Klybeckstrasse: Auf der Landebahn ins Kleinbasel

Die Klybeckstrasse gehört zu den aufregendsten Orten der Stadt: Hier findet sich für jeden Geschmack eine neue Frisur oder etwas zu essen. Frühere Befürchtungen, das Leben an der Strasse würde zugrunde gehen, haben sich in Luft aufgelöst.

(Bild: Basile Bornand)

Die Klybeckstrasse gehört zu den aufregendsten Orten der Stadt: Hier findet sich für jeden Geschmack eine neue Frisur oder etwas zu essen. Frühere Befürchtungen, das Leben an der Strasse würde zugrunde gehen, haben sich in Luft aufgelöst.

Die Anwohner der Klybeckstrasse müssen sich auf lärmige Nächte gefasst machen. Schuld trägt aber nicht das Nachtleben, sondern die Nachtarbeit: Die BVB wechseln in den nächsten Wochen die Geleise aus. Für einmal tropft also nach Mitternacht nicht nur der Schweiss der Partygäste in der «Ladybar», nein, es springen auch die Funken der Schweissgeräte auf der Strasse. Auf dass das 8er-Tram künftig den Mehrbelastungen durch die Einkaufstouristen standhalten möge.

Schon publiziert und doch noch immer lesenswert: Während der Feiertage bis ins neue Jahr publiziert die TagesWoche herausragende Artikel mit der Spitzmarke «Best of 2015» nochmals. Wir wünschen gute Unterhaltung.

Entlang der Tramschienen, da ist die Zukunft bereits neu aufgegleist worden: Die Klybeckstrasse pulsiert wie keine andere in Basel. Jeden Monat, so der Eindruck, geht hier eine Tradition zu Ende und eine neue wird begründet.

Kleinbasler Originale

Zum Beispiel gleich dort, wo die Strasse numerisch anfängt: Beim Hotel Basilisk. Die Beiz war geschlossen, ist nun wieder geöffnet. Und das Haus nebenan wird renoviert: Hier war das Restaurant Bläsitörli angesiedelt. Hier kommt künftig das Restaurant zum Wurzengraber rein, das dem Claraturm bei der Messe weichen muss. Ein Kleinbasler Original bleibt somit erhalten.

Verschwunden ist dafür weiter vorne der Blumenladen Mäglin. Seine Betreiber sind an die Clarastrasse gezogen – wenn sich das mittelfristig bloss nicht als Fehler erweist.  

Den Wegzug bedauern viele Anwohner, ja, auch die frühere Besitzerin selber: Elsbeth Mäglin. Seit 1953 wohnt sie hier an der Klybeckstrasse. Damals war das Quartier noch ein richtiges Dorf, erzählt die 84-jährige Dame und schwelgt in Erinnerungen. Ja, damals, gab es hier noch drei Blumengeschäfte, drei Metzgereien und fünf Bäckereien! Alle verschwunden.

Die Grossverteiler machten den kleinen Spezialisten das Leben schwerer. Und das betraf nicht nur die traditionellen Schweizer Geschäfte, sondern auch die italienischen Läden, die ab den 1960er-Jahren mit den Gastarbeitern in der Klybeckstrasse Einzug hielten. Sie importierten Käse, Schinken oder Pasta, doch als die grossen Ketten diese Spezialitäten ebenfalls in ihr Sortiment aufnahmen, da wurde das Überleben auch für diese Geschäfte schwieriger. Als vor 20 Jahren immer mehr Läden brachlagen, sprang die nächste Migrantengruppe ein: Die Türken, die sich hier niedergelassen haben, traten vielerorts die Nachfolge an als Ladenbesitzer und Restaurantbetreiber.

«Einmal Bart stutzen, bitte!» Die türkische Seite der Klybeckstrasse beleuchten wir hier im Detail.

«Meine Tochter sagte ja auch: Gib das Geschäft doch einem der Türken, die sich interessieren», erzählt Frau Mäglin freimütig. Aber sie wollte das leerstehende Ladenlokal nicht in ein Restaurant umbauen lassen – und Ladenbesitzer anzulocken war schwer. So kam es, dass sie den Zuschlag aus Sympathie dem Gastronomen Miron Landreau gab, dem ein schickes Café im Pariser Stil vorschwebte.

So schlürft nun hier, wo Jahrzehnte lang Blumen verkauft wurden, seit August ein internationales Publikum Austern (huîtres), trinkt Wein und unterhält sich, während an diesem Montagabend ein Jazztrio spielt.

