Demo vor der Post, halbstarke Schule im Baselbiet und rosa Schaumstoff im Kunstmuseum

Was läuft in der Region? Unsere tägliche Übersicht über die lokalen Geschichten.

(Bild: Nils Fisch)

Was läuft in der Region? Unsere tägliche Übersicht über die lokalen Geschichten.

Demo gegen die Schliessung der Hauptpost

  • «Stark defizitär» sei die Hauptpost in der Innenstadt – deshalb wird sie geschlossen.
  • Am Samstagmittag rief die SP Basel-Stadt zum Protest auf. Unterstützt von den Juso BS, den Grünen BS, der BastA!, der Rentnerorganisation Avivio, dem Behindertenforum VPOD und der Gewerkschaft Syndicom demonstirerten sie im Regen gegen die Postschliessung.
  • Mehrere Redner, unter anderem SP-Präsidentin Brigitte Hollinger, sprachen sich für den Erhalt des Hauptpost-Gebäudes aus.
  • Der Tenor unter den Rednern: Ein derartiger Abbau des Service public ist nicht akzeptabel.
  • Georg Mattmüller vom Behindertenforum Basel-Stadt und Roberto Mascetti von der Rentnerorganisation Avivo betonten, dass durch den Abbau der Hauptstelle auch die persönliche Betreuung für Post-Besucher im Zentrum wegfalle – genau das sei aber für behinderte und ältere Menschen sehr wichtig.

Einbürgerung wird teurer – rückwirkend

  • Baselland verlangt für die Einbürgerung doppelt so viel Gebühren wie ursprünglich vorausgesagt, berichtet die «Basellandschaftliche Zeitung».
  • Die Erhöhung findet rückwirkend, also per 1. Januar 2016 statt.
  • Die Begründung der Baselbieter Sicherheitsdirektion: Die Gebühren würden die Aufwände von Einbürgerungen nicht vollständig begleichen.
  • Georges Thüring, Präsident des Verbands Basellandschaftlicher Bürgergemeinden und SVP-Landrat, hat den Regierungsrat dazu aufgefordert, die Gebührenerhöhung erst per 1. Januar 2017 einzuführen.

Nein, das ist nicht ein Novartis-Labor, sondern das neue des Gymnasiums Bäumlihof. Mehr Bilder vom Umbau gibts hier.

Starke Schule – schwache Argumente

  • Alina Isler und Saskia Olsson sind ehemalige Schülerinnen des Landrats und Gründers des Komitees Starke Schule Baselland Jürg Wiedemann. Die beiden jungen Frauen sind heute im Vorstand des Komitees.
  • Am 5. Juni wurde im Baselbiet über zwei Initiativen des Komitees abgestimmt und entschieden, dass es in Baselland keine Sammelfächer geben soll.
  • Vor drei Wochen reichten Isler und Olsson die Unterschriften für die zwölfte Initiative des Komitees ein: Stoffinhalte statt Kompetenzen.
  • Sie stützen sich allerdings auf viele Halbwahrheiten, wie ihre Auftritte an Medienkonferenzen zeigen. Sie sagen zum Beispiel, die Erziehungsdirektorenkonferenz habe den Lehrplan 21 «im stillen Kämmerlein entwickelt», und es stehe dort nie konkret, dass der Satz des Pythagoras gelehrt werden soll – zwei gewagte Behauptungen.

Novartis-Chef im Interview: «Basel wird eine wichtige Rolle spielen in der Forschung»

Joe Jimenez äussert sich im Interview mit der «bz Basel» über den Umbau in der Novartis, die Digitalisierung, Investitionen in Billiglohnländern und den neuen Präsidenten der USA. Drei Auszüge als Lese-Anreiz:

Welche Rolle spielt Basel in dieser neuen Organisation?

Joe Jimenz: Basel wird eine wichtige Rolle spielen in der Forschung. Wir investieren jährlich über drei Milliarden Franken hier. Wir haben jetzt auch beschlossen, die Forschung im Bereich Biologie in zwei Städten zu konzentrieren. Eine davon ist Basel, die andere Cambridge in den USA.

Vor einiger Zeit haben Sie eine Kooperation mit Google angekündigt, um eine intelligente Kontaktlinse auf den Markt zu bringen. Kommt das Projekt voran?

Wir verfügen nun über einen ersten Prototypen einer Linse, die automatisch die Sehschärfe einstellt. Wir gehen davon aus, dass wir 2017 in die klinische Phase gehen können.

Sie verschieben doch auch Stellen in Tieflohn-Länder, wie Indien.

Natürlich, aber nur wenn es Sinn macht. Ich gebe Ihnen ein Beispiel: Als wir etwa entschlossen, 500 Millionen in Stein AG zu investieren, haben wir uns auch den Standort China genau angesehen. Wir haben uns für Stein entschieden. Dabei war die Ausbildung der Mitarbeiter entscheidend. Das hat die möglichen Kosteneinsparungen in China mehr als aufgewogen. 

Novartis-Chef Joe Jimenez: «Unsere Forscher sind fast schon zu intellektuell»

Kein Orca aus rosa Schaumstoff im Kunstmuseum Gegenwart und trotzdem Free Willy

  • Der Basler Künstler Johannes Willi hat den Manor Kunstpreis gewonnen.
  • Nun darf er seine Ausstellung mit dem Namen «Free Willi 2» im Kunstmuseum Gegenwart ausstellen.
  • Die Ausstellung ist der zweite Teil einer Trilogie. Im ersten Teil erschuf Willi keine Kunstwerke, sondern liess sich welche schenken.
  • Dieser zweite Teil der Ausstellung verspricht einen Raum aus rosa Schaumstoff, der einen Magen darstellt, wo die Kunstwerke verdaut werden. Im Porträt erzählt der Künstler unter anderem, was es mit dieser abstrusen Idee auf sich hat.

 

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