Vorsprung verspielt

Der FC Basel steckt in einer Krise, deren äusseres Anzeichen die abrupte Trennung vom Trainer ist, die jedoch tiefer reicht. Anspruch und Wirklichkeit klaffen weit auseinander.

Zwei Freunde an der sportlichen Spitze: Sportchef Marco Streller gefolgt von Interimstrainer Alex Frei auf dem Weg zum ersten Training nach Raphael Wickys Freistellung.

Wie ein Glutteppich liegt der Kunstrasen auf dem Nachwuchs-Campus des FC Basel hingestreckt am Tag nach der Freistellung von Raphael Wicky. Das Thermometer am Laternenpfahl zeigt 37 Grad Celsius, Wassersprenger feuern aus allen Rohren. Und hinter dem Horizont schraubt sich die Russwolke des Grossbrandes im Kleinbasel hervor. Giftige Bahnschwellen unter Feuer, ein Teil der Stadt ringt an diesem Freitag um Luft.

Der FCB hält planmässig an seinem Abschlusstraining fest. Wüsste man nicht um die Ereignisse des Vortags, gäbe es keinen Grund, daran zu zweifeln, dass beim Basler Grossklub alles den gewohnten Lauf nimmt. Erst pedalt Goalietrainer Massimo Colomba heran, dann folgen Alex Frei, der Interimstrainer, flankiert von Sportchef Marco Streller. Dann folgt der Rest.

Der Trainerstab vermittelt Lockerheit, das verbissene Schweigen seit dem Entscheid ist weg – war da was? Da und dort ein Lächeln, flüchtige Grüsse in Richtung der Handvoll Journalisten. Wegen des Grossbrands das Training sausen zu lassen, stand nie zur Debatte, sagt Spielerbetreuer Pascal Naef schulterzuckend und hält die Nase in die Luft. So schlimm sei es nicht, «es haben ja schon ganz andere Dinge gebrannt».

Entgegen der angekündigten Massnahmen bleiben die Tore zum Training geöffnet. Ein Zeichen der Transparenz vielleicht an jene hartgesottenen Fans, die sonst für die ersten 15 Minuten zum Trainingsgelände pilgern. Nur, es sind keine Fans gekommen.

Eine Handvoll Zaungäste auf dem Nachwuchs-Campus. Mehr interessieren sich nicht für das erste Training unter Interimstrainer Alex Frei.

Als die Spieler zum Aufwärmen durch die Hütchen gehetzt werden, stehen Frei und Streller etwas abseits und besprechen sich. Marco Schällibaum, der Assistent für Frei, hat die Baseballkappe tief in die Stirn gezogen und flachst zu Kalulu, der einen Ball versenkt: «Eh mec, pas si mal.» Als wäre Schällibaum immer schon dabei gewesen. Dann schaut er düster in Richtung der wenigen Zaungäste mit Notizblock und Stiften in der Hand. Spuckt aus. Wendet sich wieder dem Training zu.

Während die Mannschaft nach einer Dreiviertelstunde die Kadenz erhöht, wartet an der St. Jakobstrasse Taulant Xhaka auf dem Velo alleine vor dem geschlossenen Tramübergang und schwitzt. Seine Gefühlslage sei okay, sagt er angesprochen auf Wickys Abgang: «So ist das halt, heute bist du noch hier, morgen weg.» Er spuckt aus.

Die Stimmung in der Mannschaft? «Könnte besser sein.» Mit Interimstrainer Frei habe er noch zusammengespielt, an ihm zweifelt er nicht. Dann sagt Xhaka, der wegen einer Verletzung noch kein Spiel machen konnte: «Aber die Mannschaft muss sich jetzt mal zusammenreissen.»

Hat das Team Schuldgefühle gegenüber Wicky? «Nein, das nicht.» Die Mannschaft hat am Vorabend vom Entscheid erfahren: «Das ging dann plötzlich sehr schnell». Er habe Wicky heute morgen noch in der Garderobe gesehen, er sei ganz okay. «Bisschen traurig ist der schon. Aber damit muss jetzt jeder selber klarkommen.»