Die neuste Bar an der Klybeckstrasse: «Flore» lockt mit Austern statt Döner.  (Bild: Basile Bornand)

«Flore» heisst die Bar, sie ist die neuste Eröffnung an der Klybeckstrasse, und sie läuft gut. Der Nutzungswandel ist symptomatisch für die gesamte Entwicklung der Klybeckstrasse: Gastronomie boomt – Gewerbe leidet. Selbst die türkischen Geschäfte können sich nicht mehr auf ihr Stammpublikum verlassen, seit das 8er-Tram nach Deutschland fährt.

Heute geben die zahlreichen Coiffeursalons und Bistros, von denen es auf der Achse zwischen Kaserne und Dreirosenbrücke je rund 20 gibt, mehrheitlich Einblick in ihr Inneres. Symbol für die Durchlässigkeit und Offenheit.

Bedeckter geben sich einzig zwei, drei türkische Restaurants, hinter deren Gardinen gezockt wird. Verstehe: Man will sich nicht in die Karten schauen lassen.

Mit der Abenddämmerung tauchen die Dealer auf

Mit Einbruch der Dunkelheit wird auch ein anderes Geschäft an der Klybeckstrasse sichtbar: der Drogenhandel. Wurde dieser früher von einer Balkan-Mafia betrieben, sind es heute oft Nigerianer, die abends zwischen Kaserne und Feldberg hin und herschlendern, mit suchenden Blicken: «Do you need anything?» Wenn man sich erkundigt, worum es denn gehe, erfährt man: Kokain oder Marihuana.

Chügeli-Dealer nennt man die jungen Männer im Volksmund. Weil sie das Kokain in Zellophankugeln eingewickelt transportieren – im Mund, um es zu schlucken, falls sie in eine Polizeikontrolle geraten. Wie viele Dealer allabendlich unterwegs sind, lässt sich schwer abschätzen.

Solche Einschätzungen seien auch sehr heikel, sagt Wachtmeister Lukas Faulstich, einer der Kleinbasler Community-Polizisten. Es drohe die Gefahr, alle dunkelhäutigen Passanten in den gleichen Topf zu werfen. Die Vorurteile treffen dabei immer wieder Unschuldige. «Gerade vor der Sozialhilfe warten manchmal dunkelhäutige Menschen auf dem Bänkchen, bis sie an der Reihe sind. Da kommt es immer wieder vor, dass diese von Anwohnern zu Unrecht mit Dealern verwechselt werden.» Vorurteile können aber auch dunkelhäutige Expats treffen, die von der Arbeit nach Hause kommen.

Faulstich erklärt damit auch das zurückhaltende Auftreten der Polizei. «Wir können nicht einfach auf Allmend stichprobartige Personenkontrollen durchführen, dafür bräuchten wir schon Beweise.»

«Wir haben im Kleinbasel nicht mehr Einsätze als im Gundeli.»
Lukas Faulstich, Community-Polizist. (Bild: Basile Bornand)

Das ganze Geschäft totschlagen, wäre ein Ding der Unmöglichkeit. «Wir kommen da an unsere Grenzen», sagt Faulstich. Der besonnene Wachtmeister verweist zudem auf die andere Seite: Die Asylsuchenden, die hier auf Tour geschickt werden, stehen unter einem ökonomischen Druck. Es ist mitunter Verzweiflung, die sie antreibt. Kleine Fische, die austauschbar sind, aus anderen Kantonen anreisen. Nimmt man drei auf den Posten, dann stehen schon die Nächsten bereit.

Doch auch wenn die Dealer sichtbar sind: Generell sei es in der Strasse angenehmer, ruhiger geworden, was die Polizeiarbeit betreffe, sagt Faulstich, der bis vor drei Jahren die Community polizeilich betreute und bei unserem Rundgang für einen Kollegen einspringt. Razzien oder Räumungen, wie sie früher öfter vorkamen, hätten heute Seltenheitswert.

Mehr häusliche Gewalt, weniger Razzien

Zugenommen haben dafür Einsätze wegen häuslicher Gewalt. Faulstich erklärt sich das nicht mit einer allgemeinen Zunahme, sondern damit, dass diese früher seltener gemeldet wurden. «Es ist nicht mehr so ein Tabu, darüber zu reden», sagt er. Frauen, die in ihrer Heimat mit patriarchalischen Strukturen aufgewachsen seien, würden sich zunehmend trauen, Hilfe zu suchen, wenn der Mann gewalttätig werde. 

