Auch der «Vegiman» scheitert: Kanton geht beim Feldberg-Kiosk über die Bücher 

Der «Vegiman» gibt seinen Betrieb an der Feldbergstrasse auf. Der Kanton sucht nun neue Konzepte für den Kiosk. 

Wieder nichts gewesen: Auch der «Vegiman» war erfolglos auf dem Dreiecksplatz. (Bild: Nils Fisch)

Über ein Jahr hat Emanuel Geering gekrampft und versucht, den Dreiecksplatz bei der Bushaltestelle Feldbergstrasse zum Leben zu erwecken. Nun schmeisst auch er mit seinem Gastrokonzept «Vegiman» den Bettel hin.

Ende September schliesst Geering die Türen des Feldberg-Kiosks, wie er auf Facebook bekannt gibt. Auch er hatte keinen Erfolg mit dem Häuschen. Somit ist Geering schon der fünfte Betreiber, der seit der Eröffnung des Kiosks im Sommer 2013 aufgibt.

https://tageswoche.ch/gesellschaft/jetzt-kommt-der-vegiman-feldberg-kiosk-steht-vor-viertem-neubeginn/

Als Grund für seinen Entscheid nennt Geering «wirtschaftliche und persönliche Umstände». «Es ist eine schwierige Ecke», erklärt er auf Anfrage. «Es lief nicht so, wie ich es mir vorgestellt hatte.» Da er ohnehin bald Vater werde, habe er sich deshalb entschieden, nicht mehr weiterzumachen.

Beim Kanton sieht man nun Handlungsbedarf: «Wir werden den Gastrokiosk bei der Feldbergstrasse neu ausschreiben. Dies auch, weil es in der Vergangenheit mehrere Betreiber gegeben hatte, die leider nicht erfolgreich waren», sagt Daniel Hofer, Sprecher des Bau- und Verkehrsdepartements. Wann die Ausschreibung erfolgen wird, ist unklar. Aber: «Mit der Ausschreibung möchten wir neuen Konzepten eine Chance geben», so Hofer.

Jahrelang stand der Feldberg-Kiosk bei der Bushaltestelle leer. Nach einer Zwischennutzung 2011 schrieb der Kanton einen Wettbewerb für eine Neunutzung aus. Der Kiosk wurde renoviert und im Sommer 2013 als Gastrokiosk mit einem kleinen Innenbereich und Aussensitzplätzen eröffnet. Der Kiosk hätte den Dreiecksplatz beleben sollen – was bis heute nur zeitweise gelang. Vielmehr gaben sich verschiedene Gastronomen innert kurzer Zeit die Klinke in die Hand.

Konversation

  1. Ich habe noch eine ganz innovative Idee: Wieso nicht in diesem kleinen Häuschen einen Kiosk aufmachen? Würde sich doch anbieten. Wundert mich, dass noch niemand darauf gekommen ist.

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  2. STARBUCKS!
    oder gar nichts.
    Alle weiteren privaten Initiativen enden im Desaster und führen in den Ruin. Fünft frustrierte Betreiber in fünf Jahren sind genug.

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  3. Ein erfolgreicher Ansatz ist in erster Linie pragmatisch und nachfrageorientiert.
    Dann muss die Produktion effizient und effektiv aufgezogen werden – dabei gehts nicht um ein spannendes Projekt, sondern um ehrliche Analyse und konsequente Umsetzung.
    Dabei sollte das mögliche Angebot unideologisch hinterfragt werden – vegan ist womöglich zu eng.
    Eine Website braucht es nicht, zu teuer und wohl nur dem eigenen Ego zunutze. Nur auf Google muss das Lokal gut und einfach gefunden werden können.
    Dann denke ich, sind die Preise zu tief, da wird zuwenig Umsatz gemacht.
    Durchschnittlich 50 – 60 Kunden, die täglich 15chf bezahlen, bräuchte es hier im Minimum – und das als OneMan-Show mit bescheidenem Einkommen und 6-Tage-Woche.

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  4. Ein Mietproblem?
    Dann also einen Apfelladen, eine Heroinverkaufsstelle oder doch eine elegante Geldwaschanlage?

    Redet doch Klartext, warum es nicht lief!!

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  5. Ein Gastro Kiosk in der meist belasteten
    fein Staub -Str. in der Stadt.
    Wie wärs mit einem Künstlerkiosk mit
    Peepshow und 1 Fränklern.

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  6. Bisher war jedes Konzept am Bedürfnis vorbei. Eigentlich verkehren dort schon viele Menschen, aber ob die nur nachmittags irgendwelche Hipsterbrötchen für 7 Franken essen wollen?

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