Die Schranke hebt sich. Xhaka radelt davon.

Vielleicht war Wicky zu nett, zu brav, zu konfliktscheu

Alex Frei, das ist aus der Mannschaft zu vernehmen, übernimmt ein Team, das von Wickys Freistellung nicht sonderlich überrascht wurde. Es gab Anzeichen, interne Absetzbewegungen, die Fussballspieler registrieren wie manche Menschen die Spannung in der Luft vor einem Gewitter.

Was nicht heisst, dass die Mannschaft über den Abgang erleichtert ist. Wicky hatte die Kabine zumindest nicht gegen sich. Die Beziehung zwischen der Mannschaft und dem Walliser wird von FCB-Akteuren als vertrauensvoll beschrieben. Das Team hatte keine Probleme mit dem Trainer Wicky, der Mensch Wicky wird als zu- und umgänglich beschrieben.

Womöglich war diese Harmonie aber auch Teil des Problems, vielleicht war Raphael Wicky zu nett, zu brav, zu konfliktscheu.

Neu im Verein: Marco Schällibaum (rechts) assistiert Interimstrainer Alex Frei (Mitte). Aus dem alten Trainerstab bleibt unter anderem Thomas Häberli (links) übrig. 

Für diese These finden sich Hinweise und einer davon ist Marco Schällibaum. Er bringt mit, was Wicky fehlte und vermutlich auch Alex Frei im Umgang mit den eigenen Spielern: Er kann ausgesprochen unangenehm werden. Ein ehemaliger FCB-Spieler drückt das so aus: «Als Trainer musst du eine abgezockte Sau sein oder ein Arschloch.» Raphael Wicky ist beides nicht.

Nach Wickys Aufbegehren war es um ihn geschehen

Wicky hatte noch ein weiteres Problem. Er war relativ lange loyal seinen Auftraggebern gegenüber – und stellte sich dann plötzlich auf die Hinterbeine. Über ein Jahr nahm er hin, dass sein Kader dünner und dünner wurde, dass das Sparkonzept des Klubs den künftigen Erfolg aufs Spiel setzt. Solange er schwieg, hatte Wicky seinen Sportchef Streller hinter sich. Als er in den letzten Wochen gegen die Entscheidungen des Klubs aufbegehrte, war es um ihn geschehen.

Das ist gar nicht so schwer zu verstehen: Wer von Anfang an widerspricht, gilt als kritischer Geist; wer immer nur abnickt und irgendwann aufmuckt, begeht Verrat.

https://tageswoche.ch/form/kommentar/der-fcb-verliert-die-nerven/

Immerhin das Publikum hat ihm bis zuletzt die Loyalität angerechnet. Deutlichen Druck der Öffentlichkeit gab es trotz der ungewohnten Misserfolge der letzten Monate kaum. Es gab keine «Wicky Raus»-Rufe, keinen Aufstand der Tribüne, erst recht keinen der Kurve.

Wohl lässt sich Unmut feststellen, doch der richtet sich vornehmlich gegen jene Personen, die Wicky jetzt abserviert haben. Auf der Facebook-Seite des FC Basel ist viel davon zu finden. Das Social-Media-Team verzichtet darauf, die Kritik wegzumoderieren oder gar zu löschen. Vielleicht weil sie schlicht zu viel geworden ist.

Ein Nutzer namens Hanspeter Fahrni schreibt: «Wenn das Material nicht passt, ist jedes Bauwerk anfällig.» Und ein Peter Hablützel meint: «Die wahren Schuldigen sind ein paar Etagen weiter oben zu suchen und die dürfen bleiben.»

Die Rollen sind im weiten, unbarmherzigen Netz klar verteilt: Wicky, oft liebevoll nur Raphi genannt, ist das Bauernopfer, Sportchef Streller hat das Kader ruiniert und FCB-Präsident Bernhard Burgener ist der «Dividenden-Burgener», ein Geldhai, der beim FCB kräftig abfischen will.

