So spricht die Gellertkirche: «Eure Berufung, liebe Frauen: Leben gebären»

An ihren Worten soll man den Geist einer Kirche erkennen. Also haben wir die Predigten der Gellertkirche gelesen.

«Die Endzeit hat längst begonnen.» In der Gellertkirche bereitet man sich aufs jüngste Gericht vor.

Die Basler Gellertkirche gibt zu reden. Nach einer Reportage über die Kirche, die sich gegen aussen offen gibt, haben sich ehemalige Mitglieder bei der TagesWoche gemeldet. Sie widersprechen den Darstellungen der Kirchenvertreter, legen Zeugnis ab von Ausgrenzung und Unterdrückung im Inneren der Gemeinde.

https://tageswoche.ch/stadtleben/sektengroove-der-kirche/

Nicht nur die Ausgegrenzten, auch die Kirchenleute kommen in der TagesWoche zu Wort. Hier steht das Wort von der Kanzel im Fokus. Bei der Lektüre von rund 50 Predigten aus der Gellertkirche (insgesamt sind deren 447 im Archiv der Kirche öffentlich zugänglich) geriet unser Lesefluss oft ins Stocken.

«Oft ist Sexualität bei Frauen geprägt von Rache oder von Enttäuschung in Bezug auf den eigenen Vater.»

Sex ausserhalb einer Ehe zwischen Mann und Frau: eine Sünde. Das Buch der Offenbarung des Johannes: eine wörtlich zu nehmende Beschreibung der Zukunft – und damit unserer Geschichte und Gegenwart. Immer wieder wird der evangelikale Charakter der Gellertkirche offenbar. Doch sie ist keine Freikirche, gehört zur evangelisch-reformierten Landeskirche, zur Basler Münstergemeinde.

Im vergangenen Jahr sagte Gemeindepfarrer Dominik Reifler, die Gellertkirche entwickle sich gut. Doch Reifler mahnte: «Ich glaube wir tun gut daran, uns auch auf Widerstand einzustellen». Der Erfolg der Gellertkirche könne «Ängste», «Misstrauen» und «Missgunst» auslösen. Es könne gut sein, dass «derjenige, der gegen alles, was Christus baut, Widerstand leistet, Zerstörung schicken will.»

Wir haben Passagen aus diversen Predigten zusammengestellt und in drei Themenbereiche gegliedert. Auf eine ausführliche Kommentierung verzichten wir. Möge allein die Wiedergabe der Erkenntnis dienen.

Berechnende Gebärmaschinen, getriebene Männer

«Gewaltig, was von Frauen ausgeht, die vor Gott stehen! Und ihre Berufung heisst: Leben gebären! Ob du nun einen Mann hast oder nicht, ob du medizinisch fähig bist, ein Kind zu gebären oder nicht, das ist eure Berufung, liebe Frauen: Leben gebären.»


«In der Bibel wird 21 Mal an den Untergang von Sodom und Gomorra erinnert. … Unsere Stadt, unsere Umgebung heute ist nicht viel anders.»


«Oft ist Sexualität bei Frauen geprägt von Rache oder von Enttäuschung im Bezug auf den eigenen Vater und wird dann gerne als Waffe in der Beziehung eingesetzt.»


«Wenn man den Statistiken glauben kann, kämpfen auch in den christlichen Kirchen über 50 Prozent der Mitglieder … mit solchen ehebrecherischen Bildern und Chatbeziehungen im Internet. Ja, auch in der Gellertkirche. Vielleicht wirst du jetzt innerlich nervös. Aber ich sage das nicht, um irgend jemanden anzuklagen, sondern um aufzuzeigen, wir sehr wir Jesus als Erlöser nötig haben.»


«Gemäss Gender-Mainstreaming sind wir neu durch unser soziales Geschlecht definiert. … Als eigentlicher Startschuss für das globale Gender-Mainstreaming-Projekt gilt die UNO-Weltfrauenkonferenz in Peking von 1995. Nur durch gewieftes Taktieren konnten westliche, feministische Gruppierungen das Gender-Mainstreaming-Projekt … durchsetzen. … Gender-Mainstreaming kennt keine Grenzen, diese EU-Norm wurde in der Schweiz längst übernommen, ist westlicher Standard.»


