Die Musen schütten ihr Füllhorn aus: Das sind die Gewinner der Baselbieter Kulturpreise

Am Mittwochabend verlieh die Baselbieter Regierung in Lausen die diesjährigen Kulturpreise. Die vier Gewinner bilden eine kuriose Truppe quer durch alle Generationen hindurch.

65’000 Franken hat die Baselbieter Regierung am Mittwochabend ausgeschüttet. Aber keine Angst: Dieses Mal für eine gute Sache.

Den mit 25’000 Franken dotierten Kulturpreis erhält Roland Buser aus Füllinsdorf. Der Astronom und Philosoph mit Jahrgang 1945 schafft es, sich in der Unendlichkeit des Universums nicht zu verlieren. Er schreibt und spricht über das Unfassbare, über die Entstehung von Zeit, Raum und Leben – oder kurz: darüber, wie grossartig das alles ist. Buser hat als Professor an der Uni Basel gelehrt und hält noch immer Vorträge.

Etwas weniger, nämlich 20’000 Franken, beträgt der Spartenpreis, den die Baselbieter Regierung vergibt. Er geht an den Liestaler Comic-Zeichner Enrico Marini. Der 48-Jährige durfte jüngst zwei Batman-Bände für «DC Comics» zeichnen – einen der beiden ganz grossen Fische im amerikanischen Comic-Pool. Das Plakat für die diesjährige «Fantasy Basel» hat Marini übrigens auch designt. Sein Handwerk hat er an der Basler Kunsthochschule gelernt.

Ehrung für Eigenwilliges

Die Nachwuchsförderung geht an die Future Band – ein Nachwuchsprojekt von vier Musikvereinen aus dem oberen Baselbiet. Die Jugendlichen brillieren regelmässig an Musikwettbewerben und schrecken auch nicht vor organisatorischen Aufgaben zurück. Das ist der Jury ein Fördergeld von 10’000 Franken wert.

Gleich viel erhält der Lausener Künstler Johannes Willi. 2016 hat er bereits den Manor Kunstpreis gewonnen. Willi probiert gerne aus – und zeigt manchmal auch einfach die Werke befreundeter Künstler anstelle der eigenen. Oder spielt mit den Basler Fasnachts-Traditionen. So viel Chuzpe wird nun auch im Baselbiet honoriert.

https://tageswoche.ch/kultur/eine-fasnachtsclique-als-kunstperformance/

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