Die Konkurrenz in der Schweiz reagiert irritiert

Auch die Medien adressieren ihre Kritik unisono an die Vereinsführung. Der Tenor: Streller und Konsorten flattern die Nerven. Verwirrt zeigt sich die Fachwelt. Michel Decastel, Trainer von Neuchâtel Xamax, dem Gegner des FCB an diesem Samstag, sagt: «Ich war sehr überrascht. Wicky ist ein super Typ und der musste gehen nach einem Match in der Super League. Und einem Qualifikationsspiel, in dem er nicht einmal ausgeschieden ist.»

Der Druck auf Marco Streller (links) wird grösser: Greift seine Massnahme nicht, Alex Frei (rechts) zum Interimstrainer zu ernennen, macht er sich angreifbarer denn je. (In der Mitte: Kaderplaner Remo Gaugler) 

Selbst die grosse Politik ergreift für Wicky Partei – als habe der FC Basel mit dessen Entlassung eine Staatskrise ausgelöst. «Ich mag den Herrn Burgener nicht. Gar nicht», twitterte beispielsweise SP-Nationalrätin Silvia Schenker über den FCB-Präsidenten, mit dem sie in den ersten Monaten seiner Amtszeit bei zwei Diskussionen zum Thema FC Basel auf dem Podium sass.

«Dass sich nationale Politiker zu dieser Trainerentlassung äussern, zeigt, wie präsent der FC Basel in der Gesellschaft ist», sagt dazu Claudio Miozzari, der für die SP im Basler Grossen Rat sitzt. Miozzari hat die Beziehung zwischen der Stadt und ihrem Verein genau erforscht. Im September wird ein Buch über den Klub erscheinen, an dem er mitgeschrieben hat. «Der FC Basel und seine Stadt» mit der Geschichte des Vereins und den «Schnittstellen Politik, Migration, Drogen oder Ästhetik».

Bernhard Burgener besitzt den FC Basel zwar formell, doch in der öffentlichen Wahrnehmung gehöre er der Allgemeinheit, sagt Miozzari. Auch deshalb fällt das öffentliche Urteil über den Geschäftsmann Burgener und seinen Sportchef jetzt derart harsch aus. Sie haben sich etwas angeeignet, was ihnen eigentlich nicht gehört und scheinen gerade dabei, es leichtfertig zu beschädigen.

Auf dem Niveau von jedem anderen Klub angelangt

Der FC Basel hat seine Wurzeln in den letzten Jahren immer weiter in die Stadt getrieben. Er durchdringt Kultur und Wissenschaft und prägt Lebenswege wie jenen von Benedikt Pfister. Pfister betreibt seit knapp vier Jahren die Fankneipe «Didi Offensiv» am Kleinbasler Erasmusplatz. Eigentlich ist er Historiker, doch selbst dort überschneidet sich sein Wirken mit jenem des Vereins. Pfister hat ein Buch mitverfasst über die Basler Fankultur und damit auch ein bisschen über sich selber.

Die Kritik an der neuen Führung, glaubt Pfister, hat viel mit dem zu tun, was vorher war. «In der Schweiz war man eifersüchtig auf uns wegen Heusler und Heitz, die Klubführung erfüllte die Fans mit einem gewissen Stolz», sagt Pfister. Die alte Spitze um Präsident Bernhard Heusler und Sportchef Georg Heitz habe den Eindruck vermittelt, alles im Griff zu haben. Jede Entscheidung erschien als die richtige.

Und jetzt? «Jetzt sind wir auf dem Niveau von jedem anderen Super-League-Klub angelangt», sagt Pfister. Das ist vielleicht die grösste Ernüchterung in der aktuellen Krise: Dass es der Klub nicht mehr seriöser, vernünftiger – besser macht als der Rest.

