bebauungsplan für das Nordareal im Wettsteinquartier keine Rekurse eingegangen sind, auch Tatsachen.

Die Roche hat gemäss dem neusten Kantonsblatt das Baugesuch für Bau 2 eingereicht. Das neue Bürogebäude, das ebenfalls von den Architekten Herzog & de Meuron stammt, soll auf 50 Geschossen rund 2400 Arbeitsplätze unterbringen. Der Bezugstermin ist gemäss Roche-Sprecher Karsten Kleine für Mitte 2022 vorgesehen. «Wir haben mit vorbereitenden Rückbauarbeiten im Areal begonnen», so Kleine. Der Turm, der rund 550 Millionen Franken kosten soll, wird sich äusserlich am bestehenden Bau 1 orientieren. 

Mietzinsreduktion für Anwohner

Der Bau 2 wird zwar die markanteste Veränderung auf dem Roche-Areal sein, stellt aber dennoch nicht die grösste Investition dar. Insgesamt will die Roche – trotz angekündigtem Stellenabbau – in den nächsten zehn Jahren drei Milliarden Franken in den Standort Basel investieren. Unter anderem entsteht ab 2017 ein Forschungs- und Entwicklungszentrum für 1,2 Milliarden (vier unterschiedlich hohe Gebäude für knapp 2000 Forscher). Auch wird Bau 21, das Konzernleitungsgebäude aus den 1930er-Jahren, für 85 Millionen Franken saniert.

Den lärmpgeplagten Anwohnern im Wettsteinquartier kommt der Pharmakonzern während der intensiven Bauzeit entgegen. So werden in rund 100 Häusern im Quartier Schallschutzfenster eingebaut, um die Anwohner besser vor Baulärm zu schützen. Zudem gibt es für einige Anwohner auch eine finanzielle Entschädigung: Die Roche will bis zu 30 Prozent Reduktion des Mietzinses respektive des Eigenmietwertes übernehmen.


Die Roche hat ein Video erstellt, das die Arealentwicklung im Zeitverlauf zeigt.

Artikelgeschichte

– Aktualisierungen nach Antworten der Roche-Medienstelle: Bezugstermin ist nicht mehr wie ursprünglich geplant im 2021, sondern neu Mitte 2022. Neu sind im Bau 2 auch 2400 Arbeitsplätze vorgesehen, und nicht mehr 1700. 

Konversation

  1. @M Cesna – der Bau 2 wird nach aktuellsten technologischen Stand gebaut. Darin werden aber keine Wissenschafter forschen, es werden nur Büros/Verwaltung drin sein. Die Forschung wird in den weiteren Hochhäusern untergebracht werden, die nicht ganz so hoch werden. Die Roche hat zudem auch bereits die anderen Bauten Erdbeben ertüchtigt.

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  2. In Berlin gab’s einmal die Mauer und Basel hat bald ihre eigene Mauer – Eine Vertikale. Der Ausverkauf der Stadt hat schon längst begonnen, ein städtebaulicher Unsinn jagt den Nächsten, ein roter Teppich nach dem anderen werden den Multikonzernen ausgerollt. Die Wohnbevölkerung sind Schachfiguren in einem perfiden Spiel.

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  3. ufemtürmlisitztewürmli

    wir erinnern uns: nahe der heuwaage wurde 1958 das erste vollautomatische parkhaus europas erstellt (und 1970 wieder geschlossen).
    nun, diese paternoster-parkhäuser sind nicht grade billig – aber sensationell platzsparend, angstfrei zu nutzen – und vorab bei parallelen förder-/steuerungssystemen abhol- und verkehrsverteilend sehr effektiv. echt smart.

    sowas liesse sich doch praktisch unbemerkt im roche’schen doppelturmschatten errichten –zum zoologischen elsbethli, tramdepot wolf oder sunscht nöime.

    dürfen wir auf einen ersten gemeinnützigen parkturmstifter zählen?

    («mount roche-more» für autis)

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    1. @ Chröttli:
      Wenn man den Leuten klar machen könnte, dass Rohrpost-Dosen in Grossformat viel billiger sind als Autos, könnte man in der Stadt und Roche einfach ein Rohrpostsystem verlegen. Dann flitzt jeder in der eigenen Dose dorthin, wohin er muss.
      In dieser Dose könnte er dann auch seinen Mittagsschlaf verbringen.

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    2. @cesna
      😉
      eigentlich möchte ich ja den allersten tiefturmbau– schiller’s taucherglocke mit uboot-station («rhein damit»).
      tja, in japan übernachten sie im schliessfach am bahnhof
      (wir wollen nicht stänkern …)

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    3. @ Chröttli:
      DIE IDEE!
      Den Patrioten einfach klar machen, dass sie erst in bunkersicherer Atmosphäre sicher sind vor der EU, den Asylanten und all den bösen Fremden!

      Die nächste Schweiz wird dann einfach auf der anderen Seite des Vorgartens gebaut, äh, der Unterseite!

      So bekommt man mindestens doppelt soviel Leute in die Schweiz, ohne dass sie besonders auffallen.
      Wen dann noch die Zu- und Abfahrtswege ebenfalls unter den Boden verschwinden, fällt dann gar nicht mehr auf, dass die nächsten 8 Millionen auch noch irgendwo sind.

      Nur das mit dem Sonntagsspaziergang müsste man dann kanalisieren und rationieren, da sonst zuviele Leute sich auf den Spazierwegen auf den Füssen herumtrampeln würden.würden.

      Am Vormittag hätten dann die Patrioten Ausgang, am Nachmittag die Asylanten, Ausländer und SP-ianer.

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  4. Nachtrag:
    Urban ist, wenn ein solcher Bau in einer grünen Stadt wie Basel
    Schatten spendet und die Hausbesitzer dafür entschädigt werden.
    Mein Freund der Baum ist tot.

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