«Natürlich begegnet mir Gottes Liebe auch oft durch meine Frau, oft aber auch auf anderen Wegen. Das erste Gebot bewahrt mich vor Götzendienst. Denn, wenn mir irgend etwas oder jemand im Leben lieber wird als Jesus Christus, kann er mir zum Götzen werden – auch wenn das meine Frau ist.»


«Haltet euch fern von Unzucht … Was meint Paulus hier im Thessalonicherbrief mit Unzucht? Da ist die Antwort ziemlich klar und eindeutig: Es geht umfassend um jede Form von vor- und ausserehelichem Geschlechtsverkehr. Die Lehre von Jesus selbst macht es uns hier auch nicht einfacher, ganz im Gegenteil: In der Bergpredigt erklärt er, dass es dabei nicht nur um den Vollzug, sondern bereits um die Gedanken geht.»


«Mit unserem männlichen Jäger- und Sammler-Blick scannen wir jegliche Geschöpflichkeit und Weiblichkeit. Das ist uns angeboren. Aber nur Idioten meinen, dass alles, was da duftet und gezeigt wird, für sie persönlich gemeint sei. Und zugegeben, Frau macht es uns Männern nicht immer einfach, unsere Blicke und Gedanken im grünen Bereich zu halten.»


«Gott hat die Ehe als Gemeinschaft der Liebe, Geborgenheit und Intimität zwischen Mann und Frau geschaffen und stellt sie unter seinen besonderen Schutz und Segen. Wer seine Sexualität ausserhalb der Ehe auslebt, ist wie ein Mensch der sein Feuer nicht im Kamin, sondern auf dem Wohnzimmerteppich entfacht.»


«Die Frau galt in der heidnischen Umwelt von Jesus und bis zu einem gewissen Grade auch im zeitgenössischen Judentum als Sexualobjekt. Es herrschte auch eine sehr liberale Scheidungspraxis. … Klingt fast wie heute, nur dass es heute beidseitig geschieht.»

(Quellen: 1/2/3/4/5/6/7/8)

Über «die Juden»  / Antijudaismus

«Weil die Juden ihren König abgelehnt hatten, haben sie auch das Land verloren: So geschehen 70 n Chr, Jerusalem wurde zerstört, das Volk in alle Himmelsrichtungen vertrieben – 2000 Jahre lang. Tragischerweise haben die Christen aus den Nationen die Juden verfolgt anstatt ihnen vorzuleben, wie sinnvoll es ist, unter dem König Jesus zu leben. Hitler wollte eine Endlösung für die Judenfrage. Aber Gott hat in seiner Treue durch den Holocaust hindurch einen Teil seines Volkes gerettet.»


«Hier erfüllt sich Hesekiel 37: Trotz der Verbrennungsöfen aufersteht das Volk Israel. … Wann ist das Volk bereit für den König? Und nun verstehen wir vielleicht auch, warum in und um Israel so viel Zoff und Krieg und Not ist. Die Gegenkräfte setzen alles daran, um alles [zu] verhindern, dass das Terrain für den König vorbereitet wird. Da geht neben allen Bomben und fragwürdigen Vergeltungen auch ein geistlicher Kampf ab. Gott, der Geschichte schreibt, wird zu seinem Ziel kommen. Dafür sind wir Zeugen.»


«Seit dem Holocaust gibt es bei vielen Juden den Wunsch: Wir wollen endlich ein ganz normales Volk sein. Wir wollen sein wie alle Völker. Das Gleiche denken, das Gleiche gut finden, nicht auffallen in der Weltgemeinschaft. Gott erlaubt es nicht. Juden sind zwar Menschen wie wir alle aus Fleisch und Blut und mit Fehlern. Aber Juden sind auf besondere Weise Zeugen des ewigen Gottes. Das provoziert Feueröfen. Das Riesenfeuer von Auschwitz ist der grösste Feuerofen der Geschichte. … Sie laufen im Schatten des Gekreuzigten, ohne ihn schon wirklich zu kennen.»

(Quellen: 9/10)

Das Ende ist nah. Oder ist es schon da?

«Die Zeit für die Umkehr ist begrenzt und kann auch einmal vorbei sein. Wenn du dich weigerst umzukehren, wirst du Jesus Christus nicht als Retter, sondern als Richter erfahren.»


«Entweder dein Ich stirbt jetzt und überlässt diesem Herrn den Thron oder du wirst eines Tages mit deinem Thron zusammen untergehen.»