Und dass er nicht mehr weiss, was er eigentlich will. «Das Erstaunliche ist ja, dass es kaum Kritik gab nach den Misserfolgen der letzten Saison. Die Fans waren bereit, dem neuen FC Basel Zeit zu geben», sagt Pfister.

Doch mittlerweile erkennt er bei der neuen Führung eine gewisse Ratlosigkeit: «Ich glaube, sie haben ihr eigenes Konzept nicht verstanden. Mehr Junge, mehr Spieler aus dem eigenen Nachwuchs, das ist keine schlechte Strategie – aber dann kann man nicht den Gewinn der Meisterschaft verlangen und internationale Erfolge.»

Auch die Spieler stehen in der Pflicht: Beim ersten Training unter dem neuen Coach machten Ricky van Wolfswinkel (links), Kevin Bua (Mitte) und ihre Kollegen den Eindruck, als sei nichts gewesen.

Dass die Fans reflektierter und geduldiger sind als das Klubmanagement, ist eher aussergewöhnlich im Fussballbetrieb. Aber vielleicht nicht überraschend beim FC Basel und seinen Anhängern. Pfister sagt: «Wir identifizieren uns nicht mit der Führung, dem Besitzer, dem Trainer, ja nicht einmal mit den Spielern. Nur mit dem Verein und unserer eigenen Fankultur.»

Und FCB-Erforscher Claudio Miozzari glaubt: «Wer die Beziehung zwischen der Stadt und ihrem Verein verstehen will, muss sich mit der Frage der Identität beschäftigen.»

Sportchef Streller setzt sich selbst Kritik aus

Das zumindest hat das neue Management des FC Basel erkannt. Über das Identitätsgefühl versuchte man die neue Strategie an die Kundschaft zu bringen. Doch vermutlich reicht das Bekenntnis des FCB-Fans zu seinem Verein tiefer, als es die Marketingstrategen des Klubs erörterten.

Für Miozzari hat das Identitätsgefühl nichts mit der Herkunft der Spieler zu tun, wie es von der Klubführung immer wieder betont wird. Gebetsmühlenartig zählt Burgener bei jeder Gelegenheit die Einsatzminuten der jungen Basler auf. Aber Miozzari sagt: «Wenn ich den Slogan des Konzepts höre, ‹Für immer Rotblau›, dann frage ich mich: Was heisst das? Für mich ist es ein Marketing-Slogan der neuen Führung. Auch Matias Delgado war einer von uns, oder Franco Costanzo, obwohl sie nicht aus Basel kamen. Die Herkunft spielt also eigentlich keine Rolle.»

Deshalb hilft auch einem Marco Streller als Sportchef seine Vergangenheit als FCB-Volksheld nicht wesentlich weiter. Didi-Betreiber Pfister sagt: «In Basel wirst du nicht mit offenen Armen empfangen, du musst dir das Vertrauen der Menschen verdienen.»

Streller brachte viel davon mit, als er nach einer Übergangszeit vom grossen Captain in die Rolle des sportlich Verantwortlichen schlüpfte. «Es gibt eine gewisse Skepsis, aber die Menschen in Basel vertrauen mir.» Das hat Streller vor einem Jahr gesagt. Seine Position hat er mit der Entlassung Wickys nicht gefestigt. Er hat seinem Trainer den Stuhl vor die Tür gestellt, mit dem er in die neue Ära aufgebrochen ist, und er hat es mit einer Begründung («nach fünf Niederlagen») getan, mit der er sich selbst der Kritik aussetzt.

Weil er in der Hochphase von Vorbereitung und Transferzeit mit der Familie in den Ferien weilte, wenn auch nach eigener Darstellung mit dem quasi ans Ohr gewachsenen Telefon, war er nicht präsent bei den Testspielniederlagen, die er nun seinem geschassten Trainer vorhält.