Sichtbare Gewalt aber habe in der Klybeckstrasse Seltenheitswert, die Mär vom gefährlichen Kleinbasel sei vor allem in den Köpfen Auswärtiger vorhanden. «Realität ist: Wir haben hier im Kleinbasel nicht mehr Einsätze als im Gundeli.»

Die Sicherheitsfrage, sie beschäftigt die Leute im Quartier weniger als die Veränderungen bei den Lokalen, wenn diese leer werden. Kommt jetzt eine weitere Kebab-Bude rein? Diese Frage hören Polizei und Stadtteilsekretariat häufig – meist sind es ältere Menschen, die sich besorgt äussern.

Dabei nimmt die Durchmischung zu, nicht nur in der Bevölkerungsstruktur, sondern auch hinsichtlich der gastronomischen Vielfalt. Bis diese Veränderungen in den Köpfen mancher Leute wirklich angekommen sind, dürfte es noch dauern.

Ein Frühling, der zwei Anläufe brauchte

Dabei passiert hier für Basel vieles schnell. Das Café Frühling etwa an der Ecke zur Oetlingerstrasse hat nach zwei Jahren bereits einen Relaunch hinter sich. Und blüht erst jetzt im zweiten Anlauf auf. Denn als das Unternehmen Mitte diesen gastronomischen Spin-Off 2013 lancierte, steckte man zwar genügend Geld rein – aber zu wenig Seele. Das räumt auch Selma Bausinger ein. «Früher hatte der ‹Frühling› den Ruf ‹komplizierter Kaffee, langsamer Service›», sagt die Geschäftsleiterin selbstkritisch. Sie schloss das Café Frühling im Januar dieses Jahres und passte Intérieur und Konzept ans Kleinbasel an: Selbstbedienung, Brocki-Charme und frisches Gebäck: Heute wirkt der «Frühling» wie eine charmante Cafébar in Kreuzberg. «Vorher wars hingestellt, jetzt ist das Café reingestellt», sagt Bausinger. Der Erfolg gibt ihr recht, bei unseren Besuchen sind alle Tische besetzt.

Tatsächlich weist die Klybeckstrasse einige Parallelen zum berühmten Berliner Kiez auf, was auch statistisch erwiesen ist: Sie ist für viele Auswärtige, seien es Schweizer oder Ausländer, eine Landebahn in die Stadt, die Landebahn ins Kleinbasel. So definiert Angie Ruefer, einst selber von Solothurn hergezogen, die Strasse, an der sie arbeitet – im Kulturbüro. Dieses hat sich hier, zwischen Kaserne und Kunstraum Dock, eingenistet. Das passt. Denn die Klybeckstrasse ist auch ein Ort, der Kulturschaffende verbindet.

Ein architektonisches Flickwerk

Vielleicht entwickelt sich die Strasse ja so schön bunt, weil der Staat im Unterschied zur Clarastrasse, die trotz Boulevard kaum an Lebensfreude und Strahlkraft gewonnen hat, hier nie gross eingriff. Auch nicht, als alte Bausubstanz abgerissen und durch hässliche Neubauten ersetzt wurde.

Ihr Konzept habe ihn überzeugt. Wo Sushi sind, da ist auch ein kaufkräftigeres Publikum. 40 Prozent ihrer Gäste seien Expats, sagt sie. Allerdings erscheinen diese mittags noch nicht in Scharen. «Doch der Abend läuft, im Restaurant und durch Hauslieferungen», sagt die Wirtin. Sie hat damit gerechnet, dass es einige Monate dauert, bis der Betrieb Gewinn abwirft. «Im Moment kommen wir gerade durch», sagt sie und strahlt Zuversicht aus. 

Andere Restaurants haben es bereits geschafft, sind fest verankert im Quartier: das thailändische «Boo» oder der italienisch gefärbte «Gatto Nero». 

Ein bisschen Italianità ist geblieben

Italienisch gefärbt wird man auch bei Livia Zarola, der alteingesessensten Coiffeuse. Als sie vor 30 Jahren ihren Salon eröffnete, da war sie in der italienischen Community gut aufgehoben. «Es gab einige italienische Läden in der Strasse», erinnert sie sich, «von der Metzgerei bis zum Haushaltwarengeschäft, wo man sich mit Hochzeitsgeschenken eindeckte.» Tempi passati. Viele pensionierte Italiener zogen in ihre Heimat zurück, so auch ihre eigenen Eltern.