«Johannes übersieht die Katastrophen und Erschütterungen nicht. Er sieht, wie der Antichrist kommen wird und einen Drittel der Menschheit auslöscht und wie erschütternde Gerichte über diese Welt ergehen werden. … Es kommt eine Zeit, in der sichtbar wird, wer Jesus angebetet hat und sich nicht verführen liess. … Auch der Teufel wird nochmals eine kurze Zeit sein Unwesen treiben. Es wird eine letzte Schlacht geben. Aber dann, dann endlich wird er ewig vernichtet werden.»


«Schon oft in der Geschichte gab es Menschen, die diesen antichristlichen Geist in sich trugen. … Schon im Mittelalter wurde der Papst verdächtigt der Antichrist zu sein. … Dann waren da Machtgierige wie Hitler, Stalin, Mao, Napoleon. In Amerika kursieren Verschwörungstheorien, dass Präsident Obama in Wahrheit der Antichrist sei.»


«Der Satan wird in der Endphase in seiner Auflehnung gegen Gott versuchen, möglichst viele Menschen durch seinen Antichristen zu verführen. Christus wird bei seiner Wiederkunft diesen Verführer mit seinem ganzen Reich vernichten. Die Nachfolger von Jesus werden bei seiner Wiederkunft auferstehen und 1000 Jahre mit ihm herrschen.»


«Meine Lieben: Als Christen stehen wir in einem Kampf gegen böse Mächte und Gewalten. Der Kampf und die Angriffe auf unseren Glauben kommen nicht erst irgendwann. Offenbarung ist nicht das, was morgen ist. Die Endzeit hat längst begonnen.»

(Quellen: 11/12/13/14/15)

Dossier Phänomen Gellertkirche

Basel ist Spitzenreiter bei Kirchenaustritten, die Gellertkirche dagegen wird geradezu überrannt. Sie gibt sich modern. Doch hinter der poppigen Inszenierung steckt ein reaktionäres Menschenbild.

Alles zum Thema (7)

Konversation

  1. Ich freue mich, dass es in der Reformierten Kirche noch viele Menschen gibt, die wirklich an Gott glauben und seinen Willen suchen, auch wenn liberale Richtungen versuchen, die Grundwerte, die uns Gott in der Bibel gegeben hat, dem Zeitgeist anzupassen.
    Ich freue mich, egal ob in der Gellertkirche eine Mehrheit versucht, nach Gottes Willen zu leben, oder ob in einer anderen Kirchgemeinde eine kleine Gruppe als Minderheit den liberalen Kräften standhält und sich nicht in eine Freikirche abdrängen lässt. Wenn ich als Fundamentalist bezeichnet werde, ertrage ich das gerne, denn mein Fundament ist Jesus Christus.
    Es geht aber nicht darum, Moralapostel zu spielen, denn wir sind alle vor Gott schuldig geworden und brauchen die Vergebung unserer Schuld durch den Tod von Jesus am Kreuz. Gott liebt uns und hat uns zur Gemeinschaft mit ihm geschaffen. Wenn wir zu ihm kommen und er uns durch seinen Geist führt, werden wir erkennen, was wahr ist.

    Danke Empfehlen (0 ) Antworten
    1. Das Schema schwarz-weiss oder Gottgläubige-Zeitgeistnachfolger der ersten beiden Absätze, mit dem sie eigenmächtig „das Wahre“ vom „Falschen“ zu trennen vorgeben, lässt Ihren abschliessenden Predigt- oder Missionsversuch unglaubwürdig dastehen. Zumal solch ein Versuch in der Kommentarzeile der Tageswoche (!) doch wohl auch eher hilflos als zielführend sein kann. So viel Gespür fürs passende Setting könnte man auch von seinem Fundament – dem Bergprediger – lernen.

      Danke Empfehlen (0 ) Antworten
    2. Danke für Ihre Kritik an meinem ersten Gehversuch in diesem Forum. Wie ich an Ihrem letzten Beitrag sehe, sind sie im Umgang mit den Medien nicht unerfahren und verteidigen indirekt die Gellertkirche. Was mit dem Ausdruck „die liberalen Kräfte“ oder „Zeitgeist“ als eine Art Feindbild herüber kommen könnte, möchte ich lieber als eine teilweise überstrapazierte Interpretation des Begriffs der „Freiheit, die wir in Christus haben“ bezeichnen, die bei einzelnen Gläubigen in der Ref. Kirche aus meiner Perspektive zu sehen ist.