Kein Wort des Besitzers und Präsidenten Burgener

Das Vertrauen wurde die letzten Tage nicht vergrössert und aus den Skeptikern sind laute Kritiker geworden. Auch weil Streller und die Klubspitze sich dazu entschieden haben, erstmal zu schweigen. In zwei Sätzen erklärte sich der Sportchef nach der Trennung von Wicky. Der ebenfalls freigestellte Assistent Massimo Lombardo wird in der Mitteilung nicht einmal erwähnt.

Präsident Burgener äusserte sich vor wenigen Wochen ausführlicher zur Vertragsverlängerung mit dem Ausrüster Adidas als Streller zur bisher schwerwiegendsten Personalentscheidung. Zum Trainerwechsel sagt Burgener bislang gar nichts.

Das fügt sich in eine Wahrnehmung des Klubs, dass da vom neuen Besitzer und seinen Leuten ein paar Mechanismen unterschätzt werden. Dass Eigen- und Aussenwahrnehmung stark auseinanderklaffen und bislang keine Anstrengungen unternommen wurden, beide Perspektiven zusammenzuführen.

Etwas, das der vorigen Klubspitze erstaunlich gut gelang. Auch sie durchlebte in acht Jahren viele heikle, auch existenzielle Momente. Die Entlassung von Heiko Vogel in einem ebenfalls frühen Saisonstadium löste in der Stadt gehörige Empörung über Heusler und Co. aus. Die Trennung von Murat Yakin nach zwei Meistertiteln verstanden auch nicht alle. «Jede Saison besteht aus 1000 kleinen Krisen», pflegte der ehemalige Sportdirektor Georg Heitz dann zu sagen.

Die Schonfrist ist fürs Erste beendet

Doch der jeweils nächste Erfolg gab der FCB-Führung recht. Von diesem Automatismus können die Nachfolger nicht zehren. Trotzdem sind sie auch vor dieser Saison nicht davon abgekehrt, ihre Ziele maximal zu formulieren, statt ihre Rhetorik dem anzupassen, was der neue Mehrheitseigener eigentlich vorgibt: eine Redimensionierung.

Die alte Führung hatte das Glück, dass ihre Risikostrategie aufging. Das Risiko, das Jahr für Jahr im strukturellen Defizit steckt – der FCB gibt mehr aus, als er einnimmt und kompensiert das entweder mit Transfergewinn oder nicht budgetierten Einnahmen aus der Champions League.

Dieses Risiko versucht der Unternehmer Burgener zu verkleinern. Auf mehr junge Spieler zu setzen bedeutet nämlich nicht nur mehr Lokalkolorit, sondern auch niedrigere Lohnkosten.

Gleichwohl investiert Burgener, anders als ihm oft vorgehalten wird, grosse Summen in den Kader. Die rund 15 Millionen Franken, die in diesem Sommer für Transfers ausgegeben wurden, entsprechen ungefähr den Investitionen, die auch die alte Führung in den Jahren höherer Transfereinnahmen wieder in die Mannschaft gesteckt hat.

All das hätten die neuen Verantwortlichen des FC Basel in den letzten Monaten erklären können. Man hätte ihnen vermutlich zugehört. Sie haben es nicht getan und stattdessen nun mit der Entlassung des eigenen Wunschtrainers die Schonfrist fürs Erste beendet.

Jetzt zählt nur, was so gar nicht zum neuen FC Basel passt: jeder einzelne Punkt.

https://tageswoche.ch/sport/opfer-eines-konzepts/

Konversation

  1. Was von Fans und Experten aus Kultur und Forschung hier gesagt wird, ist sehr treffend.

    Die Experten die unter den Journalisten wohl selbst ernannt wurden, meckern ständig über eine Kommunikation, die ja angeblich mit Heidler so vorbesprochen war, wenn man Streller genau zuhört.

    Ich kann mich an die in Heusler und Heitz verliebte Berichterstattung noch gut erinnern.

    Hätte diese Führung den Entschluss erst nach dem Spiel in Neuchatel kommentiert, wäre das als professionelle Massnahme, für etwas Ruhe im Team respektiert worden.

    Aber man kann alles drehen und Wenden wie es einem beliebt.

