229 Bäumen gehts in Basel an den Kragen

Die Stadtgärtnerei muss eine Reihe abgestorbener oder kranker Bäume fällen. Aus Sicherheitsgründen – und weil vielen der Sommer zu heiss war.

Abgestorben, von Pilzen befallen oder verfault: Die Stadtgärtnerei stutzt und fällt im November zahlreiche Bäume.

Die Krim-Linde am Bundesplatz weist grosse nekrotische Stellen am Stammfuss auf. Der Gewöhnliche Trompetenbaum im Garten des Universitätsspitals ist von einem Pilz befallen. Und auf der Voltamatte müssen vier Nichtfruchtende Strassen-Eschen weichen – wegen ihrer schlechten Entwicklungsprognose.

Wer das Baumkataster des Kantons durchforstet, findet den Standort und den Grund von jedem einzelnen der 219 Bäume, die auf Stadtgebiet gefällt werden müssen. Zehn weitere Bäume werden zudem massiv zurückgeschnitten, weil es ihnen nicht gut geht. 

Unter anderem macht eine «Sonnennekrose» den Basler Bäumen zu schaffen. Das ist ein Baum-Sonnenbrand, bei dem die Rinde abplatzt. Danach liegt das Holz schutzlos frei und Pilze können sich darüber hermachen. Der Baum wird zum Sicherheitsrisiko und muss gefällt werden.

Nächstes Jahr gibts Nachwuchs

Dieser Sonnenbrand ist ein Resultat des heissen Sommers. Doch die Stadtgärtnerei betont, dass die Zahl an gefällten Bäumen nicht überdurchschnittlich hoch sei. Vom Bestand von 26’000 Bäumen wird jedes Jahr rund ein Prozent ersetzt. In diesem Jahr sind es vor allem Bäume in den Quartieren St. Alban, St. Johann, Hirzbrunnen, Wettstein, Klybeck und Kleinhüningen, die im November weichen müssen.

Langfristig wird es in den Quartieren aber nicht weniger Bäume geben, versichert die Stadtgärtnerei: «Alle entfernten Bäume werden im Frühling oder Herbst 2018 durch Jungbäume – wenn immer möglich am gleichen Ort oder in unmittelbarer Nähe – ersetzt.»

Warum Basels Bäume arm dran sind

https://tageswoche.ch/gesellschaft/lang-anhaltende-hitze-bedroht-waelder-der-region
https://tageswoche.ch/gesellschaft/wie-an-der-cote-dazur-so-veraendert-sich-basel-durch-den-klimawandel
https://tageswoche.ch/stadtleben/basels-baeume-die-alten-haben-einen-schweren-stand

Konversation

  1. Es könnte sinnvoll sein, neben den Baum auch einen Wassertank einzupflanzen, den man dann wöchentlich nachfüllt.
    Die vielen Quadratmeter neben den meisten Bäumen hat man ja optimal verdichtet und zugeteert, von denen ein Baum auch noch lebt!
    Von der Seite hat die Stadtgärtnerei tatsächlich die Pflicht, die baulichen Missetaten der Umgebung der Bäume zu kompensieren!

    Sonst wären Löwenzähne oder Wildrosen adäquater, da sie resistenter sind gegenüber Trockenheit.

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