Jetzt schlagen wir uns auch noch mit Alien-Wespen herum

Wespen nerven, und das schon seit Millionen von Jahren. Das beweisen fossile Fliegenpuppen aus dem Naturhistorischen Museum.

Für solches Design verteilt Hollywood Oscars: Aus einem braunen Klumpen schält sich schichtweise ein blaues Objekt, bei dessen Anblick einen fröstelt. Und das ungute Gefühl trügt nicht. «Xenomorphia resurrecta» haben die Wissenschaftler das versteinerte Lebewesen getauft – benannt nach H. R. Gigers Weltall-Monster aus dem SciFi-Filmklassiker «Alien».

Bei den Röntgenaufnahmen handelt es sich um eine fossile Fliegenpuppe, in der eine parasitäre Wespe steckt. Wäre der Prozess nicht unterbrochen worden, hätte der Schmarotzer seinen Wirt von innen aufgefressen und wäre dann geschlüpft – vor geschätzten 34 bis 40 Millionen Jahren.

Entdeckt wurde die neue Wespenart zusammen mit drei weiteren Arten in 1500 fossilen Fliegenpuppen, die grösstenteils aus Sammlungen des Naturhistorischen Museums Basel stammen. Dass sich in den mineralisierten Puppen Wespenlarven verstecken, hatte der Basler Entomologe Eduard Handschin schon 1944 beschrieben. Allerdings musste Handschin die nur drei Milimeter langen Puppen dafür zerstören.

Mittels Hochgeschwindigkeits-Tomographie hat ein internationales Forscherteam die Fliegenpuppen nun durchleuchtet und die unheimlichen Bekannten digital rekonstruiert. Es ist eben wie im Horrorfilm: Die tot geglaubten Plagegeister kehren immer wieder zurück!

Und so sehen sie aus:

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