      Was übrigens die Bergpredigt betrifft, hat Jesus ja gerade dort nicht nur nette Sachen gesagt wie „selig sind die Friedfertigen“. Er hat sich nicht gescheut, die Leute auch mal vor den Kopf zu stossen, sonst wäre er wahrscheinlich auch nicht gekreuzigt worden.

      Danke Empfehlen (0 ) Antworten
  2. Die Faktenlage ist intransparent und das ganze Gerüst der Empörung fusst auf anonymen Aussagen, die man aber mit einigen Triggern gewürzt vor die Leserschaft wirft, im Wissen darum, dass Skandalthemen mit Kirche eigentlich immer ziehen. Das war bei der Besetzung der Matthäuskirche vor 2 Jahren so, das ist jetzt so und das wird auch im gleichen Schema wieder kommen. Nicht etwa, weil man aufklären und vermitteln, sondern weil man etwas beeinflussen und bewerten will (und die LeserInnen eine Stimmungsmache gutieren?) – selbst, wenn es die Faktenlage aufgrund des (nötigen!) Schutzes und der Anonymität journalistisch redlich in dieser Einseitigkeit eigentlich nicht zulässt. Aber die Kommentarzahlen geben den Medienschaffenden scheinbar Recht. Vergleichen Sie selbst, welche Artikel die meisten Reaktionen/Kommentare auslösen. Mit Ausnahme eines Mordes sind es aktuell eben diese über Kirche. Vermutlich sind die Klick-Zahlen ähnlich.
    Aber ist man sich des möglichen Schadens bewusst? Gibt es wirklich faire und realistische Möglichkeiten – auch nach getaner kircheninterner Aufklärung und Arbeit – den Image-Schaden medial wieder zu beheben? Wohl kaum! Das wäre aber ein verantwortungsvoller Umgang.

    Gibt es irgendwo in einem der Artikel eine Einordnung des Begriffs „Sekte“? Warum wird dieser verwendet? Weil er emotional sehr bekannt ist und wirkt, sachlich aber kaum reflektiert wird. „Sekte“ ist immer ein Stempel, der von aussen kommt (nie von innen) und sehr schwer wieder verändert/ repariert werden kann. Nicht denken, sondern fühlen. Was man den Kirchen vorwirft – voraufklärerisches Gebaren – nutzt man selbst. Es gibt in unserer Gesellschaft kaum ein Thema, zu dem so viele Menschen eine so klare und emotionale Haltung haben (und sich im Sicheren fühlen, wenn man sich darüber negativ auslässt), wie zum Thema Glauben und deren Institutionen – und das obwohl das Wissen darüber so gering ist. Das gilt leider für Kirchenferne wie für viele -nahe. In welchem anderen Themenebiet würden so undifferenzierte und durch objektiv prüfbare Argumente nicht gestützte Aussagen in einem ernsthaften öffentlichen Diskurs zugelassen werden? Oder: Stellen Sie sich vor, „fundamentalistisch“ genannte ChristInnen würden Bibelzitate aus dem (historischen und textuellen) Kontext reissen und sie, um ihre eigene Meinung zu untermauern, neu sortiert zusammenstellen. Der Aufschrei seitens aufgeklärter Intellektueller wäre zurecht gross. Ein solcher Umgang mit Texten zeugt nicht von kritischem Geist. Die gleiche Methode aber angewendet in Bezug auf das Predigtarchiv der Gellertkirche ist OK. Unkritischem/Unaufgeklärtem kann man doch nicht glaubwürdig mit Unkritischem/Unaufgeklärtem begegnen, selbst wenn die verhandelten Inhalte haarsträubend sind.

    Kurz: Auch die mediale und gesellschaftliche Auseinandersetzung mit dem Thema „Glaube und dessen Institutionen“ glänzt nicht gerade in Sachen „aufgeklärter Umgang“. Das ist kein rein kircheninternes Problem und zeigt erneut: Die Menschen „in der Kirche“ sind Abbild der Gesellschaft, zu der sie gehören – nicht besser, nicht schlechter. Zeigt man mit einem Finger auf „die anderen“, zeigt man mit drei Fingern auf sich. Das sollte uns nicht vom Zeigen abhalten. Aber bitte selbstkritisch.

    Zu den konkreten Vorwürfen im Einzelnen mag ich mich aus beschriebenem Grund gar nicht äussern.

