Jetzt machen auch schon frisch verlegte Gleise Probleme

Es gibt schon wieder Ärger mit Tramgleisen. Dieses Mal zeichnet ein fehlerhafter Bolzen dafür verantwortlich.

Verbolzt und zugenäht. 50 Meter Tramgleise müssen mitsamt darunterliegendem Beton wieder entfernt werden.

Seit Anfang Juli läuft das Projekt Erneuerung Rosentalstrasse und Tramhaltestelle Badischer Bahnhof. Rund 50 Meter Tramgleis haben das Basler Tiefbauamt, die Basler Verkehrs-Betriebe (BVB) und der Stromversorger IWB seither ersetzen lassen. Jetzt zeigt sich: Die neu eingesetzten Bolzen zur Befestigung der Gleise an der Rosentalstrasse sind brüchig. Das teilt das Basler Bau- und Verkehrsdepartement (BVD) mit.

Besonders mühsam erweist sich der Materialfehler auf dem bereits einbetonierten Teilabschnitt. Diese Bolzen würden «unter Hochdruck» ersetzt, heisst es. Doch: «Da innert der kurzen Zeit nicht ausreichend Ersatzbolzen für das BVB-eigene Befestigungssystem verfügbar sind, müssen in der Rosentalstrasse auf einer Länge von rund 50 Metern Tramgleise und der darunter liegende Beton wieder entfernt werden.»

Wer für den entstandenen Mehraufwand aufkommen müsse, sei noch Gegenstand von rechtlichen Abklärungen. Auf ein weiteres Experiment mit den verwendeten Spezialbolzen scheinen sich die Verantwortlichen jedenfalls nicht mehr einlassen zu wollen. Es käme im Anschluss ein «alternatives Befestigungssystem zum Einsatz». Dieses sei bereits um den Badischen Bahnhof verwendet worden – ganz ohne Probleme. Eine Verzögerung des Gesamtprojekts schliesst das BVD schon mal aus. (tin)

Die Probleme mit den Tramschienen

https://tageswoche.ch/gesellschaft/schlecht-gewartete-bvb-trams-machen-ihre-eigenen-schienen-kaputt/
https://tageswoche.ch/politik/schienen-desaster-der-bvb-jetzt-spricht-der-verwaltungsrat/
https://tageswoche.ch/stadtleben/wie-die-bvb-das-schienen-debakel-zurechtbiegen/

Konversation

  1. Der Titel und Artikel ist mal wieder wenig brauchbar. Das es mit dem Material immer mal wieder Probleme geben kann ist in der Zwischenzeit normal. Qualitätsprüfungen beim Hersteller werden deswegen oft vernachlässigt, den so kann man Kosten sparen. Die Kunden tun Ihr Übriges dazu. Kosten möglichst tief und das sogar noch staatlich verordnet.
    Aber die BVB hat es zum Glück noch früh genug bemerkt.

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  2. Tja, nur das gerade die DDR Ansicht qualitativ doch nicht schlecht war. Aber ist egal, den die gibt es nun doch schon lange nicht mehr.

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  3. Wahrscheinlich billig Schrauben aus der ex DDR.
    Hauptsache Billig und keine Schweizer Qualitätsarbeit.
    Bezahlen wird es der Trambenutzer und die Anwohner
    mit Lärm.

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