    Und aus meiner Sicht ist die Presse, und erstaulicherweise allen voran die TaWo, ein grosser Teil dieser Kriese, und bringt zur Zeit mehr Selstmitleidenschaft als positive Leidenschaft in die Stadt und den Verein.

    Auf solche Presse könnte ich sehr gerne verzichten, die sich vor kurzem noch im Stolz der FCB Erfolge suhlte um nun fleissig gegen den Neuaufbau zu arbeiten.

    Schade.

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  2. Ich mag die Silvia Schenker auch nicht und die ganzen linken die immer meinen sie müssten sich in alles einmischen, Herr Burgener ist der Besitzer vom FCB und damit Basta, da könnt ihr Euch noch so im Kreise drehen es ändert sich nichts!
    Konzentriert Euch auf die Politik dort habt ihr genug zu tun!

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  3. Der VR hat die Strategie von BB gestützt, dass mit Kostensenkungen der Gewinn erhöht wird und damit höhere Dividendenzahlungen möglich wären.
    Dummerweise wurden die Kosten am falschen Ort eingespart.
    Beim Spielerkader wurden Leistungsträger verkauft. Im Fall von Lang und Vaclik wurden sie für teilweise teures Geld kompensiert.
    Die Offensive wurde jedoch mit dem Abgang unseres Wikingers klar geschwächt. Die 5 Mio. Investition ist völlig unverständlich.
    Die einst sehr kreative und erfolgreiche Scoutingabteilung hat seit Akanji nicht mehr richtige Kracher entdeckt.
    Vielmehr könnten Kosten im Nichtspielbetrieb eingespart werden:
    Was ist eigentlich die Aufgabe von Mati Delgado?
    E-Sports-Engagement gehört abgeschafft, selbst der grosse FCB ist dieser Meinung!

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  4. Das Kosteneinsparungen in der Privatwirtschaft zu Gewinnsteigerungen und Dividendenerhöhungen führen können, ist bekannt. Im Fall vom FCB gilt das nur bedingt.
    Falls beim Kader Kosten eingespart werden, als Konsequenz jedoch die Substanz des Kaders sinkt, ist das ein Eigengoal. Jedoch könnte ich es durch aus nachvollziehen, wenn beim Staff oder dem Backoffice der Rotstift angesetzt wird:
    – Was ist eigentlich die Aufgabe von Mati Delgado?
    – E-Sports-Engagement ist völliger Unsinn. Selbst der grosse FCB verzichtet darauf.
    – Die Scouting-Abteilung hat in letzter Zeit kaum Perlen gefunden, welche günstig zum FCB transferiert worden sind und dort eingeschlagen haben.

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  5. „Der FCB gehört der Stadt, auch wenn auf einem Papier etwas anderes steht.“

    Sorry, aber dies ist Blödsinn. Wo war denn „Die Stadt“ als der FCB in den 90ern am Boden lag, als er täglich ums finanzielle Überleben kämpfte? Es waren Leute wie Odermatt, Epting, Röthlisberger und eben dieser unter Linken verteufelte Burgener, welche sich mit viel Herzblut, Idealismus und Glauben daran, den FCB zu retten, eingesetzt haben.
    „Die Stadt“ hat in einer Volksabstimmung dem FCB auch ein neues Stadion verwehrt, welches dem FCB hätte helfen können.

    Am Schluss waren es Einzelmasken mit Visionen wie Jäggi und Geld, wie Ospel mit der UBS (welche damals das Aktienpaket der Enic kaufte und den FCb vor dem endgültigen Kollaps bewahrte) oder Oeri, welche den FCB endgültig aus dem Sumpf zogen.

    Nun wirft man also Burgener vor, kein FCB-herz zu haben. Wer sowas sagt, kennt die Geschichte des FCbs und Burgener nicht. Dass es bei Kritik an Burgener einigen nur um persönliche Abneigung gegenüber einem geht, der sein Geld sich selbst verdiente zeugen Aussagen wie „selbsternannten Geschäftsmann wie Burgener ist,“ – was soll das?