    Danke Empfehlen (1 ) Antworten
  3. Ich war auch mal Mitglied der Gellertkirche. Ich fand sie nicht sektenähnlich. Ich war derselben Überzeugung. Es war ok. Dann erkannte ich, dass ich es nicht mehr sah, Gott war wie gestorben (Nietsche). Und ich verabschiedete mich, was verstanden wurde. Jetzt bin ich ich agnostisch, was heisst, dass ich es nicht mehr weiss. Ich bin allein.

    Danke Empfehlen (0 ) Antworten
  4. Das wirklich schlimme an der Sache ist, dass dies eine offizielle staatlich anerkannte und steuerlich begünstigte Landeskirche ist und nicht irgend ein esoterisches Sektenhäufchen hinter den sieben Bergen. Es geht somit (schon nur rein finanziell) uns alle an, was dort abgeht!

    Danke Empfehlen (4 ) Antworten
  5. Zum Glück sind nicht alle protestantischen Pfarrer Fundis. Ein befreundetes Pfarrer-Ehepaar, hatte mich Ungläubigen eines Tages gefragt, ob ich Götti eines ihrer 3 Kinder werden möchte. Pfarrer „Peter“ sagte mir einmal, dass er nur deshalb Theologie studiert habe, weil man danach eine eigene Kirche erhält, ein gutes Gehalt, eine Gratis-Wohnung und dazu noch viel Freizeit zur Verfügung hätte. Einmal in der Woche eine Predigt vor einer Handvoll Zuschauer. Herr und Frau Pfarrer fuhren jedes Jahr für mehrere Wochen mit ihrem Camper nach Korsika in die FKK-Ferien. Heute sind sie geschieden.

    Danke Empfehlen (1 ) Antworten
  6. Willkommen im Mittelalter … liebe Frauen, was macht ihr eigentlich da?? Ich kann beim besten Willen nicht verstehen, wie man sich freiwillig so degradieren lässt. Am besten steigen wir gleich alle auf den Scheiterhaufen – dort gehören wir nach Auffassung dieses so unchristlichen Predigers ja wohl hin (schon vergessen….Nächstenliebe?) -wäre er ein Muslim, würde man ihn „Hassprediger“ nennen… aber er ist ja ein „Guter“… bin gespannt, was die Kirche da unternimmt – ich glaube kaum, dass der durchschnittliche Kirchensteuerzahler bereit ist, diesen hetzerischen Fanatismus auch noch finanziell zu unterstützen…

    Danke Empfehlen (2 ) Antworten
  7. @ Hesekiel: Da steht in der Bibel nichts über Verbrennungsöfen.
    Der entsprechende Prediger sollte sich in psychiatrische Behandlung begeben, wenn er nach einem so alten halt farbigen Text Albträume bekommt und diese dann noch von der Kanzel predigt.

    Wenn er sich als normal ansieht, hat er sich die Frage ob seiner eigenen Verantwortungslosigkeit gefallen zu lassen, was er mit seinen Worten bei den Zuhörern auslöst.

    Ganz banal: „Chuchichäschtli“ ist keine kleine Schmuck- oder Geldschatulle, die in der Küche steht, sondern im hiesigen Dialekt der Küchenschrank selber.
    Kurz: Wer den Kontext der Sprache nicht kennt, kann die Wörter nicht verstehen und missinterpretiert so den Text.

    Danke Empfehlen (2 ) Antworten
  8. Die ganzen zitate im blick, daneben ein foto eines neubärtigen jünglings, noch das bild einer moschee – und die ganze „gellertgemeinde“, flankiert von den sünnelis und den stammtischen dieses landes, würde uns erklären, warum es für menschen, die solches denken, „bei uns“ keinen platz hat, wo „wir“ doch auf werten wie die gleichstellung von mann und frau beharren und deshalb die grenzen für solch „rückständische religiösen eiferer“ dicht machen sollen. – stattdessen hotten die jünger nun 3 mal täglich zu solchem geschwafel ab. Stammtisch margot: sorry, raus mit ihnen!

    Danke Empfehlen (6 ) Antworten
  9. Ach, lässt doch mal diese Christen in Ruhe. Was soll diese merkwürdige Zusammenstellung? Wird dort nur zu Sexualität und Judenmord gepredigt? Oder sind das die Obsessionen des Journalisten?