Und wer gut verdiente, feierte den sozialen Aufstieg mit einer Wohnung oder einem Häuschen auf der anderen Seite des Rheins oder im Kanton Baselland. Dadurch verlor die italienische Coiffeuse Stammgäste, und angesichts der wachsenden Konkurrenz kam der Moment, wo sie sich nach anderen Möglichkeiten in der Region umsah.

Sie blieb schliesslich der Klybeckstrasse treu. Die Miete hier ist erschwinglich – und sie mittlerweile froh, dass sie geblieben ist. «Mir gefällt, dass es so viele junge Leute hat», sagt sie. Und die hohe Coiffeurdichte habe auch Positives: «Neuzuzüger kommen in die Klybeckstrasse, weil ihnen gesagt worden ist, dass es hier viele Coiffeurgeschäfte gibt.»

Bei allen Veränderungen, bleibt die Klybeckstrasse am Ende doch beides: Landebahn und Durchgangsstrasse für Ankommende – und Heimat für Alteingesessene.

Und am Ende, das ist sie ja noch lange nicht, auch nicht auf Höhe der Dreirosenbrücke. Sie wird dort nur unterbrochen, was angesichts der Vielfalt im oberen Teil leicht vergessen geht. Denn am Ende führt die Klybeckstrasse bis ins Herz von Kleinhüningen. Und erzählt dort noch einmal eine ganz eigene Geschichte. 

Konversation

  1. Sehr geehrter Herr Krebs,

    ich habe zwei Fragen zu Ihrem Artikel über die Klybeckstrasse.

    Sie schreiben: „Dass das «Flore» dabei auf Wein und Jazz setzt statt auf Bier und Rock, könnte man als Zeichen der «Aufwertung» sehen, um dieses unsägliche, von Stadtplanern in unsere Köpfe gepflanzte Wort zu verwenden.“
    Warum sollen „Wein und Jazz“ hochwertiger als „Bier und Rock“ sein?

    Dann schreiben Sie zu einem Thema der Immobilienwirtschaft: „Die Spekulanten erwarben die Liegenschaften von Schweizern, die ins Grüne gezogen waren. Sie füllten sie mit Saisonniers und Migranten – und rissen die Häuser später ab, um einen «Sprisse» reinzupflanzen, einen Neubau, in dem niedrigere Wohnungen und so mehr Etagen Platz fanden: Profitsteigerung.“
    Meines Erachtens ist der Wortlaut dieses Absatzes nicht nur ungenau sondern auch gar suggestiv. Wenn man von Liegenschaften, Spekulanten und Profitsteigerung spricht, bewegt man sich in einem Bereich des ökonomischen Kommentars. Dabei hat die Bezeichnung der ehemaligen Hausbesitzer als „Schweizer“ keine Relevanz. Es ist wie ein Vergleich von Äpfeln mit Birnen. Hier wäre eher ein anderes Attribut aufschlussreicher, wie „Liegenschaften von bürgerlichen/wohlhabenden/o.ä. Familien/Personen“. Waren die „Spekulanten“ keine „Schweizer“? Wer waren sie?

    Ich danke Ihnen und grüsse Sie freundlich,
    Ioana Jimborean

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    1. Sehr geehrte Frau Jimborean

      Zu Ihren zwei Fragen: Wein und Jazz (und Austern) stehen für einen gepflegteren Umgang als Bier und Rock, in diesem übertragenen Sinn ist dieser Vergleich zu verstehen (Bier und Rock sind ja kulturhistorische Symbole für einfachere Musik, während der Jazz als Symbol für eine gebildetere Elite steht). Aber, jaja, keine Regel ohne Ausnahmen, hier geht es einfach um die Symbolkraft.
      Was den Absatz mit den Spekulanten betrifft, so könnte man durchaus Bürgertum anstelle von Schweizern schreiben, das wäre präziser, da haben Sie recht. Danke für Ihre detaillierte Analyse und Ihre Meinung.

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  2. Ein spannender Artikel der einige Schwerpunkte beleuchtet.

    Persönlich finde ich es hinterfragenswert ob mit dem Gewinn eines Burgerbraters für Novartis Expats der Milionenbetrag der CMS im Union ansatzweise zu rechtfertigen ist… oder ob es tatsächlich etwas zu ‚Multikulti‘ beiträgt oder eher zu ‚Kulti neben Kulti‘. Zumal man im Valentinos an der Ecke Klybeckstrasse schon seit 20 Jahren Burger essen kann und das in multikulturellem Umfeld.