    Wicky ist als Trainer gescheitert, weil er die Kernaufgaben eines Trainers schlecht umgesetzt hat. Einstellung, Taktik, Handschrift oder Standards um nur einige Dinge zu nennen. Alles ungenügend und mangelhaft unter Wicky. Wicky hat dafür die Quittung erhalten und musste zurecht gehen.

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    1. Und wie an anderer Stelle geschrieben: Heusler war auch kein Mäzen, sondern kalkulierte knallhart durch, denn der FCB durfte auch unter seiner Ägide nicht von externem Geld abhängig sein. Und auch Heusler verdiente am FCB. Sogar doppelt:
      – Auszahlung eines Monatslohnes
      – Verkauf des Vereins.

      Auch unter Heusler wurden die besten Spieler verkauft. Auch unter Heusler gab es Transferflops und missglückte Rückholaktionen (Sauro, Boetius, Kuzmanovic, Hoegh, Fransson um nur fünf zu nennen).

      Es ist unglaublich, diese Doppelmoral, welche hier zelebriert wird.

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    2. Stadt ist hier gleichbedeutend mit Volk. Und ja, dem gehört der FCB. Mag sein, dass dies etwas zu philosophisch ist für Sie. Aber ohne Volk, kein Verein. Klar, Geld braucht es auch, aber ideeell gehört er der Volksseele. Ich habe nie gesagt, dass Heusler kein knallharter Rechner ist, aber solche Marketinghandstände mit Adela und Konsorten lassen erahnen, wie das Verständnis der jetzigen Clubführung ist. Und nochmals, Burgener hätte lieber kräftig investiert, spätestens im Winter, um Meister zu werden und so seine Dividene einzuholen. Dass YB nun das wertvollere Kader hat gemäss Transfermarkt (ja, ich weiss, Transfermarkt ist ein grober Richtwert), zeigt, dass der FCB etwas von seinem Erfolgskonzept abgedriftet ist. Und von « verbaslern » kann keine Rede sein. Man schaue nur auf die Transfers der Sommerperiode.

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    3. Ach Schmidien… Ich nehme an, Sie wussten was für Spieler in der Winterpause auf dem Markt zur Verfügung standen oder eben nicht zur Verfügung standen. Weiter wissen Sie auch was in der Kaderplanung diskutiert worden ist und was es für Talente im regionalen Nachwuchs gibt. Es ist ja alles so einfach. Grundsätzlich wissen Sie sowieso alles besser und hätten es auch besser als Burgener gemacht. Und Marketing ist sowieso des Teufels Zeug. Und überhaupt, das Volk, dem der FCB gehört, weiss besser welche Transfers und Investitionen getätigt werden müssen. Und Burgener ist auch Schuld, dass die Spieler das Tor nicht treffen!

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  6. Was inbesondere überraschend für einen selbsternannten Geschäftsmann wie Burgener ist, ist, dass er durch Geldeinsparungen zu seiner Dividende kommen will. Doch gerade bei einem Geschäftsmann (« Fans=Kunden ») müssten doch die neuerdings 37 Mio. Teilnahmeprämien für die CL-Gruppenphase für mehr Speichelfluss sorgen. Um die zu erhalten, wären grosse Investitionen gerechtfertigt gewesen, um den Meistertitel zu holen 2017/18 und die Dividenden wären gleichzeitig üppig gewesen. Was die Führung ideeell offensichtlich nicht kapiert hat, bringt Miozzari auf den Punkt: Der FCB gehört der Stadt, auch wenn auf einem Papier etwas anderes steht. Das hat Burgener mit seinen Marketingbemühungen und mit seiner Rhetorik in keinster Weise verstanden – im Gegensatz zu Heusler. Er behandelt den FCB wie eines seiner Wertpapiere. Es müsste zu einer unglaublichen Kehrtwende kommen, damit es zwischen Burgener und Publikum noch etwas wird.

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