    Danke Empfehlen (3 ) Antworten
  10. Mich nimmt weniger Wunder, dass so etwas in der Gellertkirche gepredigt wird – tönt das alles doch ganz nach evangelikalem Mainstream. Vielmehr staune ich darüber, dass die Leute derart darauf abfahren. Offenbar überfordert (auch christliche) Freiheit mehr Leute, als man meinen möchte. Was im übrigen (wie z.B. durch selbsterfundene Speisegebote etc.) auch ganz im säkularen Gewand daherkommen kann.

    Danke Empfehlen (5 ) Antworten
    1. Herr Jablonski, „z.B. durch selbst erfundene Speisegebote etc.“
      Ich komme nicht drauf, auf was Sie anspielen. Könnten Sie mir und möglicherweise noch anderen auf die Sprünge helfen?

      Danke Empfehlen (1 ) Antworten
    2. Versuche ich gerne.
      Ich halte es für eine zivilisatorische Errungenschaft, dass man in unserer aufgeklärten Gesellschaft unbeeinflusst von religiösen Ge- und Verboten essen und trinken darf, was man möchte. Gleichzeitig erlebe ich, dass es auf keinem Gebiet so viel säkulares Sektierertum gibt, wie in Fragen der Ernährung. Ausdrücken wollte ich mit meiner Anmerkung, dass die von mir beobachtete Überforderung durch die Freiheit nicht nur bei religiösen Menschen auftreten kann.

      Danke Empfehlen (5 ) Antworten
    3. Ich bin völlig Ihrer Meinung, ausser, dass „Sektierertum“ nun mal eine weltliche Errungen- oder besser, Eigenschaft ist. Ob jemand überzeugter Veganer, Vegetarier, Karnivore, FCZ Anhänger, FCB Fan, Muslime, Baz, Tageswoche, oder Weltwoche Leser ist, ist für die Person nicht das primär Entscheidende. Das Ursächliche ist, dass auch wir zu einer Spezies gehören, die Schutz in der Herde sucht.
      Die Spezies Mensch, besitzt aber auch den nötigen Intellekt um zu erkennen, dass dieser Schutz nur sehr relativ sein kann. Diese Relation versuchen wir mit glauben zu kaschieren. Wir glauben fest, dass wir zu den „Richtigen“ gehören, zu den Guten. Zu denen, die in Sicherheit sind. Das erreichen wir am besten dadurch, dass wir zu beweisen versuchen, dass die Anderen, die falschen sind. Und da sind wir dann schnell beim verschwommenen Übergang zum Sektierertum. Wenn das fest daran glauben zum „vermeintlichen“ Wissen geworden ist, sind wir beinah schon beim Fanatismus. Das wiederum relativiert den beschriebenen Intellekt.
      Nun ja… das mit der aufgeklärten Gesellschaft, ist so eine Sache.
      Nehmen sie eine sehr sehr lange Latte (ich hoffe sie haben eine grosse Wohnung) tragen sie die wissenschaftlichen Erdzeitalter darauf ein und markieren sie den Zeitraum in dem Saurier die Erde bewohnten und den Zeitraum seit es den Menschen gibt. Sie werden erkennen, dass wir eigentlich gerade erst vom Baum gestiegen sind und wir erst mit dem Versuch angefangen haben eine aufgeklärte Gesellschaft zu bilden.

      Danke Empfehlen (2 ) Antworten
  11. Immer wenn es in der Politik kompliziert und schwierig wird, greifen „Gläubige“ auf bestimmte Textpassagen in heiligen Schriften zurück. Die Zeugen Jehovas verkünden schon bald hundert Jahre den Untergang der Welt. Dabei vergessen sie, dass das Christentum gar nicht 2000 Jahre alt hätte werden sollen. Der Weltuntergang stand von Anfang an im Visier!
    Amen

    Danke Empfehlen (2 ) Antworten
  12. „Ein Atheist kommt in die Hölle. Den ganze Tag Sonne, Strand und Party. Eines Tages geht er den Stand entlang und kommt zu einem tiefen Loch. Entsetzt sieht er unten viele gemarterte Menschen auf glühender Lava stehen.
    Verwirrt geht er zum Teufel und berichtet, was er gesehen hat. Dieser antwortet „Ach. Das ist für die Christen. Die brauchen das.“

    Danke Empfehlen (5 ) Antworten
Alle Kommentare anzeigen (19)

Nächster Artikel