    Kraushaars Kundin, die gemäss ihr als ‚Kunstsammlerin wusste, dass das Kreative an solchen Orten passiert’… hat sich nur im Taxi ‚an solche Orte getraut‘ – Wie soll ich denn das vestehen? An solche Orte? Wohne nun seit 20 Jahren hier – und kann mir nicht vorstellen was damit gesagt werden soll.

    Zur nicht soooo stark wahrnehmbare Gentrifizierung bleibt wohl noch zu sagen, dass ich auch der ‚Hippe-Durchschnitts Arty-Farty‘ nur selten fragt, wer wohl all die schönen sanft oder unsanft renovierten Wohnungen und Geschäfte vorher bewohnt und betrieben hat und was aus dieser oder dem wohl geworden ist.

    Die langjährigen BewohnerInnen aus fünf Nationen und allen Gesellschaftsschichten der Klybeckstrasse 11 wissen jedenfalls noch nicht wo sie hinziehen können für gut CHF 900.00 inkl für 2 Zimmer…

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    1. Danke für Ihre Gedanken. Die Fragen, die Sie sich zum Union stellen, werden übrigens von Hüseyin Akin in folgendem Begleittext über die «türkische Sicht» ebenfalls aufgegriffen: http://www.tageswoche.ch/de/2015_49/basel/705283/Einmal-Schnauz-stutzen-bitte!-Die-t%C3%BCrkische-Seite-der-Klybeckstrasse.htm

      Was die Kunstsammlerin betrifft: Es mag uns alle verwundern, aber es gab und gibt wohl tatsächlich Menschen ennet des Rheins, die ihren Fuss nie wirklich ins Kleinbasel setzen, weil sie glauben, was der Boulevard in den 90er-Jahren ständig schrieb: Dass das Kleinbasel der gefährlichste Ort der Schweiz sei.

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  3. Armes Planet13, Herr Krebs reagierte und gestattete dir eine Reklamation zu und meinte dazu lapidar Va bene! Ansonsten sei deine Reaktion persönlich.
    Na, danke schön!
    Geht es um das Persönliche, oder um Verdrängung, warum so ein Ort, wie das Planet13 nicht erwähnt wurde?
    Auf der „bald golden funkelnden, immer mehr aufgewerteten Klybeck-Landebahn“, ist Verdrängung von sozial Benachteiligten, ein Dauerthema“. Armut, Ausgrenzung, Asyl. Migration: Themen, die hier keinen Platz mehr haben.

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  4. Die Gentrifizierung hier ist harmlos? Ach ja? Na, das wird zB. die MieterInnen an der Klybeckstrasse 11 beruhigen, die gerade kollektiv die Kündigung bekommen haben. Da wird jetzt totalsaniert für’s höhere Mietsegment. Und schräg gegenüber? Das Haus ist bereits leer. Und das gleiche passiert an der Haltingerstrasse usw. Die Expats müssen ja irgendwo hin, und je näher am Trend, desto besser.

    Kraushaar und Co. sind Teil des Problems: Hauptsache, der Kaffee kommt aus der originalen vintage Maschine und für sich selber stimmt’s, der Rest kann sehen, wo er bleibt.

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  5. Zum Interview mit Selma Bausinger vom „Frühling“, es gäbe kein Kino hier, was schade sei…: nur mal die Strasse entlang laufen, um eines von Basels besten Kinos zu entdecken: Klybeckstrasse 247, neueskinobasel.ch … einfach mal genau umgucken 😉

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  6. Hallo Herr Krebs
    Das Internetcafé Planet13 scheint für Sie unsichtbar zu sein. Warum denn das? Seit nun über acht Jahren existiert es an der Klybeckstrasse 60, gegenüber der Sozialhilfe und empfängt jeden Tag viele Menschen.
    Sind wir es nicht wert wenigstens für ein 1-2 Zeilen lang erwähnt zu werden? Openwireless, kostenloser Internetzugang und vieles mehr. Unterstützung beim Schreiben, Scannen, Drucken….Multikulti, die vielen Gäste.
    Grüsse von den Unsichtbaren/Sichtbaren
    Planet13
    Team

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    1. Hallo Planet 13

      Ihr nehmt die Reportage persönlich, fair enough – aber es geht hier nicht darum, alle, die etwas (tolles) machen, aufzulisten. Und eure Zeilen habt ihr ja jetzt hier erhalten. Va bene?

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